Homo-Ehe: Unverbindlich sei die Norm!

Homo-Paare nehmen am Wettbewerb um die attraktiven Fortpflanzungspartner gar nicht erst teil. Sie verweigern sich, nehmen den Bypass. Unsere Gesellschaft scheint diese Haltung anzuerkennen oder sogar gleichzustellen, mit dem von der Evolution entwickelten System.

Die Entscheidung über die Einführung der Homo-Ehe, die von der irischen Bevölkerung vorgelegt wurde, auch im Protest gegen die kirchliche Bevormundung, wird von den Lobbyisten der weltoffenen Gesellschaft auf Auftrag verstanden, in ganz Europa die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare durchzusetzen.

Das Ansinnen erscheint auf den ersten Blick vernünftig, denn die geistige Potenz des Menschen ist seinen körperlichen Voraussetzungen längst entstiegen. Die vom menschlichen Geist ersonnene Technik bestimmt heute den Alltag. Körperliche Voraussetzungen, Neigungen und Beschränkungen, auch die geschlechtsspezifischer Art, haben längst ihren Einfluss auf die Lebensgestaltung verloren.

Der Weg in die Beliebigkeit

Oder entspricht die Homo-Ehe lediglich einem allgemein zu beobachtenden Trend zum Laissez faire, jener anstrengungslosen Beliebigkeit, die sich zunehmend als Orientierungsersatz in einem eingekifften Nebel aus Gleichgültigkeit etabliert? Spiele mit der Beliebigkeit:

  • Ich würde keinem Geschwister-Paar das Recht geben, Kinder zu bekommen. Sie produzieren mit höchster Wahrscheinlichkeit körperlich und geistig behinderte Kinder mit geringen Aussichten auf ein erfülltes Leben und ohne einen Gewinn für den Genpool der Menschen.
  • Ich würde keiner 65-Jährigen das Recht geben, Kinder auszutragen. Sie produziert nämlich mit höchster Wahrscheinlichkeit körperlich und geistig behinderte Kinder, deren Betreuung sie erfolgreich auf die Gemeinschaft aller Steuerzahler überwälzt.
  • Ich würde keinem gleichgeschlechtlichen Paar das Recht geben, Kinder zu bekommen.

Warum will ich das nicht?

Intuitiv lehne ich die Homo-Ehe ab, weil ich mir kein Homo-Pärchen als Eltern vorstellen kann. Die meisten Schwulen, die ich im Laufe meines Lebens kennengelernt habe, waren so sehr mit ihren Beziehungsthemen beschäftigt, dass an Kinder nicht zu denken war. Vielfach hatte ich den Eindruck, mit Kindern zu sprechen, die sich als Erwachsene verkleidet hatten. Lesben kenne ich nur wenige, doch sind Frauen weitaus pragmatischer veranlagt. Daher wäre es für mich vorstellbar, dass zwei Frauen gemeinsam Kinder bekommen und erziehen. Also müsste ich den Männern verweigern, was ich den Frauen zusprechen würde?

Fast wäre ich geneigt gewesen, zu sagen, aus persönlichen Gründen lehne ich die Homo-Ehe ab: Weil ich das Verhalten der Schwulen und Lesben für aufgesetzt, übertrieben, sexistisch und burlesk empfinde. Weil mich Bilder von schwuler Sexualpraxis zutiefst abstoßen und verstören. Weil es sich falsch anfühlt, wenn Männer mit Männern und Frauen mit Frauen ‚herummachen‘.

Meine Abneigung ist begründet

Ich halte meine eigene Sexualität für richtig, schön und zielführend, in der Weise, dass ich mein Leben danach ausrichten und ich mich davon leiten lassen kann, dass mein Fortpflanzungstrieb mich zu einem Sexualpartner führt, mit dem ich glücklich sein werde. Das Ziel meines Lebens, meine Erfahrung und meine Gene weiterzugeben, werde ich auf diese Weise erreichen.

Kann ich dabei die Sexualität des ‚schnellen Rammelns‘, des ‚one night stand‘, des ‚fuck to go‘ ebenso für richtig halten? Beides geht in meinem Kopf nicht zusammen. Das ‚fuck to go‘ ist Sex ohne Folgen, sofern man die Ansteckungsrisiken beiseitelässt. Das ‚fuck to go‘ hat das Ziel, den Hormonstau zu beenden. Die Planung einer Familie und der Kinderwunsch gehören nicht dazu.

Man hat versucht, klar zu stellen, dass schwule Männer auch Kinder zeugen könnten und Lesben auch auf natürliche Weise empfangen könnten. Daher sei der Einwand fehlender Fertilität nicht berechtigt, wenn es um die Homo-Ehe geht. Wie es scheint, braucht man sich nur lange genug mit einem Thema zu befassen und hinreichend viel darüber zu lernen, um jedes Argument relativieren zu können.

Weil sie nur an sich denken

  • Ich würde keinem Geschwister-Paar das Recht geben, Kinder zu bekommen, weil sie nur an sich und nicht an das Wohl der Kinder denken.
  • Ich würde keiner 65-Jährigen das Recht geben, Kinder auszutragen,  weil sie nur an sich denkt und nicht das Wohl der Kinder beachtet.
  • Ich würde keinem gleichgeschlechtlichen Paar das Recht geben,  Kinder zu bekommen, egal auf welchem Weg, weil sie nur an sich denken, wenn sie Sex meinen. Ihr Sex schließt Kinder aus.
  • Man kann homosexuellen Paaren nicht unterstellen, dass  sie Beziehungen eingehen mit dem Ziel, Kinder zu bekommen.

Mein Angebot steht!

Auch ich, als heterosexueller Mann, wäre wohl in der Lage, auf natürliche Weise, wie das einst Giocangga getan haben soll, Tausende von Nachkommen zu zeugen, denn es entspricht meinem biologischen Muster. Warum mache ich das eigentlich nicht? Besser noch: Warum habe ich das eigentlich nie versucht?

Tausend Kinder für mich, jetzt!

Je länger ich darüber nachdenke, umso klarer erscheint mir dieser Wunsch: Wenn die Schwulen und Lesben ihr Recht bekommen,

  • auf der einen Seite ihrer Lust zu frönen und
  • auf der anderen Seite jeder Konsequenz zu entkommen,

dann will ich das auch! Jeder will das. Ich möchte

  • meinen gewaltigen Trieb nach möglichst vielen, intelligenten, kräftigen Nachkommen ausleben und
  • auf der anderen Seite aber nur eine normale, kleine Familie haben, mit der ich glücklich und ohne Stress leben kann.

Genau, das war schon immer mein tiefer Wunsch: Es gibt da draußen so viele Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch, genau genommen sind es mindestens 2,8 Millionen Frauen, bzw. der Frauenanteil der 25- bis 45-jährigen ungewollt Kinderlosen, und das passt hervorragend zu meinem angeborenen Fortpflanzungstrieb wie auch zu meiner ebenfalls angeborenen Hilfsbereitschaft. Ich möchte möglichst viele Nachkommen und zugleich möglichst viele Frauen glücklich machen. Ich werde Ed Houben übertrumpfen! Wer will schon holländische Babys, wenn er süße deutsche Babys bekommen kann?

Selbstverständlich müssen die Frauen, mit denen ich schlafen werde, mir schriftlich versichern, dass sie den Vater ihres Kinders nicht kennen, niemals kannten und niemals kennen werden. Ein notwendiger Effekt daraus wird sein, dass ich für kein einziges meiner Kinder unterhaltspflichtig sein werde und in nahezu allen Fällen die Gemeinschaft der deutschen Steuerzahler für mich einspringen wird. Ich reibe mir jetzt schon die angefeuchteten Hände: Das wird ein Fest!

Frei nach Peter Fox: „Ich habe zweihundert Kinder und meine Frauen waren schön.“

Wo sind die Grenzen, die mein Gedankenspiel in die Absurdität treiben?

  1. Werde ich am Gesetz scheitern? Nein, kein Gesetz verbietet einvernehmlichen Ü25-Sex.
  2. Werde ich Schwierigkeiten haben, willige Frauen zu finden? Nein, im Internet schreit man förmlich nach beweglichen Spermien.
  3. Werde ich von den Folgekosten überrollt? Nein, ich bin rechtlich hinreichend abgesichert.

Dieses Verhalten könnte jedoch unsere rechtsstaatliche Ordnung herausfordern:

Die einen leben ihre Triebe aus, die anderen zahlen dafür.

Vermutlich wird das jedoch niemandem auffallen.

How come?

Bekanntlich hat die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel Folgen für die Partnerwahl der Frau: Nicht mehr der attraktivste und potenteste Partner wird gewählt, sondern der mit der größten Brieftasche. Auch auf das weibliche Gehirn wirkt die Pille: Effekte auf Lernen, Gedächtnis,  Bindungsfähigkeit und Stressresistenz sind nachgewiesen. Bekanntlich hält die Tendenz zur späteren Erstgeburt an: Gegenwärtig liegt der Mittelwert bei 30,2 Jahre, im Jahr 2000 lag er bei 29,0. Das Risiko für Frühgeburten steigt, die Zahl der Kinder mit Förderbedarf (früher: Sonderschulkinder) steigt mit. Das Gesundheitsverhalten (S.30) hat dabei großen Einfluss. Ab Mitte 30 steigt mit dem Lebensalter der Mutter das Frühgeburtsrisiko stark an, jenseits der 40 wird es schon verdoppelt.

Ziel und Risiko

Der Zweck einer Ehe ist die Familiengründung. Dieser Zweck ist bei homosexuellen Paaren nicht zu erkennen, denn durch den Austausch von Körperflüssigkeiten oder sogar intakter Keimzellen gleicher Geschlechter gelingt keine Befruchtung. Wenn nun Argumente in der Weise beigebracht werden, dass mit medizintechnischer Hilfe oder durch den temporären Beistand Dritter die Fortpflanzung allenthalben möglich sei, werden diese Gegenfragen aufgeworfen:

  • Ist die IVF-Methode beim Menschen frei von Risiken und Spätfolgen, so dass sie an die Stelle der natürlichen Empfängnis gesetzt werden kann?
  • Sind die Rechte der Ungenannten, die der leiblichen Eltern auf ihr Kind und die des Kindes auf Fürsorge durch seine Eltern, ausreichend gewürdigt?

Mit der Einführung der Homo-Ehe bricht deutlich mehr zusammen als nur ein Pfeiler erzkonservativer Tradition.

Seit den 70er Jahren kam es in den entwickelten Ländern westlicher Prägung zu einer Trennung von

  • Sexualität (als Trieb und Lustfaktor) und
  • Fortpflanzung (als Erhaltungs- und Zielgröße einer Population).

In der Folge sanken die Geburtenraten drastisch. Die Reproduktion der deutschen Bevölkerung war nur bis zum Jahr 1970 gegeben. Bei der aktuellen Fertilitätsrate von 1.4 zählt inzwischen jedes Frühchen, selbst wenn dessen Brutkastenzeit mit mehr als 100.000 EUR zu Buche schlägt und die Aussichten, dass daraus eine Folgegeneration erwachsen wird, sehr gering ausfallen. Die Versorgung von nicht lebensfähigen Neugeborenen um jeden Preis steht in direktem Kontrast zur Zahl der Schwangerschaftsabbrüche: Im Jahr 2013 wurden 102.800 Abtreibungen in Deutschland vorgenommen, in 2014 sank die Zahl auf 99.715, dank der Pille gegen Verhütungspannen wird die Zahl weiter sinken.

„Verhütungspanne“ als Vorname? Anstatt „hinterm Bierzelt“ (ab 4:40), warum nicht?

Biologisch ist der funktionale Zusammenhang zwischen Sex und Fortpflanzung bei allen Säugetieren verankert. Für uns Menschen stellen beide Prozesse zusammen die tiefsten emotionalen Erfahrungen. 70% aller Geburten sind ungeplant: Das deutet auf das Versagen der menschlichen Planungsfähigkeit hin. Der Sexualtrieb ist nach wie vor dominant für die menschliche Fortpflanzung.

Frauen wünschen sich im Durchschnitt 1,7 Kinder, gebären aber durchschnittlich nur 1,4. Ungewollt kinderlose Paare unternehmen enorme Anstrengungen, um ihr Fortpflanzungsziel zu erreichen. Die Ursachen der Infertilität sind vielschichtig. Die persönliche Lebensführung scheint großen Einfluss zu nehmen, aber auch psychische Faktoren werden genannt.

  • 13% der Kinderlosen sind es ungewollt,
  • 15% der Eltern haben einen unerfüllten Kinderwunsch.

Die Trennung von Sexualtrieb und Fortpflanzung ist durch die hormonelle Verhütung praxistauglich geworden. Der Familiengründung geht heute eine lange Periode größter sexueller Aktivität voraus, mindestens zwölf Jahre Sex mit Verhütung.

Ist es denkbar, dass bei einer Spezies, die über 99,99% der Geschlechtsakte unter der Bedingung ausführt, dass sie fruchtlos bleiben, eine Mutation eingetreten ist? Vermehrt werden Menschen geboren, die keine Kinder mehr bekommen können, sei es, weil ihre sexuelle Neigung das verhindert, weil es den Spermien an Beweglichkeit fehlt, weil sie wegen Azoospermie gänzlich fehlen oder wegen Endometriose chancenlos bleiben. Die Liste der Diagnosen in der Fortpflanzungsmedizin ist lang.

Da passt es gut zusammen und nicht nur zufällig, dass weltweit ein Wettbewerb um die genetische Präimplantationsdiagnostik eingesetzt hat: Derjenige Konzern oder diejenige Nation, die es schaffen, die besten Gene zusammenzukleben, werden den globalen Wettbewerb um die schnellsten Autos mit den größten Abgasanlagen und die letzten Ressourcen auf diesem Planeten gewinnen.

Der Mensch wird durch die genetische Optimierung zu einem Kunstprodukt, von dem jeder Genom-Owner später über sich sagen kann: „Ging das nicht besser? Ich will ein Upgrade!“

Die meisten Paare heiraten erst, wenn ein Kind ‚unterwegs‘ ist. Mit der Familiengründung versprechen sie, miteinander zu leben, jedoch wird jede zweite Ehe und nach spätestens 14 Jahren geschieden. Die Folgen für die Kinder sind langwierig. Angesichts der erfolglosen Versuche, im traditionellen Familienmodell die Reproduktion zu erzielen, plädieren viele dafür, homosexuelle Paare auch hinsichtlich ihres Kinderwunsches gleichzustellen, mit allen ungewollt Kinderlosen.

Man kann die Zeit vor der Familiengründung so charakterisieren, dass die sexuelle Aktivität von der Fortpflanzung abgekoppelt wird.

Nach der Familiengründung ist gemeinsame sexuelle Aktivität die Regel, die Fortpflanzung jedoch weiterhin die Ausnahme. Allerdings erscheint die Zuneigung und sexuelle Lust der Eltern konsequent umgesetzt: In der gemeinschaftlichen Erzeugung neuen Lebens. Die Kinder sind eine Konsequenz gemeinsamer Handlungen ihrer Eltern. Das ist eine gewaltige Potenz: Die Schaffung neuen menschlichen Lebens, aber auch eine gewaltige Verantwortung, die angesichts komplexer Umweltbedingungen abschreckend wirken kann. Allein der Stress, der von und in den Schulen verursacht wird, könnte genügen.

Den Kindern, die ihre biologischen Eltern um sich haben, wird es leicht fallen, festzustellen, wer sie sind: Sie sind das Beste, was ihre Eltern gemeinsam geschafft haben. Ihre Fähigkeiten und Neigungen lassen sich entdecken, speziell im Vergleich mit den Eltern, die das Eine oder das Andere so nicht beherrschen, darunter auch diverse Spielkonsolen.

Die biologischen Eltern können an ihren Kindern oft eigene Charakterzüge wiederentdecken oder die ihres Partners. Vielfach sind sogar Verhaltensmuster zu erkennen, die man von Geschwistern aus der eigenen Kindheit kennt. Das Kennenlernen der eigenen Kinder ist wie eine Reise zum Ich, eine Erklärung für das ‚So und nicht Anders‘, eine Entdeckung und eine große Freude darüber hinaus. So wird man nicht bereit sein, einem Menschen, der den Kinderwunsch verspürt, diesen zu versagen. Doch wessen Nachwuchs ist das?

Einer von beiden Homosexuellen ist nach dem jetzigen Stand der Technik ohne Nachkommen, und eine Person außerhalb ist der Dumme: Sie hat einen Nachkommen, aber kein Recht darauf. In dieser Konstellation sind Konflikte vorprogrammiert: Der Neid gegenüber dem anderen, der ein Kind hat, mit dem er sich wahrscheinlich sehr gut versteht und die Trauer um das Kind, das man nicht haben und nicht einmal sehen darf, weil es kein Umgangsrecht für Leihmütter und Samengeber geben kann. Wer also Konflikte programmieren möchte, führe die Homo-Ehe ein, setze die notwendigen Rahmenbedingungen für Leihmutterschaft und Samenabgabe fest und warte ab. Ein Drittel aller kinderlosen Männer bedauern nicht einmal, keine Kinder zu haben.

Mit der Homo-Ehe wird ein Prinzip aufgelöst, das die Logik auf der Grundlage von Folgen menschlicher Handlungen definiert.

Die Homo-Eltern leben ihre Lust so aus wie es ihre Natur ist, die von ihnen organisierten Kinder sind jedoch nicht die Konsequenz ihrer Zuneigung, ihres Triebs, ihrer Lust aufeinander oder ihrer gemeinsamen sexuellen Handlungen. Ihre Kinder sind geborgt von anderen, die bereit waren, etwas wegzugeben, was ihnen nicht wertvoll erschien. Die Frage ist dann:

  • Wie werden die Kinder das später beurteilen?
  • Können sie das, was ihre Eltern vormachen, konsistent übernehmen?

Bei allen Fragen, die Jugendliche umtreibt, brennt die Frage „Was kann ich?“ am meisten. Gibt der Elternvergleich darauf keine Antwort, ist Unsicherheit die Folge. Die Beschwichtigung der Eltern schließt sich an, dann folgt die pubertäre Provokation, die den Eltern tief weh tun wird: „Ihr könnt doch gar keine Kinder machen!

Die Kinder wollen wissen, woher sie kommen, nicht zuletzt auch, um abschätzen zu können, wohin die Reise gehen kann oder, von wo sie zwingend wegführen muss. Die Kinder werden früher oder später das Defizit ihrer Eltern ansprechen, dass ihre Liebe fruchtlos ist, und sie werden dabei nicht sehr zurückhaltend sein, wenn es nicht offen vorgelebt wurde.

Man kann klar erkennen, dass mit der Homo-Ehe die Auftrennung von Sexualität und Fortpflanzung endgültig vollzogen wird. Nach diesem Schritt werden alle Modelle menschlicher Fortpflanzung gleichwertig nebeneinander stehen. Es wird keine Rolle mehr spielen, ob jemand das lebt, was er predigt oder nicht.

Homosexuelle begehren das gleiche Geschlecht, lehnen es jedoch ab, die triviale Konsequenz hinzunehmen, kinderlos zu leben. Der Clou an der Fortpflanzung ist, dass es niemandem alleine gelingt. Man braucht immer zwei Verschiedene, die das Gleiche wollen. Wenn zwei Gleiche das Gleiche wollen, klappt die Schaffung neuen Lebens nicht. Weil zweimal das Gleiche wiederum gleich wäre mit dem einen, dem Ersten, der sich alleine nicht fortpflanzen kann. Das Varianzprinzip dient der Erhaltung der genetischen Vielfalt.

Ich respektiere die Natur und die Evolution. Daher bin nicht berechtigt, Chancen zu verteilen, die die Natur nicht gibt. Ich kann nicht klüger sein als Milliarden Jahre Evolution.

Chancen verteilt die Natur.

Jeder muss mit den Fähigkeiten, die er von der Natur erhält, auskommen. Ich auch.

Mich zu fragen, ob das schwule Paar nebenan Kinder adoptieren dürfe, ist Unsinn: Das habe ich nicht zu entscheiden, das entschied die Natur. Mich zu fragen, ob der pädophile Nachbar seine zwölfjährige Geliebte heiraten oder gar anschließend adoptieren dürfe, ist Unsinn: Das habe ich nicht zu entscheiden, das entschied längst schon die Evolution. Der Schutz der Kinder gelang unseren Vorfahren erst im Herdenverband. Wenn die Herde nicht mehr auf ihre Kinder aufpasst, etwa weil alle Mitglieder Wichtigeres zu tun haben, dann folgt u.a.:

Nicht nur in dem speziellen Fall meines pädophilen Nachbarn wird es die beschränkte Fähigkeit der Herde gewesen sein, das Kind vor traumatischen Erfahrungen samt Internet zu schützen. Es könnte meinem Nachbarn gelungen sein, per Livechat eine ‚wirklich tolle‘ Beziehung zu dem Mädchen aufzubauen und sie davon zu überzeugen, zum Islam zu konvertieren, einer Religion, die den Sex mit Minderjährigen nicht nur für legitim erachtet, sondern ausdrücklich in der Maxi-Variante mit vielen Jungfrauen als Belohnung darreicht.

Wenn meine Mitmenschen nun versuchen, im Koran nachzulesen, um zu klären, ob eine Zwölfjährige Sex haben dürfe, ist das nur ein weiterer Fall von Orientierungsverlust.

Tolerant ist, wer wegsieht

Das Wegsehen ist eine Maßnahme, um zu verhindern, dass man sich Beobachtungen aussetzt, die starke psychische Belastungen hervorrufen können. Mir fällt es schwer -und je älter ich werde, um so mehr- die Zustände in meiner Umgebung emotionslos und reaktionslos hinzunehmen. Leider ist meine Kompensationsstrategie die gleiche wie die vieler, die tagtäglich zur Toleranz aufgefordert werden: Wegsehen.

Eine Gesellschaft von Wegsehern funktioniert nicht

Eine funktionslose Weltgemeinschaft namens UN, die wegsieht, wenn Gewalt und Terror immer mehr Macht, wie etwa im nahen Osten, gewinnen, haben wir bereits. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Toleranz-Strategie des Wegsehens ein globaler Trend ist, der gerade erst begonnen hat, zu uns hereinzuschwappen. Happy Weg!

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5 Gedanken zu “Homo-Ehe: Unverbindlich sei die Norm!

  1. Barbara Eggert meinte in der SZ, dass man sich bald dafür entschuldigen müsse, dass man nicht homosexuell sei.
    Der Kölner Stadtanzeiger behauptete über die 64-jährige, dass die „scheinbar wenig reflektierte Autorin“ schon bald den „nächsten geharnischten Shitstorm“ auslösen würde.

    Das Westfalenblatt, dass Frau Eggert nach dem Shitstorm umgehend dispensierte, schrieb in einer Erklärung:

    Wenn die Rede davon ist, dass die Kinder »verwirrt werden« könnten, dann fehlt zwingend die Erklärung, woraus dies resultieren könnte – nämlich nicht aus dem Besuch einer Hochzeit zweier Männer an sich, sondern dadurch, dass den beiden Töchtern des Ratsuchenden bisher jegliche Aufklärung über Homosexualität fehlt.
    Diese Entscheidung der Eltern ist sicher für sich genommen diskussionswürdig. Wir halten sie mit Blick auf das Alter der Töchter – die Mädchen sind acht und sechs Jahre alt – allerdings durchaus für legitim.

    Der „Fritz Cola“ schrieb nun einen schönen Kommentar zu Don Alphonsos Aufsatz in der FAZ, der vermutlich den Grund für den Shitstorm am besten trifft:

    Die Kolumnistin hat eben nicht darauf verwiesen, dass es die Entscheidung des Vaters ist. Sie hat nicht argumentiert, dass Blumenmädchen allgemein schädlich für die schwule Befreiung sind.
    Sie hat einfach nur bestätigt, dass eine schwule Hochzeit die Mädchen verwirren könnte (im Gegensatz zu einer heterosexuellen). Und offensichtlich war sie sich der Homophobie in dieser Aussage gar nicht bewusst. Scheinbar ist sich auch “Don” derer nicht bewusst. Aber es ist nichts anderes als das: Reine Homophobie.

    Es geht also -wie immer, kurz bevor Schüsse fallen- um Annahmen und Fehlannahmen. Frau Eggert sei ein Schwulenhasser, so die Annahme der Shitwerfer, und Frau Eggert habe nur eine Verwirrung vermeiden wollen, so die Annahme von Don und vielen Kommentatoren beim Westfalenblatt, wie z. B. Klara Via:

    Das Recht der freien Meinungsäußerung darf nicht auf dem Altar der Selbstanpassung und der „politischen Geschmeidigkeit“ geopfert werden. Oder wollen wir englische Verhältnisse, wo Äußerungen, die von der Ideologie der Homo-Lobby abweichen, mit Gefängnis bestraft werden?

    Eigentlich ist fast alles gesagt, bis auf das:
    Was denke ich als ein Mädchen, das in die erste Klasse geht? Träume ich nicht davon, eine Prinzessin zu sein? Und wenn ich nun die Gelegenheit hätte, eine Hochzeit mitzuerleben, so ein großartiges, märchenhaftes Fest, würde ich mich da nicht sofort darauf vorbereiten? Wenn ich dann ankommen werde, bei dem Onkel, und jedoch feststellen muss, dass da keine Prinzessin dabei ist, die heiratet, sondern nur der Onkel zu sehen ist, wie er seinen schwulen Freund abknutscht. Wie kacke würde ich das finden? Einfach nur mega-kacke!

    Was zu beweisen war:
    Von den Shitwerfern war keiner -auch nur ansatzweise- in der Lage, sich in die Situation der Mädchen einzufühlen.

    • „Papa, wann kommen endlich die beiden Prinzessinen?“
    • „Wenn nur schwule Onkels Hochzeit machen, muss ich dann eine Prinzessin heiraten?“

    Es zeigt nur einmal mehr, dass die Gruppe der selbstverliebten Homosexuellen keinen Blick hat für die Anliegen der Kinder. Ihnen fehlt das Verständnis für Kinder vermutlich deshalb, weil sie mit sich selbst sehr intensiv beschäftigt sind.

    C.C.: Niemand ist verpflichtet, seinen Kindern im Vorschul- und Grundschulalter die Sexualpraxis von Schwulen und Lesben zu erklären. Mit einem Hass auf solche Menschen hat das nichts zu tun. Sicher ist: Die Skepsis gegenüber dieser Gruppe wird mit jedem Shitstorm zunehmen.

  2. Norm ist eine Vereinbarung mit dem Ziel, sich eindeutig zu verständigen. Die Festlegung von „links“ und „rechts“ sind Beispiele für wichtige Normen, etwa für den Autoverkehr. In der Sprache der Menschen taucht das Wort „normal“ auf und bezeichnet die Übereinstimmung eines Sachverhalts mit einer Norm.
    Die technische und gesellschaftliche Weiterentwicklung bedingt eine permanente Weiterentwicklung der Normen, und im gleichen Umfang die Ablösung veralteter Normen. Was gesellschaftlich normal ist, wird durch fortlaufende Prozesse von Versuch und Irrtum begleitet. Wie an vielen aktuellen Fällen der Rechtsprechung gezeigt werden kann, misslingt die Aufweitung von Normen regelmäßig:
    • Bier, das in Deutschland gebraut wird, besteht aus nur vier Zutaten. Das BVG in Leipzig hat den Begriff Bier um ein sog. Besonderes Bier erweitert, was sprachlich eine Teilmenge von Bier darstellt, jedoch eine Obermenge verkörpern soll, weil nämlich fast alle Zutaten erlaubt wurden.
    • Die Homo-Ehe wurde vom BVerfG als Notwendigkeit angemahnt, um die steuerrechtliche Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare zu beenden. Soll dabei der Begriff der Ehe als dauerhafte Verbindung aus Mann und Frau auf die Homo-Ehe ausgedehnt werden, kommt es wiederum zum logischen Kollaps, denn ‚Homo‘ und ‚Ehe‘ sind unverträglich, weil die bestehende Norm der Ehe für alle, die den Begriff gelernt haben, den Zusatz ‚homo‘ ausschließt.

    Grundsätzlich kann es in jedem Sachgebiet nur eine Norm geben: Widerstreitende Normen sind sinnlos, weil ihre Einführung und Verwendung keinen Zweck erfüllt. Daher kann –wie man es auch immer wenden mag- nur eine Form der geschlechtlichen Vereinigung von Menschen als normal gelten, nämlich
    • diejenige, die am besten die Zwecke erfüllt oder
    • diejenige, die von der Mehrheit bevorzugt wird.
    Alle anderen Formen entsprechen damit –aus rein logischen Gründen– nicht der Norm und werden –völlig richtig– als nicht normal bezeichnet. Damit ist keine Wertung oder gar Abwertung verbunden, sondern nur die Klarheit und Eindeutigkeit in der Sprache hergestellt. Wenn schwule und Lesben aufgrund ihrer sexuellen Neigung als ‚nicht normal‘ bezeichnet werden, ist das keine sprachliche Diskriminierung, sondern nur eine Klarstellung.
    Andererseits ist es –wieder aus rein logischen Gründen– nicht gestattet, dass Schwule und Lesben ihre Form der Sexualität als normal bezeichnen oder gar einen Anspruch darauf hätten, dass alle Anderen diese als ‚sexuell normal orientiert‘ bezeichnen.

    Man darf Toleranz nicht mit Tohuwabohu verwechseln. Vor allem dann, wenn Toleranz gefordert wird, ist es wichtig, dass man sich präzise verständigen kann. Aus dem Missverständnis entsteht meist die Wut.

    Wer fordert, dass alle Europäer das schwul Sein oder lesbisch Sein als normal verstehen, der verlangt was? Die gesetzlichen Regelungen innerhalb Europas divergieren stark. Im Westen wird die gesetzliche Gleichstellung homosexueller Paare eher akzeptiert als im Osten. Wie kommt das?
    Im Jahr 2001 wurde weltweit erstmals die standesamtliche Ehe für Homosexuelle erlaubt, in den Niederlanden. Im Jahr 1989 wurde bereits die eingetragene Lebenspartnerschaft in Dänemark eingeführt, seit 2009 in völliger rechtlicher Gleichstellung. 1995 wurde die eingetragene Lebenspartnerschaft in Schweden Gesetz, seit 2005 besteht die völlige Gleichstellung. In 2005 wurde in England die bürgerliche Partnerschaft als völlige Gleichstellung eingeführt. In 1999 wurde in Frankreich die Gleichstellung für bestimmte soziale Bereiche geregelt, seit 2013 gilt die Homo-Ehe.
    Seit 2001 gibt es in Deutschland die e. Partnerschaft.

    In der dänischen Sprache, im Norwegischen, im Schwedischen und im Niederländischen
    gibt es eine gemeinsame Form für Maskulinum und Femininum, Utrum genannt. Im Englischen taucht der Genus nur in Pronomen auf (his,her). In den slawischen Sprachen (polnisch,russisch,tschechisch) hingegen werden Genus (und Sexus) betont und weiter differenziert, etwa zwischen belebt und unbelebt. Sogar die Nachnamen erhalten eine Flexion, wenn die Person weiblich ist.

    Anzunehmen ist also, dass die Sprache Einfluss nimmt auf die Beurteilung von Sachverhalten, weil es nicht möglich ist, die von der Sprache betonten Eigenschaften zu ignorieren. Die einheitliche Darstellung ohne spezifische Hinweise auf Genus oder Sexus führen dazu, dass die Objekte leichter als ähnlich eingestuft werden. Die romanischen Sprachen teilen nicht nur mit dem Artikel (il,la), sondern in zahlreichen Endungen (-o,-i,-e) und Flexionen mit, ob es sich um männliche oder weibliche Gegenstände handelt. Daher sollte es den Spaniern und Franzosen besonders schwer gefallen sein, die beständigen Hinweise auf die Unterschiede zu überhören und die Homo-Ehe zu verabschieden.
    Nicht unwichtig ist dabei, dass unter der Franco-Diktatur Homosexuelle massiv unterdrückt und verfolgt wurden. Noch im Jahr 1978, also zwei Jahre nach dem Ende der Franco-Diktatur wurden Homosexuelle per Gesetz (aus dem Jahr 1954) in Konzentrationslagern unter Zwangsarbeit inhaftiert, mit Billigung der katholischen Kirche.
    Zum Vergleich:

    • In Griechenland war Homosexualität seit 1951 straffrei.
      In Griechenland gibt es keine Gleichstellungsgesetze für Homosexuelle.
    • In Italien war Homosexualität seit 1890 straffrei.
      In Italien gibt es keine Gleichstellungsgesetze für Homosexuelle.

    Also:
    Wer sich benachteiligt fühlt, geht auf die Strasse und protestiert mit voller Wut. Man muss jedoch darauf bedacht sein, herausfinden, wie die subjektive Feststellung der Benachteiligung entstanden ist. Dabei steht die Sprache am Anfang.

    Wer im Baumarkt Schrauben einkaufen möchte, wird ausschließlich Schrauben mit Rechtsgewinde finden. Für spezielle Einsatzbereiche kommen auch Schrauben mit Linksgewinde zum Einsatz, sie entsprechen aber nicht der Norm. Wer mit dem Schraubenschlüssel eine Schraube festziehen will, muss ohne viel nachzudenken in die richtige Richtung drücken. Was richtig und was falsch ist, kann man jedoch in diesem Fall nicht einmal mit Worten erklären: Was ist rechts? Nicht einmal ein Bild, wo der Daumen der rechten Hand abgebildet ist, wird genügen, um die Bedeutung zu klären. Man muss es vormachen, an verschiedenen Beispielen.

  3. Eine Neudefinition der Ehe, um die empfundenen emotionalen Bedürfnisse von Erwachsenen zu befriedigen, fördert die Auffassung, in der Ehe ginge es überhaupt vor allem um die eigene Bedürfnisbefriedigung und weniger um die Förderung der Kindes und des Kindeswohls.

    Zehn Gründe gegen ein Adoptionsrecht für homosexuell lebende Paare

    Grundsätzlich war die Welt bis gestern so aufgebaut:

    • Niemand ist gezwungen, einer infertilen 65-jährigen klar zu machen, dass sie keine Kinder austragen darf. Sie kann es nämlich nicht.
    • Niemand ist gezwungen, einem 80-jährigen zu erklären, weshalb er besser keine Kinder zu zeugen versuchen sollte. Er kann es nämlich nicht.

    Heute sieht die Lage so aus:

    • Die infertile Oma Annegret aus Berlin hat sich in der Ukraine komplett fremde Embryonen implantieren lassen, weil sie Bock darauf hatte. In Deutschland wurden ihre Vierlinge in der 26. Woche geholt. Zwischen 655 und 900 Gramm sollen die Babys gewogen haben.

      Aber sowohl die Eizellspende als auch das Einsetzen von mehr als drei befruchteten Embryonen, wie hier passiert, ist in Deutschland verboten. „Andererseits werden in Deutschland viel zu wenig Babys geboren“, sagt Henrich. „Diese Frau hat viel dazu beigetragen, die Quote zu erhöhen.“

      Sie kann es nämlich doch.

    • Nach einer künstlichen Befruchtung in Tschechien brachte die Hamburgerin Christiane Döring, 51, im Februar 2013 einen gesunden Jungen zur Welt. Ihr Ehemann Manfred ist 68. Sie können es halt doch.

    Alle Argumentationsversuche in die Richtung, das man Homo-Paaren etwas verweigern solle, sind ein strenger Irrtum:
    Ohne die Unterstützung Dritter kann kein homosexueller Mensch Kinder bekommen.
    Es braucht doch niemand zu verbieten, was es nicht gibt.

    Niemand hat ein Recht auf Kinder.
    Wer Kinder haben will, muss so leben, dass die Kinder zu ihm kommen können. Er darf z.B. nicht unkontrolliert rauchen, kiffen, saufen oder fressen. Er darf auch nicht bewegungsfaul herumhängen und seine Gesundheit vernachlässigen. Er darf auch nicht bis spät arbeiten, usw. Man muss einiges dafür tun, um Kinder zu bekommen, noch mehr jedoch, wenn man sie hat.

    Heute sieht es so aus, dass sich jeder nimmt, was er will, Kinder inklusive. Ich möchte heute kein Kind sein, Denn ich würde mich fühlen wie ein Schokoriegel oder ein Handy, nicht wie ein Individuum, das Alles entdecken und sich entwickeln darf.

    Wenn Menschen aufgrund medizintechnischer Möglichkeiten ihren Wahn an ‚ihren‘ Kindern ausleben können, haben wir ein Problem: Anderen gegenüber dürfen sie derartiges Verhalten nämlich nicht ausüben. Es wäre eine klassiche Kindesentführung, wenn Opa Döring ein Baby -anstatt eines Hundes- mit zu sich nach Hause nähme. Nur deshalb, weil unser Gesetz in dem Fall, dass ein Baby aus einem Körper schlüpft, den Körper als Mutter und das Entschlüpfte als deren Kind definiert, sind sie überhaupt dazu in der Lage.

    • Annegrets Kinder sind nicht mit ihr verwandt.
    • Christianes Sohn Kay Julius ist das Bio-Kind zweier Tschechen, die gegen Geld ihr Erbgut abtraten.

    Jemandem die Kinder wegzunehmen, die er nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz nicht bekommen hätte dürfen, ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen. Es erscheint jedoch notwendig, um das Gesetz stringent zur Anwendung zu bringen. Was sich unvorstellbar grausam anhört, dass einer Mutter das Kind genommen wird, ist jedoch nicht besonders schlimm:
    Im Fall von Annegrets Babies würde sich kaum etwas ändern, weil die Frühchen, sofern sie überleben, ihre Mama noch nie gesehen haben.
    Kay Julius wäre direkt nach Tschechien zu seiner Bio-Mutter geschickt worden. Sie hätte evtl. das Kind zur Adoption frei gegeben, aber viele Eltern hätten darauf gewartet.

    Haben Sie es bemerkt, die Umkehrung der Appassungsrichtung, Ihre Schraube in Ihrem, und meine Schraube in meinem Kopf? Wir unterstellen den homosexuellen Egoshootern auf Selbstverwirklichungstrip die gleichen Gefühle und die gleiche Bindungsfähigkeit und die gleiche Einfühlungs-, Mitfühlungs- und Beurteilungsfähigkeit wie den leiblichen Eltern, wenn es um das Kindeswohl geht. Dabei gibt es dafür überhaupt keinen sachlichen Grund, denn häufig sind die Kinder nur gezogen, d.h. aus einer Leihmutterschaft beschafft und maximal eine Person des Pärchens war genetisch oder physisch beteiligt.

    Wenn der Staat seine Gesetze achten würde, dann würde er das Kind entziehen. Nach solch einer Aktion wäre die Show mit dem Adoptions- und IVF-Tourismus beendet. Wie war das nach dem Ankauf der Steuer-CDs durch das Land NRW? Der Steuertourismus nach Liechtenstein und in die Schweiz war schlagartig zu Ende.
    Und der Wahn der Menschen wäre in seine Schranken gewiesen worden, die kurz vor ihrem Tod noch einmal Kinder auf ihren Schoß sehen glauben zu müssen.

    Die Folgen derartig klarer Ansagen wären:

    • Unsere Welt wäre ein wenig normaler und weniger Kinder hätten durchgeknallte Eltern.
    • Früher als sonst würden junge Paare über Kinder nachdenken.
    • Es gäber wieder mehr Kinder, weil der Staat ernst macht und die Kinder konsequent schützt.

    Verpflichtende Gentests nach der Geburt eines Babys zur Bestimmung der Vater- und Mutterschaft sind längst überfällig. Oder soll man so lange damit warten, bis alle sagen: „Das machen doch alle!“

    Zusammenfassung:
    Aus der Evolution stammt unser Verhalten:
    ► Wer keine Kinder zeugen konnte, hatte keine.
    ► Wer keine Kinder empfangen konnte, hatte keine.
    ► Wer seine Kinder nicht schützen konnte, hatte keine.
    Ohne den wechselseitigen Schutz in der Herde hätten die Kinder unserer Vorfahren nicht überlebt. Das Kooperationsvermögen war ein Nebenresultat der Evolution.
    Heute fordern Splittergruppen, Randgruppen und egozentrische Individuen die Evolution heraus:
    Sie organisieren sich Nachwuchs an der Biologie vorbei, als Infertile, als Homosexuelle, als Narzissten: Sie kaufen sich Embryonen oder besorgen sich die notwendigen sexuellen Dienstleistungen. Ihre Kinder überleben meist nur dank der pflichtgemäßen Hilfeleistung und des hohen Leistungsstands der modernen Medizin.
    Die Kinder dieser Egoshooter werden das Verhalten ihrer Eltern nicht ignorieren können, denn das Imitationslernen ist ihnen angeboren.

  4. Das Dilemma der konservativen Denkhaltung:

    1. Die Ehe hat den Zweck der Familiengründung.
    2. Die Ehe der Schwulen und Lesben ist aus biologischen Gründen nicht mit einer Familiengründung verträglich. Daher kann der Gleichheitsgrundsatz des Art 3 GG nicht auf die Ehe-Definition angewandt werden.
    3. Wenn der Gleichheitsgrundsatz die Ehe für alle -geschlechtsunabhängig- erzwingt, dann muss das Recht auf Familiengründung auch für Schwule und Lesben gelten.
      Daher muss sowohl

      • die (anonymisierte) Eizellenspende,
      • die (anonymisierte) Leihmutterschaft als auch
      • die (anonymisierte) Samenabgabe

      vollumfänglich legalisiert werden.
      Würde das Gesetz nur eines von diesen drei notwendigen Voraussetzungen verbieten, folgte unmittelbar eine (aussichtsreiche) Klage vor dem BVerfG.

    4. Denn das Verbot der Leihmutterschaft, der Eizellenspende oder der Insemination würde de facto ein Verbot der Familiengründung für Schwule und Lesben aussprechen und wäre damit -in der liberalen Auslegung des Art. 3- verfassungswidrig.

    Die Lösung für das Problem war bisher die rechtliche Gleichstellung der eingetragenen Partnerschaft mit der familienlosen Ehe (ohne Adoptionsrecht, sonst volle, u.a. auch steuerrechtliche Anerkennung).

    Mit der Würde des Menschen ist Vieles unvereinbar, Prostitution etwa oder Hungerlöhne und Menschenhandel. Dennoch werden von staatlicher Seite menschenunwürdige Zustände toleriert. Leihmutterschaft ist eine neue, noch lukrativere Form der Prostitution. Leihmutterschaft ist menschenunwürdig, konfliktträchtig und folgenschwer, selbst in jenen Fällen, wo sie aus vorgeblich freiem Willen angeboten wird. Daher ist die Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland undenkbar.

    Daher ist die Ausdehnung des Ehebegriffs auf gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland unmöglich.

    Was aber möglich wäre, ist eine vernünftige Lösung des Problems, das zur Beendigung der Diskriminierung führen würde:

    • Def.: Eine Ehe zweiten Grades ist eine auf Dauer angelegte Verbindung zweier Menschen.
    • Def.: Eine Ehe ersten Grades ist eine auf Dauer angelegte Verbindung zweier Menschen, aus der Kinder hervorgehen.

    Prinzip: Kinderlose Ehen sind Ehen zweiten Grades.

    Prinzip: Kinder haben genau zwei direkte genetische Vorfahren. Jedes Kind hat das Recht, seine Vorfahren zu kennen.

    Alle Paare und Lebensgemeinschaften aus zwei Personen wären damit rechtlich gleichgestellt, als Ehepartner 2. Grades, da kinderlos.
    Kinderlosen Paaren kann der Sozialstaat nicht die gleichen Privilegien gewähren wie den Paaren mit Kindern. Wer für die nächte Generation sorgt, hat ganz andere Probleme, ganz andere Sorgen und Kosten als jemand, der frei in die Zukunft hinein planen kann.
    Folgen:

    • Scheidung bedeutet den Verlust aller Privilegien, die für Ehen von staatlicher Seite gewährt werden.
    • Wer eine Ehe 1. Grades durch Scheidung beendet und anschließend einen Partner mit Kindern ehelicht, wird so lange eine Ehe 2. Grades eingehen, wie seine Verbindung mit dem neuen Partner kinderlos bleibt.

    Prinzip: Einer Ehe 1. Grades kann man nicht beitreten oder aufgrund rechtlicher Verfügung angehören, sie wird von zwei Menschen durch die Geburt ihres Kindes erzeugt.

    Überall in der westlichen Welt wurde bisher die Tendenz verwirklicht, das Privatleben der Bürger möglichst wenig staatlich zu bevormunden. Das ist eine sinnvolle und logische Entwicklung für Bürger, die zur Selbststeuerung und Eigenverantwortung neigen. Wenn eine Populatation die Reproduktion (Fertilitätsrate=1.4) nicht ansatzweise erreicht, und dabei jedoch weiterhin die Illusion auslebt, dass die Sozialsysteme perfekt funktionierten, obwohl das rechnerisch kein System, und sei es noch so genial, leisten kann, wird niemand behaupten wollen, dass das Verantwortungsbewusstsein so weit ausgeprägt sei, dass staatliche Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen überflüssig würden.

    Wenn der Staat etwa nach Ausdehnung des Ehestands auf gleichgeschlechtliche Paare ohne Aussicht auf gemeinsame genetische Nachkommenschaft keine Möglichkeit mehr besitzt, zwischen einer fruchtbaren Ehe und einer (im Hinblick auf den Genpool der Menschheit) sinnlosen Ehe zu differenzieren, weil die selbst definierten Grundsätze das verhindern, hat er keine Möglichkeit mehr, die Eheschließung gezielt zu fördern, was bei einem drastischen Geburtenmangel durchaus angezeigt wäre.

    Politik wird vor allem von Gutmenschen gemacht, also von Leuten, die es gut meinen. Sie sagen z.B.

    • „Kinder bekommen die Menschen immer“ oder
    • „Die Renten sind sicher“ oder
    • „Ihre Spareinlagen sind sicher“.

    Wenn zwei ältere Herrschaften den Bund der Ehe eingehen, oder ein älterer Herr und eine junge Frau, geben oftmals das Sozialversicherungsrecht, das Erbschafts- und Steuerrecht oder schlicht die Aussicht auf eine gesicherte Versorgungslage das Motiv vor und nicht die Absicht, gemeinsam Kinder groß zu ziehen. Das Ehegattensplitting, die Witwenrente und das Erbrecht liefern die Anreize für den Bund der Ehe. Der Gesetzgeber war bisher nicht in der Lage, rechtlich einwndfrei zu differenzieren, zwischen den zeckmäßigen Fällen der Witwenrente und jenen Fällen, wo man Rechtsbeugung vermuten konnte. Er konnte außerdem -wegen des Diskriminierungsverbots- nicht differenzieren zwischen einer Ehe, die viele Kinder hervorbrachte und einer, die nur einen Tag bestand, bevor der Ehegatte verblich.

    Die Ehe 1. Grades kann juristisch einwandfrei von einer Ehe 2. Grades unterschieden werden. Zugegeben, es wäre vor der Ära der Gentechnik nicht möglich gewesen, eine Ehe 1. Grades zu definieren, denn die Vaterschaft ist erst durch Gentests zweifelsfrei überprüfbar. Damit gelingt es, endlich, die Trennlinie zwischen Sinn und Unsinn, zwischen förderungswürdig und förderungsfern zu ziehen.

    Man braucht nur die Erkenntnis und den Mut,

    • alle kinderlosen Ehepaare gleich zu behandeln und
    • alle Ehepaare mit Kindern gleich zu behandlen.

    Da Schwule und Lesben keinen Beitrag zum Genpool der Menschen liefern, stehen ihnen jeweils als Ehepaar nur die Rechte der kinderlosen Paare zu. Adoptionen aller Art bereichern weder den Genpool, noch erhöhen sie die Population. Unter Anwendung dieser klaren Prinzipien können Paarbeziehungen, die das eigene Genmaterial nicht fortentwickeln, nicht als staatlich förderungswürdig eingestuft werden.
    Insemination (veraltet: fremdvögeln) ist ziemlich verantwortungslos, nicht nur dem Kind gegenüber, das keine Chance auf die Zuwendung seines Vaters hat, sondern der eigenen Zukunft des Inseminators gegenüber: Angenommen, der Inseminator möchte später sein Kind kennenlernen, z.B. deshalb, weil er erfahren hat, dass es die gleichen Neigungen und Veranlagungen hat wie er selbst besitzt. Er würde sich betrogen fühlen.
    Wie sollen Kinder von der Lebenserfahrung ihrer genetischen Eltern profitieren können, wenn sie die nicht ums sich haben oder nicht kennen?
    Vieles von dem, was Kinder besonders gut können, kann man häufig schon in Ansätzen bei ihren genetischen Verwandten erkennen. Deren Lebenserfahrung kann den Kindern helfen, ihren Weg zu finden.

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