Homo-Ehe: Unverbindlich sei die Norm!

Homo-Paare nehmen am Wettbewerb um die attraktiven Fortpflanzungspartner gar nicht erst teil. Sie verweigern sich, nehmen den Bypass. Unsere Gesellschaft scheint diese Haltung anzuerkennen oder sogar gleichzustellen, mit dem von der Evolution entwickelten System.

Die Entscheidung über die Einführung der Homo-Ehe, die von der irischen Bevölkerung vorgelegt wurde, auch im Protest gegen die kirchliche Bevormundung, wird von den Lobbyisten der weltoffenen Gesellschaft auf Auftrag verstanden, in ganz Europa die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare durchzusetzen.

Das Ansinnen erscheint auf den ersten Blick vernünftig, denn die geistige Potenz des Menschen ist seinen körperlichen Voraussetzungen längst entstiegen. Die vom menschlichen Geist ersonnene Technik bestimmt heute den Alltag. Körperliche Voraussetzungen, Neigungen und Beschränkungen, auch die geschlechtsspezifischer Art, haben längst ihren Einfluss auf die Lebensgestaltung verloren.

Der Weg in die Beliebigkeit

Oder entspricht die Homo-Ehe lediglich einem allgemein zu beobachtenden Trend zum Laissez faire, jener anstrengungslosen Beliebigkeit, die sich zunehmend als Orientierungsersatz in einem eingekifften Nebel aus Gleichgültigkeit etabliert? Spiele mit der Beliebigkeit:

  • Ich würde keinem Geschwister-Paar das Recht geben, Kinder zu bekommen. Sie produzieren mit höchster Wahrscheinlichkeit körperlich und geistig behinderte Kinder mit geringen Aussichten auf ein erfülltes Leben und ohne einen Gewinn für den Genpool der Menschen.
  • Ich würde keiner 65-Jährigen das Recht geben, Kinder auszutragen. Sie produziert nämlich mit höchster Wahrscheinlichkeit körperlich und geistig behinderte Kinder, deren Betreuung sie erfolgreich auf die Gemeinschaft aller Steuerzahler überwälzt.
  • Ich würde keinem gleichgeschlechtlichen Paar das Recht geben, Kinder zu bekommen.

Warum will ich das nicht?

Intuitiv lehne ich die Homo-Ehe ab, weil ich mir kein Homo-Pärchen als Eltern vorstellen kann. Die meisten Schwulen, die ich im Laufe meines Lebens kennengelernt habe, waren so sehr mit ihren Beziehungsthemen beschäftigt, dass an Kinder nicht zu denken war. Vielfach hatte ich den Eindruck, mit Kindern zu sprechen, die sich als Erwachsene verkleidet hatten. Lesben kenne ich nur wenige, doch sind Frauen weitaus pragmatischer veranlagt. Daher wäre es für mich vorstellbar, dass zwei Frauen gemeinsam Kinder bekommen und erziehen. Also müsste ich den Männern verweigern, was ich den Frauen zusprechen würde?

Fast wäre ich geneigt gewesen, zu sagen, aus persönlichen Gründen lehne ich die Homo-Ehe ab: Weil ich das Verhalten der Schwulen und Lesben für aufgesetzt, übertrieben, sexistisch und burlesk empfinde. Weil mich Bilder von schwuler Sexualpraxis zutiefst abstoßen und verstören. Weil es sich falsch anfühlt, wenn Männer mit Männern und Frauen mit Frauen ‚herummachen‘.

Meine Abneigung ist begründet

Ich halte meine eigene Sexualität für richtig, schön und zielführend, in der Weise, dass ich mein Leben danach ausrichten und ich mich davon leiten lassen kann, dass mein Fortpflanzungstrieb mich zu einem Sexualpartner führt, mit dem ich glücklich sein werde. Das Ziel meines Lebens, meine Erfahrung und meine Gene weiterzugeben, werde ich auf diese Weise erreichen.

Kann ich dabei die Sexualität des ‚schnellen Rammelns‘, des ‚one night stand‘, des ‚fuck to go‘ ebenso für richtig halten? Beides geht in meinem Kopf nicht zusammen. Das ‚fuck to go‘ ist Sex ohne Folgen, sofern man die Ansteckungsrisiken beiseitelässt. Das ‚fuck to go‘ hat das Ziel, den Hormonstau zu beenden. Die Planung einer Familie und der Kinderwunsch gehören nicht dazu.

Man hat versucht, klar zu stellen, dass schwule Männer auch Kinder zeugen könnten und Lesben auch auf natürliche Weise empfangen könnten. Daher sei der Einwand fehlender Fertilität nicht berechtigt, wenn es um die Homo-Ehe geht. Wie es scheint, braucht man sich nur lange genug mit einem Thema zu befassen und hinreichend viel darüber zu lernen, um jedes Argument relativieren zu können.

Weil sie nur an sich denken

  • Ich würde keinem Geschwister-Paar das Recht geben, Kinder zu bekommen, weil sie nur an sich und nicht an das Wohl der Kinder denken.
  • Ich würde keiner 65-Jährigen das Recht geben, Kinder auszutragen,  weil sie nur an sich denkt und nicht das Wohl der Kinder beachtet.
  • Ich würde keinem gleichgeschlechtlichen Paar das Recht geben,  Kinder zu bekommen, egal auf welchem Weg, weil sie nur an sich denken, wenn sie Sex meinen. Ihr Sex schließt Kinder aus.
  • Man kann homosexuellen Paaren nicht unterstellen, dass  sie Beziehungen eingehen mit dem Ziel, Kinder zu bekommen.

Mein Angebot steht!

Auch ich, als heterosexueller Mann, wäre wohl in der Lage, auf natürliche Weise, wie das einst Giocangga getan haben soll, Tausende von Nachkommen zu zeugen, denn es entspricht meinem biologischen Muster. Warum mache ich das eigentlich nicht? Besser noch: Warum habe ich das eigentlich nie versucht?

Tausend Kinder für mich, jetzt!

Je länger ich darüber nachdenke, umso klarer erscheint mir dieser Wunsch: Wenn die Schwulen und Lesben ihr Recht bekommen,

  • auf der einen Seite ihrer Lust zu frönen und
  • auf der anderen Seite jeder Konsequenz zu entkommen,

dann will ich das auch! Jeder will das. Ich möchte

  • meinen gewaltigen Trieb nach möglichst vielen, intelligenten, kräftigen Nachkommen ausleben und
  • auf der anderen Seite aber nur eine normale, kleine Familie haben, mit der ich glücklich und ohne Stress leben kann.

Genau, das war schon immer mein tiefer Wunsch: Es gibt da draußen so viele Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch, genau genommen sind es mindestens 2,8 Millionen Frauen, bzw. der Frauenanteil der 25- bis 45-jährigen ungewollt Kinderlosen, und das passt hervorragend zu meinem angeborenen Fortpflanzungstrieb wie auch zu meiner ebenfalls angeborenen Hilfsbereitschaft. Ich möchte möglichst viele Nachkommen und zugleich möglichst viele Frauen glücklich machen. Ich werde Ed Houben übertrumpfen! Wer will schon holländische Babys, wenn er süße deutsche Babys bekommen kann?

Selbstverständlich müssen die Frauen, mit denen ich schlafen werde, mir schriftlich versichern, dass sie den Vater ihres Kinders nicht kennen, niemals kannten und niemals kennen werden. Ein notwendiger Effekt daraus wird sein, dass ich für kein einziges meiner Kinder unterhaltspflichtig sein werde und in nahezu allen Fällen die Gemeinschaft der deutschen Steuerzahler für mich einspringen wird. Ich reibe mir jetzt schon die angefeuchteten Hände: Das wird ein Fest!

Frei nach Peter Fox: „Ich habe zweihundert Kinder und meine Frauen waren schön.“

Wo sind die Grenzen, die mein Gedankenspiel in die Absurdität treiben?

  1. Werde ich am Gesetz scheitern? Nein, kein Gesetz verbietet einvernehmlichen Ü25-Sex.
  2. Werde ich Schwierigkeiten haben, willige Frauen zu finden? Nein, im Internet schreit man förmlich nach beweglichen Spermien.
  3. Werde ich von den Folgekosten überrollt? Nein, ich bin rechtlich hinreichend abgesichert.

Dieses Verhalten könnte jedoch unsere rechtsstaatliche Ordnung herausfordern:

Die einen leben ihre Triebe aus, die anderen zahlen dafür.

Vermutlich wird das jedoch niemandem auffallen.

How come?

Bekanntlich hat die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel Folgen für die Partnerwahl der Frau: Nicht mehr der attraktivste und potenteste Partner wird gewählt, sondern der mit der größten Brieftasche. Auch auf das weibliche Gehirn wirkt die Pille: Effekte auf Lernen, Gedächtnis,  Bindungsfähigkeit und Stressresistenz sind nachgewiesen. Bekanntlich hält die Tendenz zur späteren Erstgeburt an: Gegenwärtig liegt der Mittelwert bei 30,2 Jahre, im Jahr 2000 lag er bei 29,0. Das Risiko für Frühgeburten steigt, die Zahl der Kinder mit Förderbedarf (früher: Sonderschulkinder) steigt mit. Das Gesundheitsverhalten (S.30) hat dabei großen Einfluss. Ab Mitte 30 steigt mit dem Lebensalter der Mutter das Frühgeburtsrisiko stark an, jenseits der 40 wird es schon verdoppelt.

Ziel und Risiko

Der Zweck einer Ehe ist die Familiengründung. Dieser Zweck ist bei homosexuellen Paaren nicht zu erkennen, denn durch den Austausch von Körperflüssigkeiten oder sogar intakter Keimzellen gleicher Geschlechter gelingt keine Befruchtung. Wenn nun Argumente in der Weise beigebracht werden, dass mit medizintechnischer Hilfe oder durch den temporären Beistand Dritter die Fortpflanzung allenthalben möglich sei, werden diese Gegenfragen aufgeworfen:

  • Ist die IVF-Methode beim Menschen frei von Risiken und Spätfolgen, so dass sie an die Stelle der natürlichen Empfängnis gesetzt werden kann?
  • Sind die Rechte der Ungenannten, die der leiblichen Eltern auf ihr Kind und die des Kindes auf Fürsorge durch seine Eltern, ausreichend gewürdigt?

Mit der Einführung der Homo-Ehe bricht deutlich mehr zusammen als nur ein Pfeiler erzkonservativer Tradition.

Seit den 70er Jahren kam es in den entwickelten Ländern westlicher Prägung zu einer Trennung von

  • Sexualität (als Trieb und Lustfaktor) und
  • Fortpflanzung (als Erhaltungs- und Zielgröße einer Population).

In der Folge sanken die Geburtenraten drastisch. Die Reproduktion der deutschen Bevölkerung war nur bis zum Jahr 1970 gegeben. Bei der aktuellen Fertilitätsrate von 1.4 zählt inzwischen jedes Frühchen, selbst wenn dessen Brutkastenzeit mit mehr als 100.000 EUR zu Buche schlägt und die Aussichten, dass daraus eine Folgegeneration erwachsen wird, sehr gering ausfallen. Die Versorgung von nicht lebensfähigen Neugeborenen um jeden Preis steht in direktem Kontrast zur Zahl der Schwangerschaftsabbrüche: Im Jahr 2013 wurden 102.800 Abtreibungen in Deutschland vorgenommen, in 2014 sank die Zahl auf 99.715, dank der Pille gegen Verhütungspannen wird die Zahl weiter sinken.

„Verhütungspanne“ als Vorname? Anstatt „hinterm Bierzelt“ (ab 4:40), warum nicht?

Biologisch ist der funktionale Zusammenhang zwischen Sex und Fortpflanzung bei allen Säugetieren verankert. Für uns Menschen stellen beide Prozesse zusammen die tiefsten emotionalen Erfahrungen. 70% aller Geburten sind ungeplant: Das deutet auf das Versagen der menschlichen Planungsfähigkeit hin. Der Sexualtrieb ist nach wie vor dominant für die menschliche Fortpflanzung.

Frauen wünschen sich im Durchschnitt 1,7 Kinder, gebären aber durchschnittlich nur 1,4. Ungewollt kinderlose Paare unternehmen enorme Anstrengungen, um ihr Fortpflanzungsziel zu erreichen. Die Ursachen der Infertilität sind vielschichtig. Die persönliche Lebensführung scheint großen Einfluss zu nehmen, aber auch psychische Faktoren werden genannt.

  • 13% der Kinderlosen sind es ungewollt,
  • 15% der Eltern haben einen unerfüllten Kinderwunsch.

Die Trennung von Sexualtrieb und Fortpflanzung ist durch die hormonelle Verhütung praxistauglich geworden. Der Familiengründung geht heute eine lange Periode größter sexueller Aktivität voraus, mindestens zwölf Jahre Sex mit Verhütung.

Ist es denkbar, dass bei einer Spezies, die über 99,99% der Geschlechtsakte unter der Bedingung ausführt, dass sie fruchtlos bleiben, eine Mutation eingetreten ist? Vermehrt werden Menschen geboren, die keine Kinder mehr bekommen können, sei es, weil ihre sexuelle Neigung das verhindert, weil es den Spermien an Beweglichkeit fehlt, weil sie wegen Azoospermie gänzlich fehlen oder wegen Endometriose chancenlos bleiben. Die Liste der Diagnosen in der Fortpflanzungsmedizin ist lang.

Da passt es gut zusammen und nicht nur zufällig, dass weltweit ein Wettbewerb um die genetische Präimplantationsdiagnostik eingesetzt hat: Derjenige Konzern oder diejenige Nation, die es schaffen, die besten Gene zusammenzukleben, werden den globalen Wettbewerb um die schnellsten Autos mit den größten Abgasanlagen und die letzten Ressourcen auf diesem Planeten gewinnen.

Der Mensch wird durch die genetische Optimierung zu einem Kunstprodukt, von dem jeder Genom-Owner später über sich sagen kann: „Ging das nicht besser? Ich will ein Upgrade!“

Die meisten Paare heiraten erst, wenn ein Kind ‚unterwegs‘ ist. Mit der Familiengründung versprechen sie, miteinander zu leben, jedoch wird jede zweite Ehe und nach spätestens 14 Jahren geschieden. Die Folgen für die Kinder sind langwierig. Angesichts der erfolglosen Versuche, im traditionellen Familienmodell die Reproduktion zu erzielen, plädieren viele dafür, homosexuelle Paare auch hinsichtlich ihres Kinderwunsches gleichzustellen, mit allen ungewollt Kinderlosen.

Man kann die Zeit vor der Familiengründung so charakterisieren, dass die sexuelle Aktivität von der Fortpflanzung abgekoppelt wird.

Nach der Familiengründung ist gemeinsame sexuelle Aktivität die Regel, die Fortpflanzung jedoch weiterhin die Ausnahme. Allerdings erscheint die Zuneigung und sexuelle Lust der Eltern konsequent umgesetzt: In der gemeinschaftlichen Erzeugung neuen Lebens. Die Kinder sind eine Konsequenz gemeinsamer Handlungen ihrer Eltern. Das ist eine gewaltige Potenz: Die Schaffung neuen menschlichen Lebens, aber auch eine gewaltige Verantwortung, die angesichts komplexer Umweltbedingungen abschreckend wirken kann. Allein der Stress, der von und in den Schulen verursacht wird, könnte genügen.

Den Kindern, die ihre biologischen Eltern um sich haben, wird es leicht fallen, festzustellen, wer sie sind: Sie sind das Beste, was ihre Eltern gemeinsam geschafft haben. Ihre Fähigkeiten und Neigungen lassen sich entdecken, speziell im Vergleich mit den Eltern, die das Eine oder das Andere so nicht beherrschen, darunter auch diverse Spielkonsolen.

Die biologischen Eltern können an ihren Kindern oft eigene Charakterzüge wiederentdecken oder die ihres Partners. Vielfach sind sogar Verhaltensmuster zu erkennen, die man von Geschwistern aus der eigenen Kindheit kennt. Das Kennenlernen der eigenen Kinder ist wie eine Reise zum Ich, eine Erklärung für das ‚So und nicht Anders‘, eine Entdeckung und eine große Freude darüber hinaus. So wird man nicht bereit sein, einem Menschen, der den Kinderwunsch verspürt, diesen zu versagen. Doch wessen Nachwuchs ist das?

Einer von beiden Homosexuellen ist nach dem jetzigen Stand der Technik ohne Nachkommen, und eine Person außerhalb ist der Dumme: Sie hat einen Nachkommen, aber kein Recht darauf. In dieser Konstellation sind Konflikte vorprogrammiert: Der Neid gegenüber dem anderen, der ein Kind hat, mit dem er sich wahrscheinlich sehr gut versteht und die Trauer um das Kind, das man nicht haben und nicht einmal sehen darf, weil es kein Umgangsrecht für Leihmütter und Samengeber geben kann. Wer also Konflikte programmieren möchte, führe die Homo-Ehe ein, setze die notwendigen Rahmenbedingungen für Leihmutterschaft und Samenabgabe fest und warte ab. Ein Drittel aller kinderlosen Männer bedauern nicht einmal, keine Kinder zu haben.

Mit der Homo-Ehe wird ein Prinzip aufgelöst, das die Logik auf der Grundlage von Folgen menschlicher Handlungen definiert.

Die Homo-Eltern leben ihre Lust so aus wie es ihre Natur ist, die von ihnen organisierten Kinder sind jedoch nicht die Konsequenz ihrer Zuneigung, ihres Triebs, ihrer Lust aufeinander oder ihrer gemeinsamen sexuellen Handlungen. Ihre Kinder sind geborgt von anderen, die bereit waren, etwas wegzugeben, was ihnen nicht wertvoll erschien. Die Frage ist dann:

  • Wie werden die Kinder das später beurteilen?
  • Können sie das, was ihre Eltern vormachen, konsistent übernehmen?

Bei allen Fragen, die Jugendliche umtreibt, brennt die Frage „Was kann ich?“ am meisten. Gibt der Elternvergleich darauf keine Antwort, ist Unsicherheit die Folge. Die Beschwichtigung der Eltern schließt sich an, dann folgt die pubertäre Provokation, die den Eltern tief weh tun wird: „Ihr könnt doch gar keine Kinder machen!

Die Kinder wollen wissen, woher sie kommen, nicht zuletzt auch, um abschätzen zu können, wohin die Reise gehen kann oder, von wo sie zwingend wegführen muss. Die Kinder werden früher oder später das Defizit ihrer Eltern ansprechen, dass ihre Liebe fruchtlos ist, und sie werden dabei nicht sehr zurückhaltend sein, wenn es nicht offen vorgelebt wurde.

Man kann klar erkennen, dass mit der Homo-Ehe die Auftrennung von Sexualität und Fortpflanzung endgültig vollzogen wird. Nach diesem Schritt werden alle Modelle menschlicher Fortpflanzung gleichwertig nebeneinander stehen. Es wird keine Rolle mehr spielen, ob jemand das lebt, was er predigt oder nicht.

Homosexuelle begehren das gleiche Geschlecht, lehnen es jedoch ab, die triviale Konsequenz hinzunehmen, kinderlos zu leben. Der Clou an der Fortpflanzung ist, dass es niemandem alleine gelingt. Man braucht immer zwei Verschiedene, die das Gleiche wollen. Wenn zwei Gleiche das Gleiche wollen, klappt die Schaffung neuen Lebens nicht. Weil zweimal das Gleiche wiederum gleich wäre mit dem einen, dem Ersten, der sich alleine nicht fortpflanzen kann. Das Varianzprinzip dient der Erhaltung der genetischen Vielfalt.

Ich respektiere die Natur und die Evolution. Daher bin nicht berechtigt, Chancen zu verteilen, die die Natur nicht gibt. Ich kann nicht klüger sein als Milliarden Jahre Evolution.

Chancen verteilt die Natur.

Jeder muss mit den Fähigkeiten, die er von der Natur erhält, auskommen. Ich auch.

Mich zu fragen, ob das schwule Paar nebenan Kinder adoptieren dürfe, ist Unsinn: Das habe ich nicht zu entscheiden, das entschied die Natur. Mich zu fragen, ob der pädophile Nachbar seine zwölfjährige Geliebte heiraten oder gar anschließend adoptieren dürfe, ist Unsinn: Das habe ich nicht zu entscheiden, das entschied längst schon die Evolution. Der Schutz der Kinder gelang unseren Vorfahren erst im Herdenverband. Wenn die Herde nicht mehr auf ihre Kinder aufpasst, etwa weil alle Mitglieder Wichtigeres zu tun haben, dann folgt u.a.:

Nicht nur in dem speziellen Fall meines pädophilen Nachbarn wird es die beschränkte Fähigkeit der Herde gewesen sein, das Kind vor traumatischen Erfahrungen samt Internet zu schützen. Es könnte meinem Nachbarn gelungen sein, per Livechat eine ‚wirklich tolle‘ Beziehung zu dem Mädchen aufzubauen und sie davon zu überzeugen, zum Islam zu konvertieren, einer Religion, die den Sex mit Minderjährigen nicht nur für legitim erachtet, sondern ausdrücklich in der Maxi-Variante mit vielen Jungfrauen als Belohnung darreicht.

Wenn meine Mitmenschen nun versuchen, im Koran nachzulesen, um zu klären, ob eine Zwölfjährige Sex haben dürfe, ist das nur ein weiterer Fall von Orientierungsverlust.

Tolerant ist, wer wegsieht

Das Wegsehen ist eine Maßnahme, um zu verhindern, dass man sich Beobachtungen aussetzt, die starke psychische Belastungen hervorrufen können. Mir fällt es schwer -und je älter ich werde, um so mehr- die Zustände in meiner Umgebung emotionslos und reaktionslos hinzunehmen. Leider ist meine Kompensationsstrategie die gleiche wie die vieler, die tagtäglich zur Toleranz aufgefordert werden: Wegsehen.

Eine Gesellschaft von Wegsehern funktioniert nicht

Eine funktionslose Weltgemeinschaft namens UN, die wegsieht, wenn Gewalt und Terror immer mehr Macht, wie etwa im nahen Osten, gewinnen, haben wir bereits. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Toleranz-Strategie des Wegsehens ein globaler Trend ist, der gerade erst begonnen hat, zu uns hereinzuschwappen. Happy Weg!

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