Vollkommen nutzlose Theorie

Forschungsmüll: The big modern waste

Bekanntlich braucht in der modernen Welt niemand mehr einen Führerschein. Weder ein gesunder Menschenverstand noch eine erfolgreiche Ausbildung wird gefordert, um Gehör zu finden oder beachtet zu werden. Die Beachtung Anderer zu erhalten ist heute gleichwertig mit dem Erzielen geldwerter Vorteile, Clicks genannt.

Der Anfang dieser Entwicklung wurde vom Positivismus vorgezeichnet. Theorien wurden allgemein als diskussionswürdig und wahrheitsfähig eingestuft, niemand brauchte das zusätzlich zu belegen. Die Verteilung der Aufgaben wurde dadurch neu geregelt: Die Produktion von wissenschaftlichen Aufsätzen, voll von großen und kleinen Erkenntnissen, war frei von verkrampften Zitierpflichten und nicht zu begründenden Lehrsätzen. Die Rezeption der Erkenntnisse, die Verifizierung der Theorien und deren Beurteilung wurde außerhalb der Wissenschaft angesiedelt. Die Beschäftigung mit den Arbeiten anderer war noch nie von wissenschaftlichem Interesse. Mit der Publikation galt das Wissen als erschaffen und ihr Autor als erfolgreich. Auf diese Weise wird bis heute sehr viel Gedenkengut mit wissenschaftlichem Anspruch publiziert, jedoch nehezu ohne wissenschaftliche Kontrolle:

Mehr als 70 Prozent der bereits veröffentlichten Forschung kann derzeit nicht reproduziert werden.

Verschiedene Ansätze und  Initiativen zur Vermeidung von Forschungsmüll wurden entwickelt. Leider sind diese nicht geeignet, die im System verankerten Mängel zu beseitigen:

  • Die Anreize zur voreiligen Veröffentlichung sind immens, da in der Regel nur die Erstveröffentlichung beachtet wird.
  • Der Zwang zur Veröffentlichung ist bei budgetorientierten Rahmenbedingungen Pflicht.
  • Wissenschaftlich bedeutsame Veröffentlichungen bieten noch immer das größte Ansehen und geben den stärksten Anreiz für die Forschung.
  • Der akademische Titel hängt von der Veröffentlichung ab.

Es gibt keinen Anreiz, die Beiträge von Kollegen zu überprüfen, schon gar nicht diejenigen von Bekannten oder Freunden.  So werden Jahr für Jahr Unsummen ausgegeben, vor allem im Namen der öffentlichen Hand, um den Müllberg der Wissenschaften zu vergrößern. Von Müll kann man schon dann sprechen,

  • wenn die Forschungsleistung keine wissenschaftliche bzw. theorieorientierte Beachtung findet oder
  • keine Anwendung erfährt, weil sie keine praktische Umsetzung hat.

Bei Anwendung dieser beiden Kriterein kann jede wissenschaftliche Arbeit ignoriert werden, wenn sie ohne Effekt bleibt. Da man neuartigen Thesen und innovativen Ideen nicht unmittelbar ansehen kann, was in ihnen steckt und, könnte das Marketing wissenschaftlicher Aufsätze helfen, den Endzustand Forschungsmüll zu vermeiden.

Am Anfang kam Einstein

LTformulaKeine andere Theorie hat bis zum Beginn des letzten Jahrhunderts eine so große Beachtung gefunden wie die Spezielle Relativitätstheorie von Albert Einstein. Als epochal und bahnbrechend, die Auffassung von Raum und Zeit grundlegend verändernd, modern und richtungsweisend für die gesamte Wissenschaft, so wurde sie beschrieben, bis heute und unter anderem – von Max Born. Nehmen wir die beiden einfachen Kriterien zur Beurteilung von Forschungsmüll und fragen:

  • Welche  theoretische Beachtung fand die SRT? Welche Theorien bauen darauf auf und entwickeln sie fort?
  • Welche Anwendung hat die SRT? Gibt es die SRT evtl. als Produkt zu kaufen?

Man sollte sich von den zahlreichen Versuchen verzweifelter Verfechter dieser Theorie nicht täuschen lassen: Weder Mausefallen noch Paul-Fallen haben etwas mit Einsteins Theorien zu tun. Nach über 110 Jahren kann man keine einzige Anwendung der SRT vorweisen. Dieses Resultat muss man in Relation zu der großen Zahl bahnbrechender Erfindungen des letzten Jahrhunderts bringen, die heute in der IT, in der Raumfahrt oder im Alltag genutzt werden. Währenddessen wurde keine einzige Gravitationswelle gesichtet, die zur Bestätigung für die allg. Theorie mit immensen Aufwendungen gesucht wurde. Unter Spitzenforschern wird nach wie vor darüber gestritten wird, ob Zeitreisen möglich sind oder nicht. Die Spezielle Relativitätstheorie markiert als Ausgangspunkt den Beginn der spekulativen Wissenschaft, die ohne Anspruch auf realitatsnahe Überprüfung Theorien hochstapelt, ohne dabei eine einzige, die tiefer liegt, positiv bestätigt zu haben. Die Fortentwiclung dieses Ansatzes findet wir bei Stephen Hawking, der schreibt:

Im Vakuum kann Energie aus dem Nichts auftauchen und nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Das nennt man Quanten- Fluktuation.

Dieser Satz kann prinzipenbedingt nicht wahr sein: Die These von der Energie aus dem Nichts widerspricht dem Prinzip der Energieerhaltung. Jemand, der solche Sätze formuliert, sollte das wissen und entweder anders oder gar nicht formulieren.

Die moderne Logik

Die SRT markiert der Startpunkt einer Fehlentwicklung in der modernen Wissenschaft. Am Beispiel des Subjunktors lässt sich das veranschaulichen: AB ist aus formalen Gründen schon dann wahr, wenn ausschließlich B wahr ist. Eine relevante wissenschaftliche Prognose kann aus diesem Grund nicht nach dem Schema der Subjunktion aufgebaut sein: Man kann Theorien, die einen Anspruch auf Kausalität erheben, nicht mit dem Schema des Subjunktors überprüfen. Das zeigt sich am Beispiel der Periheldrehung des Merkur, welche mit klassischer Berechnung falsch prognostiziert wurde. Paul Gerber formulierte das 1898 so:

Freilich wird niemand in Abrede stellen, dass die Perihelbewegung des Merkur von 41″ in einem Jahrhundert auch durch andere, noch unbekannte Umstände bedingt sein könnte, so dass es eine endliche Geschwindigkeit des Gravitationspotentials nicht zu geben brauchte.

Vertreter des in Wikipedia verbreiteten Einstein-Fundamentalismus sehen das ganz anders:

Die Relativitätstheorie konnte diesen Wert erklären, was ein erster Erfolg der Theorie war.

Aus wissenschaftlicher Sicht darf es grundsätzlich keine Rolle spielen, ob man eine Theorie A oder eine Theorie B bevorzugt, wenn beide Theorien richtige Prognosen setzen. Aus ökonomischen Gründen wäre es zweckmäßig, solche Theorien zu nutzen, die möglichst wenig Annahmen benötigen.

Warum werden Einsteins Theorien so hartnäckig verfochten?

Das hat viele Gründe. Ein wichtiger Grund ist der sog. IKEA-Effekt, der dafür sorgt, dass große Mühen, die u.a. das Verstehen einer komplexen Theorie bereitet, vom menschlichen Gehirn eine Belohnung erwarten lassen. Unser Gehirn erzeugt die Botenstoffe selbst als Reaktion auf die Lösung eines Rätsels oder einer Aufgabe. Die von Einstein vorgelegte Theorie ist ein multizyklisches, schwer zu verstehendes Gewirr mit fremdartigen Worten ohne Defintion, wie z.B. „Zeitdilatation“ und alltäglichen Begriffen mit neuer Bedeutung wie z.B. A-„Zeit“ und Zeitdauer, die ohne Belohnungsversprechen nicht strukturiert werden können. Das Verwirrspiel trennt nicht den Anschein (epistemologisch) von der Realität der Dinge (ontologisch), so dass die Unterscheidung zwischen dem Abbild (des Lichtstrahls im Auge des Beobachters) und dem Urbild (dem Lichtblitz) fortlaufend misslingt. Schließlich endet das Spiel in der Aufhebung der Zeit selbst, die mit ihrer eigenen Relativierung ihre Reflexivität einbüßt.

Einstein überzieht den interessierten Leser mit einer Mischung aus Koordinaten, Zeit und Maßstäben mit erfahrbarer Qualität. Dabei müsste schon der erste Definitionsversuch „Sei die Zeit die Zeigerstellung meiner Uhr“ als Versuch aufgefallen sein, die Abstrakta einer Theorie so an die Erfahrung zu binden, dass sie uns durch ihr triviales Auftreten überraschen. Diese Verbindung schafft eine Absurdidät, die in der wissenschaftlichen Physik ohne Beispiel ist. Nicht jedoch in der Psychologie. Albert Einstein erzeugt durch die Verwendung der Alltagsbegriffe eine zusammengesetzte Suggestion. Die Festsetzung der Zeit als Zeigerstellung erzeugt so ein kreatives Moment, dass man unwillkürlich nach der passenden Erklärung sucht, und nach der Implikation daraus. Diese Lorentz TransformationSuchprozesse laufen unbewusst und massiv assoziativ ab. In der Hypnotherapie wird ein kreatives Moment durch eine beiläufige Feststellung ausgelöst, die den Patienten subtil schockiert, dabei unbestimmt bleibt, ihn verwirrt, und ihm ein hohes Niveau an geistiger Aktivität abfordert, um nach der passenden Implikation zu suchen. Anders formuliert: Es wird ein Rätsel gegeben, aber nicht formuliert. Es wird aufgelöst, noch bevor der Patient es bemerkt. Der Patient verfällt daraufhin seinen körpereigenen Botenstoffen und der Therapeut kann arbeiten.

Albert Einstein löst seine Rätsel nicht, er schiebt sie immer weiter hinaus. Aus dem Rätsel mit der Zeit, die in der Uhr existiert wird ein zweites, als die Uhr am Ort B, in unbestimmter Entfernung, mit unbestimmter Bewegung, benutzt wird, ohne zuvor geeicht worden zu sein. Aus der Differenz der Zeigerstellungen, nicht etwa der Differenz zweier Zahlen, an verschiedenen Orten wird ein Zeitmaß abgeleitet, das fortan dazu dient, die Zeit an fernen Orten zu kennen. Dabei tritt die nächste Verwirrung auf: Wenn die Zeit per Funksignal ankommt und dabei selbst Zeit braucht, wie kann sie dann die Zeit in der Uhr sein, im Sinne von, sie verkörpern, wie das eingangs definiert bzw. zu definieren versucht wurde. Dass sich schließlich der Raum um das herum krümmt, was sich darin befindet, und die Zeit sich darin mit zunehmender Geschwindigkeit selbst verliert, überrascht uns nicht mehr. Aber genau das sollte Anlass geben, darüber nachzudenken.

Zirkelbezug zwischen Zeitdilatation und Längenkontraktion

Excel-Tabelle zum Nachrechnen des Zirkelbezugs zwischen Zeitdilatation und Längenkontraktion

Wegen des verwirrenden Charakters seiner Theorie erscheint die Beschäftigung damit umso lohnenswerter. Der große Anreiz ging von der Idee aus, dass man in einen Kreis intellektuell herausragender Personen aufsteigen könne, in den Club derjenigen, die Einstein verstanden haben. Eine neue, moderne Defintion von Elite war gegeben worden, die der self made Nerds. Wissenschaft definiert sich nicht durch Glaubenssätze, sondern durch Wahrheit. Wahrheiten werden erkannt als Invariante und formuliert als Naturgesetz. Prinzipien hingegen sind keine Wahrheiten. Sie sind grundlegende, sehr plausible Annahmen. Das Relativitätsprinzip des Galileo befreit von der lästigen Suche nach dem Unveränderlichen in der absoluten Tiefe des Raums, die uns Aristoteles in Auftrag gab. Prinzipien sind belastbar wie Wahrheiten, im Formalen werden sie Axiome genannt. Prinzipien und Axiome gelten unbewiesen. Sie sind keine Glaubenssätze, sie werden aus Mangel an Alternativen, hilfsweise, an den Anfang gestellt, um Sätze daraus ableiten zu können.

Könnte etwas stimmen, daran?

Wenn wir einen Hund auf dem Gehsteig gegenüber beobachten, wie er von seinem eigenen Schwanz so hin und her geschubst wird, dass er mit seinem ganzen Rumpf zu wackeln beginnt, würden wir nicht sagen „Sein Schwanz wedelt“? Max Born wurde nicht müde, der speziellen Relativität jeglichen Anspruch auf Kausalität abzusprechen. So versuchte er, die Theorie Einsteins als alternative, aber insgesamt zweckmäßige Darstellung der Wirklichkeit kosmischer Verhältnisse zu beschreiben, als eine epistemologische. Zu Ende gedacht, konnte sie das aber nie gewesen sein. Noch vor der Entdeckung der Zentralperspektive war den Menschen klar, dass sie zwischen ihren Bildern auf ihrer Staffelei, ihren Bildern in ihrem Auge und der Realität zu unterscheiden haben. Ein Griff in das Auge bringt keinen Fisch, auch wenn da einer zu sehen war. Ein Griff in Einsteins Uhr jedoch, der bringt die Zeit hervor. Weil Einstein so viele Rätsel hinterlassen hat, kann man nicht mit letzter Gewissheit behaupten, dass seine Theorie nutzlos oder einfach nur verworren sei. Auch gelingt es nicht, zentrale Bausteine seiner Theorie als fehlerhaft oder widersprüchlich zu identifizieren. Seine Vorträge lesen sich wie klar verständliche Texte. In seinen Aussagen spiegelt sich Überzeugung.

Wert der Theorie

Einsteins Ideen lesen sich wie eine Reproduktion des Doppler-Effekts: In Richtung +v werden die Maßstäbe (Abstände) verkürzt und die Uhrendauern (gemessene Frequenzen) verkürzt, in der Gegenrichtung erfolgt das gleiche, nur mit umgekehrtem Vorzeichen: die Abstände werden vergrößert und die Uhrendauern verlängert. Einsteins Schlussfolgerungen, dass Raum und Zeit ein Verhältnis der Unzertrennlichkeit eingingen, sind Ausdruck mystischer Weltanschauung. Sie sind eventuell ein Fluchtreflex auf die gefühlte Unfähigkeit, Zeitabstände und Distanzen ohne verbindliche Ruheposition und ohne verbindliche Zeitmaße angeben zu müssen.

Die Flucht in die Raumzeit mündet in die Vorstellung, dass alle Bewegungen durch Verschieben von Anteilen zwischen dem System größtmöglicher Bewegung (ohne Dauer) in ein System größter Dauer (ohne Bewegung) dargestellt werden.

Diese Bilder sind ein Plagiat transzendenter Mystik. Wird doch auf diese Weise die Ewigkeit formal beschrieben und damit zugänglich gemacht für die moderne Welt wissenschaftlicher Anschauung, real und ontologisch, in der jeder Mensch nach dem Ende seiner menschlichen Existenz, beschrieben entlang seines Lebenspfades durch eine Bewegung von Dauer, ruhen wird, ohne Dauer. Das Bild, das Einstein von einer Existenz ohne Bedarf für Dauer entwirft, ist derart verführerisch für das menschliche Denken, dass seine Ideen trotz massiver Kritik und zahlreicher formaler Defizite persistieren, und zwar im Kernbereich der modernen wissenschaftlichen Weltauffassung.

Die Blockade ist Methode

Durch Einsteins Ideen wird der wissenschaftliche Fortschritt bei der Theorienbildung blockiert. Die Blockade erfolgt in doppelter Hinsicht: Die aus Einsteins Vorgehen durch Imitation zu erlernende Methode der kreativen Naivität, welche mit Axiomen die Natur festsetzt, gibt vielen jungen Wissenschaftlern eine fruchtlose Richtung vor: Der Grund für Einsteins Akzeptanz liegt in seinem Angebot von Transzendenz. Wissenschaftler, die sein Denken zu verstehen versuchen, werden die Wissenschaftlichkeit vergeblich suchen und scheitern. Die SRT und die ART sind nicht mit der physikalischen Weltauffassung über unbelebte Materie zu vereinbaren, welche mit Newtons „Actio=Reatio“ elementar und nahezu hinreichend beschrieben wird, denn Newtons Prinzip trennt Ursache von Wirkung und erhebt nicht das Staunen über die Logik und das Verstehen. LTFactor

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8 Gedanken zu “Vollkommen nutzlose Theorie

  1. Natürlich wäre noch zu erwähnen gewesen, dass man derzeit -wie immer wieder- aus Mangel an Alternativen keine andere Theorie anzubieten hat außer die Rel. Theorien. Das sollte jedoch niemanden daran hindern, sich auf die Suche nach Alternativen zu machen, der von staatlicher Seite dafür finanziert wird, wissenschaftliche Grundlagen zu erforschen und zu lehren und nicht etwa Meinung zu verkaufen.

    Außerdem ist unverständlich, weshalb die Menschen mit Verstand nicht kapieren, dass man eine zyklische Theorie nicht widerlegen kann. Ich kann nur aufzeigen, dass das SRT-Gebilde Zyklen hat:

    Ich zeige im Excelblatt praktisch und ausführlich, dass, um eine Strecke der Ruhelänge ds zu bereisen, ich wissen muss,

    1. mit welcher Geschwindigkeit ich diese durchfahren haben werde,
    2. um berechnen zu können,
    3. welcher Lorentzfaktor dafür gilt und
    4. welche Längenkontraktion daraus resultiert,
      um dann angeben zu können,
    5. wie lang die Strecke ds‘ speziell für meine Geschwindigkeit effektiv sein wird.

    Auf deutsch: Man muss vorher seine Geschwindigkeit und sein Ziel anmelden, bevor man eine Strecke bereist, damit der Raum weiß, wie lange die Distanz abgesteckt werden muss. Wenn das nicht vollständig absurd ist, was dann?

    Die Berechnung der Formeln in Excel muss seriell erfolgen. Wenn ich für die Distanz ds die Formel ds= (1+β)/α angebe, beziehe ich mich zwangsläufig auf ein noch ausstehendes Rechenergebnis, nämlich α=ds/(1-β), das die Zeitdauer des Hinwegs ausdrückt. Man wäre also gezwungen, die Zeitdauer des Hinwegs planerisch über ds abzuschätzen, wenn man ds‘ als effektive Distanz nicht vorher schon kennt.
    Indem ich dann jedoch ds‘ als γ(1-β²) berechnen kann, nutze ich den Ausweg, den der geniale Erfinder A. Einstein mir aufgezeigt hat.

    Ich liebe ihn.
    Er hat mir so geholfen.
    Danke!
    Er ist einfach genial.
    Ohne ihn wäre ich echt verloren gewesen.
    So sieht mein Held aus.
    Einstein, darf ich dich abknutschen?

    Fakt ist, lieber kranker Einstein, dass in der Realität, also in den unendlichen Weiten keine selbst ernannten Helfer soufflieren können. In der Theorie mag mein Held noch in der Lage sein, die Rolle des Raumflüsterers zu übernehmen und die Distanz anzusagen, damit die sich entsprechend einkürzt, in der Realität kann er das nicht.

    Warum nicht?
    Weil er mein Beta nicht kennt.
    Warum kennt er das Beta nicht?
    Weil ich es selbst nicht kenne.
    Warum kennst Du dein eigenes Beta nicht?
    Weil ich es noch nicht gefahren sein werde. Das Beta befindet sich zum Zeitpunkt der Frage noch als ungeklärter Wert in der Zukunft. Und das Beta laut Navi kann ich nicht verwenden, denn das ist nur eine grobe Schätzung, die nicht mit meiner Realität übereinstimmen muss, weil die noch nicht passiert ist, als ich gefragt wurde!
    Wie gut, dass es die Zeit gibt. Sie glättet alles so schön seriell.

    Die Existenz eines Zyklus in einem Netzwerk von Gedanken muss genügen, um das gesamte Netzwerk zu verwerfen. Wer es nicht verwirft, riskiert seinen Verstand. Und wer das wiederum nicht glaubt, der besuche die Spezialisten und frage dort einmal nach.

    Das ist alles nicht sehr witzig!

    • Lassen Sie mich Beispiele benennen, zum Beleg meiner Theorie, dass Menschen, die eine zyklische Theorie durchdenken müssen, ständig zwischen Momenten absoluter Klarheit („ja, so muss es sein“) und Momenten der totalen Verwirrung hin und herpendeln, ohne jemals zu einem klaren Resultat zu gelangen:

      Ein Paradoxon mehr aus Wikipedia:
      Das Maßstabsparadoxon scheint zu belegen, dass die SRT falsche Prognosen setzt, weil z.B. ein schräg landender Hubschrauber auf einem Landeplatz landen kann, der kleiner ist als er, ein senkrecht landender aber nicht. Begründend wird die Längenkontraktion des als bewegt beobachteten Landeplatzes genannt. Dass es ein Paradoxon sei, wird nicht schlüssig, weil laut SRT die Landefläche dem Piloten nur verkürzt erscheint. Im Übrigen wäre ein realer Verlust an Maßstäben, echten Murmeln oder echten Hubschraubern für die SRT kein Problem, wie das an der offiziellen Darstellung des Zwillingsparadoxons nachzulesen ist.

      In Wiki lesen wir:

      Die Beschreibung Fall (A) (Der Stab bewegt sich parallel auf das ruhende Loch zu) entspricht der Realität und ist richtig dargestellt.

      Unabhängig davon, dass man die Wortwahl als wenig gelungen einstufen mag, ist sie bemerkenswert, denn man spricht von „der Realität“ und subjektiv meint man das ja, was man sagt.

      Das vordere Ende des Stabes hat also das Loch viel früher durchstoßen als das hintere Ende des Stabes (betrachtet im System, das sich mit dem Stab mitbewegt). Dass das vordere Ende des „ruhenden“ Stabes das heranfliegende Loch zuerst durchquert, bedeutet anschaulich, dass das Loch nicht mehr parallel zum Stab fliegt, sondern verkippt erscheint, so dass sich korrekter Weise das folgende transformierte Bild für den Fall (B) ( Das Loch bewegt sich auf den ruhenden Stab zu) ergibt

      Dass ein vorderes Ende früher als ein hinteres Ende irgendwo durchläuft, das ist nun nicht neu, das kennt man als „Einfädeln“ beim Slalom. Spannend ist doch die Frage, ob die dy-Bewegung zwischen beiden Objekten klein genug ausfällt, so dass die dx-Bewegung hinreicht, um den Stab bis zum Rand der Öffnung zu bringen. Da ist leicht zu berechnen und erfordert nicht einmal eine Zeitdilatation.

      Das Problem dabei ist, dass der Stock niemals verkippt war, auch der Hubschrauber war es nicht. Wenn also der Stab das hintere Ende berührte, so musste er auch schon am kurzen Ende ankommen, weil der Stab an beiden Enden die gleiche y-Koordinate hat. Diese Identität der y-Koordinate gilt unabhängig von der zeitlichen Auffassung von „gleichzeitig“ auch für Lorentz-transformierte y-Koordinaten wegen der Reflexivität bzw., weil es sich um ein und die selbe Koordinate handelt. Damit der Stab da hindurch passt, immer unter der Annahme der ontologischen Loch-Verkürzung natürlich, braucht man eine Verkürzung in Flugrichtung, also diagonal. Diese müsste dazu führen, dass der Stab flacher wird, in der y-Ausdehnung. Und die würde ihm auch nicht helfen, weil die Abstände zur Platte vorne und hinten gleich sind.

      Aber egal, hier ist nur festzuhalten, dass

      1. „korrekter Weise“ das Loch
      2. „verkippt erscheint“, und dies bedeutet
      3. „anschaulich, dass das Loch nicht mehr parallel zum Stab fliegt.“

      Ich betone dabei die Worte „nicht mehr parallel„.

      Vgl. nun diese Worte in Wikipedia, die man nicht korrigiert bekommt, weil sie von unsichtbaren Gralshütern bewacht werden, des als heilig verehrten Einstein, der einen offenen Widerspruch als „nicht mehr synchron“ bezeichnet (EbK,1905). Die „eigentümliche Konsequenz“ heißt dort „So gehen nach Ankunft dieser Uhr in B die beiden Uhren nicht mehr synchron.“

      Die Menschen lernen durch Imitation. Die Imitation ist ein Mittel zum Zweck. Die wörtliche Übernahme von Worten und Gesten ist das Hinweis auf unvollständiges Lernen, wenn die Übertragung fehlt. Zyklische Theorien kann kein nenschliches Gehirn so verstehen, dass sie anwendbar werden.

      Fragen stelle ich keine mehr, weil -wie oben ausführlich dargestellt- hier offensichtlich zwischen epistemologischen Aussagen und ontologischen Effekten hin- und her gekippt wird, ohne dass es auffällt oder gar als Problem aufgenommen wird.

      Den Pfad der logischen Herleitung der Begründung im Wikipedia-Eintrag zum Thema Maßstabsparadoxon kann man auch viel, viel kürzer schreiben, ohne dabei in Gefahr zu geraten, Inhalt zu verlieren:

      Der Stab passt aus der Sicht des Stabpiloten durch das Loch,
      weil „das Loch nicht mehr parallel zum Stab fliegt“.

      Und dann bleibt noch Platz für:

      Und das ist gut so!

  2. Einstein, wenn Dein 1905er Relativitätsprinzip allgemeingültig wäre, dürfte das Erscheinungsbild ausnahmslos aller physikalischer Prozesse nicht vom Bewegungszustand des Bezugssystems abhängen: Wir dürfen also niemals in der Lage sein, unseren Bewegungszustand zu detektieren. Was muss man also unternehmen, um jede Abhängigkeit vom Bewegungszustand los zu werden?

    Nichts, eigentlich. Weil ja nichts existiert, was davon abhängt:
    Haste keine Decke brauchste keine Lampe.

    Dann erklär mir bitte, kranker Einstein, wozu du diese Zange brauchst, diese
    Gamma-Zange,
    Gamma-Hammer
    diesen Gamma-Hammer meine ich natürlich.

    Der Gamma-Hammer fällt aus der LT heraus, wenn man ct einsetzt anstelle von x und ct‘ anstelle von x‘.
    • Was hat er dabei für eine Bedeutung?
    • Warum kommt da überhaupt ein eindeutiger Wert heraus?
    Der Wert bedeutet nichts anderes als das, was hingeschrieben wurde: Die Gleichung, umformuliert, einfachere Darstellung. Wenn die Gleichung als Frage formuliert worden wäre, was hätte man fragen müssen?

    So etwas wie:
    Unter welchen Bedingungen ist die Invarianz der LG erfüllt?

    Und was kommt da heraus als Antwort?

    So etwas wie:
    Unter genau dieser Bedingung ist die Invarianz der LG erfüllt?

    Und was kommt in den Umkehrschluss?

    Vielleicht so etwas wie:
    Unter allen anderen Bedingungen ist die Invarianz der LG nicht erfüllt?

    Richtig, Einstein. Kluger Einstein!
    Weisst du, Einstein, das sollte eigentlich genügen, um die Theoriefähigkeit und Allgemeingültigkeit deiner Überlegungen in Frage zu stellen. Sie kommen nämlich theorielos daher, und sie sind nicht geeignet zum Verstehen. Theorien sollen immer die Vermittler sein, die beim Verstehen von Beobachtungen o.ä. eine Erklärung für das nicht Offensichtliche (im übertragenen Sinne) beisteuern. Eine Erklärung bietet mir persönlich dein Gamma-Hammer nicht. Es mag daran liegen, dass ich Akkuschrauber bevorzuge, aber Gewissheit entsteht durch dieses Wissen auch nicht.

    Er zeigt mir nur, wie man vorgehen muss, um ans Ziel zu kommen. Nach meiner persönlichen Vorstellung von Entwürfen für Gebäude kosmischen Ausmaßes darf man keinen Hammer einsetzen, um zwei (relativ simple, zueinander aber offensichtlich ex ante unverträgliche) Prinzipien zusammenzufügen. Oder sollte ich jetzt „hämmern“ sagen?

    Noch etwas muss ich loswerden, diese lästige Abhängigkeit vom Bewegungszustand: Galileo hat das vollzogen, indem er einfach nichts gemacht hat. Auf seinem fahrenden Schiff gab es nicht einmal eine Option, um an den Bewegungszustand heranzukommen. Er brauchte nichts zu tun, denn seine Koordinaten waren von Anfang an um den vt-Anteil der eigenen Bewegung verkürzt. Das hat doch im Kern und ursächlich nichts damit zu tun, dass die Bewegung nicht existierte. Die Ursache ist, dass man die eigene Bewegung nicht wahrnehmen kann. In der Psychologie ist das weitaus klarer erkannt worden: Jeder Mensch, der Teil eines Prozesses ist, ist blind gegenüber diesem Prozess.
    Blind sein für die eigenen Bewegungen, das gilt nicht bloß für unsere Augen und unsere Lider, es gilt für alles, was sich bewegen kann. Demnach, lieber kranker Einstein, wäre es ein im Ansatz bereits erkennbarer Fauxpas, wenn man dieses primäre und allgemeine Defizit per Gamma-Hammer herstellen müsste.

    Aber das Gamma-Quadrat könnte doch genau der blinde Fleck sein, der allen bewegten Systemen gemein ist, nicht wahr?

    Angenommen, der blinde Fleck hätte die Form γ²=1/(1-β²). Diese Form müsste gemäß Prinzip R(1905) in jedem System gleich sein. Wenn man jetzt das Wort „jedes“ so ganz genau (wie es Euklid meinte) nimmt, dann darf da nicht hineinspielen, dass dieses System einmal schnell und einmal langsam fährt, einmal ein kleines und einmal ein großes β hat. Die geforderte Gleichheit der Form dürfte bei Euklid kein Scheunentor (oder Wurmloch) aufmachen, das nur dazu diente, die Form, aber nicht ihren Inhalt zu wahren. Aber diese Strenge lasse ich weg. Ich stelle nur fest, dass die Blindheit auf allen Seiten gleich sein müsste.
    Daher ist es unmöglich, auf Galileos Schiff blind zu sein für die Schiffsbewegung und auch als beobachtender Wal genauso blind zu sein für die Schiffsbewegung, die ja eine fremde Bewegung darstellt. Wenn der Wal hingegen seine eigene Bewegung mit γ² ausblendet, könnte er die Schiffsbewegung erkennen. So wäre die von beiden Seiten nicht ausgeblendete, verbleibende Bewegung die relative. Diese Auffassung von Gegenverkehr ist plausibel und erscheint uns alltäglich: Die Gemeinsamkeiten von zwei Objekten werden als gleich erkannt und davon wird abstrahiert, oder auch ausgeblendet. Das Resultierende kann differenziert untersucht werden.

    Nun wende ich jedoch, als ontologisch denkender Einstein, auf die resultierende Bewegung, auf beiden Seiten den gleichen Faktor Wurzel(γ²) an, obwohl ich vorher -vermutlich ehrlich drein blickend- versprochen hatte, dass ich damit nur dasjenige ausblende, was die Beobachter nicht wahrnehmen können. Das klappt nicht.

    Vom logischen Standpunkt aus: Nur das Gleiche kann man abstrahieren oder ausblenden, ohne dabei etwas zu verlieren, und nur in jenen Fällen, wo es auf Unterschiede ankommt. Der gleiche Faktor für beide Systeme ist kein Blendfaktor, vielmehr Blendwerk.
    Formal kann man γ² auch so in die Lorentz Transformation einsetzen, dass nicht zwei Faktoren γ den Anschein der Symmetrie geben, sondern ein einzelner Faktor γ² den Anschein eines strukturellen Defizits offenlegt. Stichwort: Hammer vergessen.

    Licht ist nämlich nicht relativ, wenn es die Bewegung unserer Lichtquellen nicht mitmacht. Es wird auch nicht relativ, etwa dadurch, dass man es vom Lorentzfaktor betreuen lässt.

  3. Ich stieß durch Zufall auf diesen Artikel und muss eingestehen, der Titel ist passend gewählt. Allerdings weniger in Bezug auf die RT, sondern auf den Artikel selbst. Ein vollkommen nutzloser Aufsatz.

    Was möchte dieses geistige Machwerk eigentlich werden, wenn es denn mal erwachsen werden sollte? Eine physikalische, mathematische, philosophische oder gar psychologische Kritik der Einsteinschen Relativitätstheorien? Ich vermag, vermutlich aufgrund meiner Unzulänglichkeiten, derzeit nicht mehr zu erkennen als ein undefinierbares und unstrukturiertes Potpourri, auf das eigentlich noch eine ganze Reihe von anderen Un-Adjektiven passen, gespickt mit rhetorischem Slapstick, welcher sind in fiktiven und kindlichen Zwiegesprächen mit Einstein niederschlägt. Seriös sieht jedenfalls anders aus. Der Autor, soviel steht freilich fest, hat nicht das mindesten Recht Einstein als „krank“ zu titulieren – ein wenig Selbstreflexion wäre hier durchaus angebracht.

    Zur Sache: Der Autor spricht der SRT, und damit vermutlich auch der daraus folgenden ART, die Theoriefähigkeit ab. Glückwunsch, wenn das nicht mal ganz was Neues ist! Ich möchte, u.a. aus Zeit- und Lustgründen, nicht näher
    auf die Argumentation eingehen. Dennoch, gehen wir, um der Dikussion willen, einmal für fünf Minuten davon aus, der Autor hätte Recht und die SRT/ART wären nicht das, wofür Physiker rund um den Globus sie seit 100 Jahren halten. Kann er ein alternatives Erklärungsmodell auf Basis der Fakten anbieten? Vermag er zu anderen Schlussfolgerungen für die beobachteten Eigenschaften der Lichtgeschwindigkeit zu kommen als Einstein damals? Kann er erklären, warum diese „Nicht-Theorie“ dennoch so viel zu leisten vermag? Ich meine auch ihm werden die zahlreichen Verifikationsexperimente sicherlich kaum entgangen sein, wo er doch soviel liest.

    Nein, nein, ich bleibe bei meinem Urteil: Ein eher schwaches Licht unter den Antirelativisten, das weniger lesen und mehr verstehen sollte.

  4. WIE SCHNELL IST NIX PASSIERT

    Wer im Kreis denkt, spart sich die Erkenntnis.

    Wer im Kreis denkt, spart sich den Durchblick.

    Wer im Kreis geht, spart sich den Rückweg.

    Wer nur Spaghetti isst,
    der braucht Kartoffeln nicht zu kochen.

    Wer sein Maul hält und sich hinlegt,
    der braucht keine Angst zu haben,
    vor den Risiken.

    IN ÜBERSCHAUBARKEIT LEBEN IST NE KLEINIGKEIT
    WENN MAN IM DUNKELN KRAMT UND NIX GROßES PLANT
    WIE SCHNELL WIE SCHNELL WIE SCHNELL
    WIE SCHNELL IST NIX PASSIERT
    UND GANZ EGAL WOHIN DAS FÜHRT

    WER IM KREIS DENKT SPART SICH DEN DURCHBLICK
    WER NUR DIE MÖBEL KAUFT DIE ALLE HABEN
    BRAUCHT AUCH NICHT ZU WOHNEN

    UND GANZ EGAL WOHIN DAS FÜHRT
    WER SCHON TOD LEBT SPART SICH DIE BEERDIGUNG

  5. Es muss einen Grund haben, warum die Menschen nach 110 Jahren nicht auf die richtige Lösung für das Problem der LG-Inv gekommen sind. Evtl. haben sie sogar gedacht, es sei mit einem Axiom erledigt.

    Wie wird man Opfer einer naiv-axiomatischen Weltsicht?

    „Da ist, wenn Licht fertig ist mit laufen.“
    „Fertig ist, wenn Licht da ist.“

    „Uhren für das Ablesen von Dauer braucht man nicht, denn Licht kommt pünktlich überall hin.“
    „Später ist es, wenn man fremde Uhren abliest.“
    „Jünger bleibst du, wenn der Strom ausfällt.“

    Naivität ist im allgemeinen ein Merkmal von Religionen, denn die daraus resultierenden Weltauffassungen sind nicht verifizierbar. Dass man die RT nicht verstehen könne, sondern seine Auffassungen anpassen solle, diese Aussage stammt von einem ihrer Protagonisten, Richard Feynman.

    Wäre es nicht eine bessere, schönere und freundlichere Welt, wenn man sie unabhängig vom eigenen Wissensstand vollständig begreifen könnte? Also sollte unsere Welt doch genau so sein!
    Das ist Naivität, Naivität mit Axiomen.

    Was hat man Einstein alles abräumen lassen?

    • Das Verständnis von Zeit als Universalzeit, die das gedankliche Jetzt zeitinvariant und ortsinvariant implementiert.
    • Das Verständnis von Dauer als Universalintervall, das zeitinvariant und ortsinvariant implementiert werden kann, obwohl wir die Invarianz gegen die zeitliche Verschiebung prinzipiell nicht verifizieren können.
    • Die Unterscheidung von Zeitpunkt und Zeitdauer und damit das Verständnis von Gleichzeitigkeit.
    • Das Verständnis von Längen als bewegungsinvariante Größen.
    • Das Verständnis von Kraft als Reaktion auf eine Impulsänderung und als notwendige Folge der Impulserhaltung.
    • Das Verständnis von Ursache und Wirkung wurde durch den Angriff auf das Zeitverständnis unklar.
    • Das Verständnis von wahr und falsch als wissensunabhängige Prädikationen wurde relativiert.

    Nach Auffassung der Theorie soll die Natur so beschaffen sein, dass die Naturkonstanten in jedem Bewegungszustand gleichermaßen zu bestimmen sind. Ohne die Annahme der Invarianz der Messobjekte gegenüber dem Messvorgang wäre jede Messung zwecklos. Die Annahme ist eine Aufforderung an den Experimentator, die mögliche Verfälschung der Messwerte aufgrund der Messsituation sowie falscher Prämissen genauestens zu überprüfen.

    Das ist verschieden zu jenem kategorischen Imperativ an die Natur, den die theoretische Physik seit über hundert Jahren zu pflegen scheint: Falsche Messwerte aufgrund dummer Messvorrichtungen, die sich im wesentlichen selbst bemessen und somit nicht ansatzweise invariant gegenüber den Messobjekten bleiben können, seien prinzipienbedingt ausgeschlossen, da die Naturgesetze so beschaffen sein müssen, dass sie jeder bestimmen kann, und seien die Messideen noch so naiv.

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