Ihr seid Affen, Ihr Griechen!

Wer die Sendung „Günther Jauch – Showdown im Schuldenstreit“ am 28. Juni gesehen hat, durfte Theodoros Paraskevopoulos, den Wirtschaftsberater der Syriza, kennenlernen. „Staaten gehen nicht bankrott!“ war seine Maxime, selbst wenn sie zahlungsunfähig werden.

Man konnte fast nicht ertragen, wie dieser Mann beständig nach Ausreden suchte und seine Einwendungen reihum verteilte, allen Gesprächsteilnehmern ständig in die Parade fahrend. Es wurde im Verlauf der Sendung immer anstrengender, der Diskussion zu folgen. Theodoros Paraskevopoulos entpuppte sich als ständig provozierende Nervensäge. Zum Ende der Sendung hin bot sein Verhalten das Bild  eines getretenen Hundes: Er reagierte ungehalten, wurde immer bissiger.

Alle Kreter lügen

Schließlich wurde der Kern seiner politischen Haltung sichtbar, weil er  den Vorschlägen seiner Gesprächspartner immer weiter, zum Absurden hin, ausweichen musste: Die Hilfen und Maßnahmen der EU zeigten überall Wachstumswirkung, nur nicht in Griechenland, warum? Die Fluchtversuche des Chefideologen der Syriza legten folgende Antwort nahe: Weil die Griechen dazu neigen,

  • weder einem Griechen,
  • noch ihrem Staat,
  • noch einem aufgeschlossenen Europäer

zu vertrauen. Die Ideologie und der Populismus der Syriza beruht darauf, den urgriechischen Mangel an Vertrauen politisch zu instrumentalisieren.

  • „Vertraut der Troika nicht! Werft sie hinaus!“
  • „Vertraut der EU nicht, sie wollen euch nur bestehlen!“

Der Syriza ist es gelungen, hinter jedem Hilfsangebot und jedem Ratschlag der EU eine List oder eine bösartige Absicht zu entdecken.

Liebe Griechen, liebe Freunde der Griechen,

es gibt eine Lösung für das Problem.

Problem 1: Ihr habt kein Bargeld.

Problem 2: Euer Staat hat keine Einnahmen.

Problem 3: Ihr habt hohe Staatsschulden.

Ihr könnt Eure Probleme selbst lösen. Das geht sogar sehr einfach:

  1. Bargeld abschaffen.
  2. Jeder zahlt freiwillig direkte Steuern.

Ohne Bargeld gibt es weder Schwarzgeld noch Schwarzarbeit. Buchgeld (Überweisung, Scheckzahlung, Lastschrift, Geldkarte, HandyPay, GiroPay, etc.) funktioniert genauso gut und hat dabei sogar den Vorteil, dass man es nicht horten kann.

Das Buchgeld bleibt immer als Guthaben bei Banken liegen und kann dem Geldkreislauf nicht mehr willkürlich entzogen werden.

Durch umfassende Kapitalverkehrskontrollen wird sichergestellt, dass kein Buchgeld auf ausländischen Konten gehortet wird.

Wenn der Staat keine Kontrolle durchführen kann, wird er ausgetrickst. Die Kontrollmöglichkeit ist eine wichtige Voraussetzung für die Glaubwürdigkeit jeder Ordnungsmacht. Das griechische Finanzministerium besitzt heute bereits umfassende Auskunftsrechte für  private Bankkonten.

Jede Privatperson braucht nur so viele direkten Steuern zu entrichten, wie sie selbst aufzubringen bereit ist.

Der Staat bestimmt jährlich die Richtgröße für die Steuern auf Einkommen, z.B. 25%. Jedes Unternehmen ist verpflichtet, seinen Gewinn mit dem Richtsatz zu versteuern. Ausnahmen und Befreiungstatbestände werden gestrichen.

Die Erklärung des privaten Einkommens ist nicht mehr notwendig. Der Staat führt für jeden Bürger ein Steuerkonto, in dem alle seine Zahlungen verbucht werden. Sollte der Staat wegen ungeplanter Einnahmeausfälle gezwungen sein, die Richtgröße für die direkten Steuern zu erhöhen, werden die Einkommen aller Bürger überprüft, die in der Vergangenheit vermutlich weniger als den Richtsatz entrichtet haben. Durch die Kontrolle des Zahlungsverkehrs kann die Prüfung sogar automatisiert werden.

Griechenstolz muss man sich verdienen

Kein Grieche braucht zu befürchten, dass der Staat ihm auf die Finger oder in den Geldbeutel schaut. Kein Grieche braucht zu befürchten, dass der Staat ihm etwas wegnimmt.

Jeder Grieche gibt freiwillig dem Staat, was notwendig ist. Wenn sich alle an die Richtgrößen halten, wird das System tadellos funktionieren. Wenn sich einige nicht daran halten, müssen sie damit rechnen, dass sie zur Rechenschaft gezogen werden.

Wenn einige mehr, also nicht nur wenige Griechen wegen fehlender Ehrlichkeit das System gefährden, müssen alle Griechen damit rechnen, dass sie vom Finanzministerium vollständig überwacht und je nach Finanzlage auch drastisch zur Kasse gebeten werden.

Ein Versprechen des Jean-Claude Juncker

Jean-Claude Juncker meint es gut, mit allen Europäern. So wie die Griechen sich in der Vergangenheit am Verhandlungstisch gezeigt haben, gaben sie sich nicht als Europäer zu erkennen. Daher mein Vorschlag für den Verhandlungstisch:

Die Europäische Union verspricht allen Griechen dabei zu helfen, ihr Vertrauen in den Staat wiederzugewinnen. Die EU bietet an, auf jeden Euro, den die Griechen ihrem Staat an direkten Steuern zahlen, 20 Cent oben draufzulegen.

Man belohnt das ehrliche und offene Verhalten, dem Staat und der Gemeinschaft gegenüber. Was man nicht belohnen darf:

Das Lügen, das Stehlen, das Fälschen und das Schulden nicht mehr zurückzahlen Wollen.

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