Der Fall Tuğçe A.

Serbe erschlägt Türkin

Im Fall Tugce A. kam viel zusammen. Voller Tragik zeigt er alle Elemente eines Dramas:

  1. Der gute und der böse Immigrant treffen aufeinander.
  2. Der böse, triebgesteuerte Immigrant, vor dem sich alle, insbesondere alle Frauen fürchten, tut das, was seiner Herkunft nach von ihm erwartet wird: Er ist gewalttätig, rücksichtslos, respektiert kein Recht und kein Gesetz.
  3. Der böse Immigrant bricht öffentlich wiederholt die Gesetze, wird aber weder bestraft noch fortgeschickt.
  4. Der gute Immigrant erkennt das Böse und verhindert erfolgreich, dass es erneut Raum greifen kann.
  5. Der gute Immigrant wird vom bösen Immigranten erschlagen.

Man erkennt die Geschichte von Kain und Abel wieder. Der Gute kann das Böse nicht stoppen und der Böse überlebt.

Die Gesellschaft kann weder die gute Immigrantin schützen noch den bösen Immigranten ausschalten. Kann die Gesellschaft samt aufgeschlossener Justiz nicht unterscheiden, zwischen den guten und den bösen, oder kann sie bloß nicht durchgreifen?

Nicht zu übersehen ist die zunehmende Akzeptanz einer offen vorgetragenen Dummheit, die als Naivität nach Gutmenschenart daher kommt. Man hört argumentieren, dass jeder sprechen und schreiben dürfe, wie er es wolle, dass jeder sich kleiden dürfe wie er wolle, und, dass alle ausleben sollten, was sie es aus ihrer Heimat gewohnt sind, Beschneidung kleiner Kinder inklusive.

Laissez faire, was nun?

Was ist die späte Folge aus der Gesellschaftsordnung des Laissez Faire, des einfach laufen Lassens? Man passt sich an. Die Kinder lässt man ohne Erziehung, sollen sich doch die Kitas und die Schulen darum kümmern. Die Immigranten lässt man laufen, sollen sich doch die Sozialämter und die Gerichte samt Dolmetscher darum kümmern. Der Beitrag des Einzelnen ist in der deutschen Gesellschaft traditionell unbedeutend: Die staatlichen Einrichtungen regeln alles, z.B. dass die Kita-Versorgung 64 Prozent abdeckt und das Schulessen TÜV-geprüft wirft. So wird der Einzelne austauschbar und seine Individualität als Gesellschaftsbeitrag überflüssig.

Traditionell steht die deutsche Gesellschaft Kopf: Sie scheint vom Staat her, von dessen Institutionen geordnet und gesteuert. Das Vertrauen auf die Zuverlässigkeit und die Qualität der Ordnungssysteme ist enorm und die Bereitschaft, Aufgaben auf den Staat zu übertragen ist hoch.

Vater Staat, lebst du noch?

Inzwischen liegt der deutsche Bildungsstandard am Boden, niedergetrampelt vom Gedankengut der GEW und getragen von der allgegenwärtigen Toleranz gegenüber legasthenischen, dyskalkulierenden Kindern auf Ritalin. Der Hochschulzugang für alle ist Programm in allen Bundesländern, sogar in Bayern. In der Justiz fehlen hunderte Richter, über deren Bezahlung vor dem höchsten Gericht gestritten wird. Wegen Überlastung fallen Gerichtsverhandlungen aus, müssen Straftäter frei gesetzt werden, können Demos von und gegen Proto-IS-Kämpfer nicht von der Polizei aufgelöst werden. In den Medien streitet man über das Tragen von Burkas in der Öffentlichkeit und über die korrekte Anrede eines asexuellen Professors. In 2014 ist Deutschland weltweit zum zweitwichtigsten Einwanderungsland aufgestiegen und das wichtigste Einwanderungsland für Muslime und Homosexuelle geworden.

Traditionell wird die Haltung der Individuen in der deutschen Gesellschaft ignoriert, wenn es um Fragen der gesellschaftlichen Ordnung geht. Alles Essenzielle steht im Grundgesetz, alles Weitere lesen die Richter am BVerfG daraus vor, z.B. dass die Ehe zwischen zwei Männern zum Steuerabzug berechtigt. Dem deutschen Bürger wird bei deratigen Fragen kein Vertrauen geschenkt, während nebenan, in der Schweiz, alle Bürger gemeinsam beschließen, dass grundsätzlich keine Minarette gebaut werden dürfen.

Dem deutschen Bürger billigt man nicht zu, dass er seinen ausländischen Nachbarn Hinweise gibt, wie z.B. „Das riecht nicht gut! Das bitte nicht auf dem Balkon grillen!“ und keine Erwartungen an sie richtet, wie z.B. „Ich erwarte, dass alle Kinder die deutsche Sprache beherrschen.“ Mit jeder Gemeinsamkeit, die fehlt, wie z.B. Sprache, Bildung, Religion entfällt eine potenzielle Beziehung der Menschen untereinander. Ohne die vitalen zwischenmenschlichen Beziehungen über alle Gruppen, Ethnien und Schichten hinweg, zerfällt jede Gesellschaft in ihre kohärenten Reste, wie das z.B. bei den archaischen Stämmesvölkern im vorderen Orient seit je her Brauch ist.

Gesellschaft, neu und virtuell?

Eine Konsequenz aus der Ignoranz gegenüber den Individuen einer Gesellschaft ist Anpassung: Was ich nicht beeinflussen oder verändern kann, das muss ich lernen zu ignorieren. Ich setze dicke Kopfhörer auf und besorge mir ein möglichst großes HD-Display, auf das ich fortwährend starren kann, während ich im öffentlichen Raum unterwegs bin. Denn das, was ich in der Öffentlichkeit wahrnehme, an Gestank, an Dreck, an fetten Körpern und düsteren Gesichtern, das will ich nicht wahrhaben. Dass mein Gang, die Art, wie ich mich fortbewege, langsamer wird, meine Füße jeweils mit den Zehen den Grund ertasten, das nehme ich in Kauf. Ich ignoriere meine direkte Umgebung und betrete meine eigene, ganz virtuelle Welt, mit Menschen, die ich gerne sehe und Dingen, die mich erfreuen. Den ganzen Rest der sogenannten Realität brauche ich nicht, nicht mehr.

Samstag, morgens um 04:15

Was ist am Samstag, den 22.11.2014 vor dem McDonalds in Offenbach, morgens um kurz nach vier passiert?

Nichts Ungewöhnliches: Junger Mann schlägt Passantin nieder. Beweggründe unklar, kein Bezug zum Migrationshintergrund erkennbar, so berichtete der Sprecher der Polizei.

Die anderen, die man im Video beobachten konnte, als sie auf dem Parkplatz herumstanden, brauchten nicht einmal zu erkennen, dass es besser war, wegzusehen oder sich wegzudrehen. Sie waren nämlich auch nicht da.

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3 Gedanken zu “Der Fall Tuğçe A.

  1. Jetzt wissen wir: Die homogene Gesellschaft wurde dissoziiert. Sie findet nur noch bei Bedarf und dann virtuell statt.
    Unsere Gesellschaft ist inzwischen zerlegt in ihre einzelnen Funktionen:

    • Freunde gibt es bei Facebook,
    • Shitstorms bei Twitter,
    • Sicherheit beim Staat,
    • Bildung in der Schule,
    • Pflege bei der Caritas.

    Und Zuwendung, Fürsorge, Erziehung und Liebe gibt es wo?

  2. Mein Account bei Zeit-online wurde gelöscht. Ohne Hinweis, einfach so. Es gibt bei Zeit-Online nicht einmal eine Stelle, wo man sich beschweren kann. Das hätte man vorher wissen müssen, dass nur die Meinung der Redaktion gilt.

    Diktatur relaoded.

    Es war keine gute Idee, meine Ideen bei ZON zu posten.
    Ich komme nämlich an die vielen Texte, die ich in Kommentaren (vier mal mit Redaktionsempfehlung) geschrieben hatte, nicht mehr heran. Es ist mir ein Rätsel, warum man bei ZON so mit den aktiven Lesern umgeht.

    Mein letzter Kommentar handelte von der Verurteilung des Täters im Fall Tuğze A.
    Ich hatte gelesen, dass die Mutter des Täters das Bild der Toten im Vorbeigehen bespuckt habe und Beschimpfungen gegen die Türken fielen. Rassismus ist vermutlich in der Erziehung des Täters tief verwurzelt. Als Gewalttäter ist er auch Opfer, seiner Kultur oder Erziehung. Rassistische Motive muss man nicht nur im Fußball härter bestrafen als andere Motive.

    Unsere Strafgesetze sind gedacht für verantwortungsvolle Bürger. Sogar das christliche Ideal der Besserung ist eingebaut worden. Das scheint aber nicht zu passen für jene Menschen, die in Erwiderung einer Ehrverletzung auch einen Mord begehen würden, oder ihre leibliche Tochter töten, damit sie keinen Christen heiratet. Das sind barbarische Sitten, die die Migranten mitgebacht haben.
    Das Strafmaß ist keine Abschreckung, denn in einem Jahr schon kann der Täter auf freiem Fuß sein. Das Schema der Tat, das kulturell verankert ist, das Motiv, die massiven Versuche des Freundes, ihn zu blocken, wurden nicht beachtet. Letztlich hieß die Tat ‚Ohrfeige‘ mit tragischer Konsequenz. Dass der Junge wieder genau so auf ein Mädchen, das zwei Köpfe kleiner ist, einschlagen würde, hat er bereits bewiesen: Er hat immer wieder seinen Freund, der alles versucht hat, um ihn davon abzuhalten, weggestoßen.

    Mein allerletzter Hinweis auf Zeit-Online war dieser Gedanke: Wir, die wir in Deutschland als Christen groß geworden sind, können uns gar nicht vorstellen, was in den Köpfen der Migranten vorgeht. So konnte man sich auch nicht vorstellen, dass deutsche Jugendliche zu Anhängern des IS werden. So konnte man auch nicht ahnen, dass die nach Deutschland eingewanderten Volksgruppen ihren Sitten, ihre Rechtsauffassung, ihren Rassismus bei uns ausleben (z.B. Antisemitische Demos). Die Deutschen kämen vermutlich mit einer massiven Einwanderung noch zurecht, die eingewanderten Volksgruppen jedoch werden Konflikte untereinder sehr viel gewalttätiger austragen als wir das erahnen.
    Für Barbaren ist die Scharia seit je her besser geeignet als das deutsche StGB.

    Bei ZON stand unter eben diesem Text:
    [gelöscht. wegen Pauschalierung]
    Danach war mein Account -mit Hunderten von Kommentaren- gelöscht.

    • Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der in meinem Kommentar angegebene Link auf den o.a. Artikel als böse betrachtet wurde.
      Denkbar ist auch, dass der Praktikant, der bei ZON die Kommentare durchlesen muss, der deutschen Sprache nicht mächtig ist:
      Er verstand es als Pauschalierung, wenn man klarstellt, dass harte Rechtsfolgen -wie in der Scharia- für Barbaren besser geeignet sind, weil sie in erster Linie abschreckend wirken. Der oberste Richter des IS hat bisher genau zwei Handamputationen nach Diebstahl verhängt, sagte Jürgen Todenhöfer bei hr1. Danach wurde nichts mehr gestohlen, mit mehr als 40 USD an Wert. Heute wurde bekannt, dass der Einzelhandel in DE mehr als 3 Mrd EUR jährlich verliert.
      Warum wohl?

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