Ukraine-Konvoi als Provokation – FAZ Russenland?

Unter diesem Titel veröffentlichte die FAZ am 13.8.2014 einen Bericht zum Thema.

Die meisten Kommentare zum Artikel echauffieren sich über das Gebaren der ukrainischen Regierung, welche eine List hinter dem russichen Konvoi vermutet.

Notti schreibt:

Das aggressive Auftreten der Ukraine ist bemerkenswert.
Zu unterstellen, dass die Russen hier, unter den Augen der Weltoeffentlichkeit, falsch spielen, ist abenteuerlich.

Fralet meint:

indem die UKR die Einfuhr der Hilfsgüter für die (noch) ukrainischen Staatsbürger im Donbass verweigert, setzt sie weiter auf Konfrontation mit Russland. Das Elend der Bevölkerung (nicht alle sind russ. Separatisten) interessiert sie nicht.

Maltegreif vermutet einen Komplott:

Aber im Ernst,hat sich die deutsche Medienlandschaft schon einmal überlegt,wie viele Menschenleben sie hätten retten können,wenn man seit November objektiv berichtet hätte? Ich kann und will diese Haltung nicht verstehen. Alleine der Schaden für unsere eigene Demokratie ist immens,da nun offenkundig ist,dass wir keine freie Presse haben,welche die Politik kritisch hinterfragt.

MikeFerrano bringt es auf diesen Punkt:

Es ist schon wirklich mehr als bizarr, wie die Medien und Politiker diesen Konvoi aufgrund von Unterstellungen verteufeln.

Ich habe mir erlaubt, angesichts der Dominanz der russenfreundlichen Kommentare sowie der immens hohen Zahl von Zustimmungsbekundungen („Likes“) die folgende Frage in einem Kommentar zu posten:

Was soll das? Sind die Comments hier von RussionToday?

Im Text meines Kommentars begründete ich meine Haltung wie folgt:

Wenn man rasch helfen muss und möchte, dann sollte man die Hilfe aus der Luft im Abwurfverfahren bringen, wie es die USA im Irak zum Schutz der Jesiden gezeigt hatten, denn diese Variante ist wirkungsvoll.

Im Übrigen sei der drei Kilometer lange Konvoi der Russen nur deshalb notwendig, um die als Separatisten aktiven Soldaten aus der Ukraine zurück zu holen, sehr elegant.

Eine Stunde nach der Freischaltung meines Kommentars wurde mir eine Email von Schmitz, Kai <k.Schmitz@FAZ.DE> zugestellt, mit diesem Inhalt:

Sehr geehrter Nutzer,

die Nennung Ihres vollen Namens ist Grundlage für die Veröffentlichung von

Leserkommentaren auf FAZ.NET.

Ich möchte Sie bitten sich in Zukunft mit Ihrem Klarnamen zu registrieren.

Andernfalls müssen wir künftig Ihre Kommentare sperren, ungeachtet des Inhalts.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr F.A.Z.-Moderatorenteam

Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH

Hellerhofstraße 2-4

60327 Frankfurt am Main

faz.net/www.fazjob.net/www.fazfinance.net

E-Mail: info@faz.net

Tel.: 0180 3 329 638 (9 Cent pro Minute aus dem dt. Festnetz, aus Mobilfunknetzen max. 42 Cent pro Minute)

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HRB 7344 . Amtsgericht Frankfurt am Main

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Karl Dietrich Seikel

Geschäftsführung: Thomas Lindner (Vorsitzender) und Burkhard Petzold

Mein Kommentar war gelöscht, wahrscheinlich deshalb, weil man in der Online-Redaktion vermuten musste, dass „ungeachtet des Inhaltes“ meines Kommentars, etwas gründlich schief gelaufen war. Dass reihenweise Auftragskommentatoren unter Pseudo-Klarnamen prorussische Haltung mitten in Deutschland demonstrieren, das konnten sie ja nicht ernsthaft annehmen – oder doch?

Selbstverständlich heiße ich Max Born – schon immer.

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Ein Gedanke zu “Ukraine-Konvoi als Provokation – FAZ Russenland?

  1. Sollte es sich nicht um Putin-Trolle bei FAZ.nez, Süddeutsche.de, spon.de und zeit.de handeln, bleibt mir nichts anderes übrig, als tief bestürzt zu sein über die offensichtliche Dummheit der Kommentatoren: Sie kennen die Methoden der russischen Kriegsführung nicht, z.B. die Ankündigung von vorgestern, einen Korridor für den Abzug ukrainischer Kräfte einzurichten, um dann auf die dort abziehenden Soldaten zu feuern.

    Die Vertreter Russlands lassen jeden Anstand vermissen, kennen weder Wahrheit noch Wahrhaftigkeit, nicht einmal Menschlichkeit ist ihnen dem Wort nach bekannt. Im gesamten Westen ist kein Volk so unbeliebt wie das der Russen: Wenn auf holidaycheck.de vor „Russen im Hotel“ gewarnt wird, endet dort das Interesse deutscher Urlauber sofort.

    Die russische Mentalität besitzt im Kern eine tölpelhafte Rücksichtslosigkeit. Putin weiß gar nicht, dass er öffentlich eine Lüge eingesteht, wenn er sagt „natürlich waren das unsere Jungs auf der Krim“. Für ihn scheint Lüge und Wahrheit irgendwie das gleiche darzustellen, denn in beiden Fällen ergeben sich keine Unterschiede für sein Verhalten: Weder für Lüge, noch für Wahrheit muss er sich rechtfertigen, niemand zieht ihn zur Rechenschaft, längst hat er alle Widersacher weggesperrt oder aus dem Land gejagt. Er hat sich einen Apparat zur Verwaltung von Abhängigen aufgebaut und der Gedanke, dass er der einzige ist, der diesen Apparat beherrschen kann, treibt ihn sukzessive in den Wahnsinn. Fast täglich erreichen uns neue und widersprüchliche Meldungen zu Aussagen von ihm: Vorgestern hat er noch dementiert, dass russische Waffen oder russische Soldaten in der Ostukraine im Einsatz wären. Gestern gratuliert er seinen Soldaten öffentlich zum Invasionsfortschritt in Neurussland.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/versuch-russland-zu-verstehen-zusammen-sind-wir-wenigstens-zusammen-13078442.html

    Wie soll man mit einem Wahnsinnigen umgehen, der eine Atombombe in der Hand hat? Hatte er nicht vorgestern erst gedroht: „Leg dich nicht mit Russland an!“
    Man darf nicht auf solche Drohungen eingehen, denn das würde seinen Wahn, allmächtig zu sein, zusätzlich beflügeln. Man darf auch nicht auf andere Ankündigungen reagieren, wie z.B. heute auf die Forderung über die Unabhängigkeit der Ostukraine zu verhandeln.
    Man kann aber auch nicht das Völkerrecht aufgeben und alle angrenzenden Staaten, von Lettland, über die Ukraine bis Georgien dem Wahn der russischen Herrscher überlassen.
    Offensichtlich stürzt das schizzoide Verhalten Wladimir Putins die Staatsverteter des Westens in die Ratlosigkeit. Sie sind in einem double bind gefangen und merken es nicht einmal.
    Grübeln hilft da nicht viel, wenn man widersprüchliche Signale erhält, denn es erscheint damit jeder denkmögliche Schritt als falsch. Der Angriff kann die schlimmste Reaktion auslösen, nämlich einen Krieg in Europa, die Flucht bzw. das Abwarten kann das Ende der Demokratie und der Freiheit in vielen Ländern des ehemaligen Ostblocks nach sich ziehen.

    Auf die paradoxen Vorträge des Wladimir Wladimirowitsch Putin kann man sinnvoll nur durch eine Gegenparadoxie antworten, die das Verhalten spiegelt. Die paradoxe Intervention in der Ostukraine ist den Vertretern der NATO jedoch verwehrt, so lange die Ukraine nicht Mitglied ist.
    Die NATO könnte jedoch verkünden, die unabhängige Ukraine aufzunehmen, und zwar
    (a) frühestens in zehn Jahren sowie
    (b) unverzüglich in dem Fall, dass die Ukraine ihre Unabhängigkeit durch Übergriffe gebietsfremder Gruppen bedroht sieht.

    Sollte Wladimir Wladimirowitsch Putin mit seinen Soldaten nochmals negativ in der Ostukraine auftreten wollen, muss er überlegen, welche Antwort von der NATO kommen wird. Bisher brauchte er überhaupt nicht zu überlegen, weil alles, was er sich ausdachte, in Erfüllung ging.

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