Frag den Einstein

Abstract

Die Theorie von der Verträglichkeit der Invarianz der Lichtgeschwindigkeit mit dem Relativitätsprinzip war ein Schwindel. Das Relativitätsprinzip setzt voraus, dass der Bewegungszustand unerkannt bleibt, unmessbar ist und auswirkungslos ist, für die ganze Physik, die der Bewegungen und der Kräfte.  Indem Einstein den Gamma-Faktor mit der explizit angegebenen Bewegungsgröße v/c offen hinschrieb, war sein Werk kein Schwindel mehr, sondern geriet zu einer Suggestion.

Bornmax: Einstein, wenn Dein 1905er Relativitätsprinzip allgemeingültig wäre, dürfte das Erscheinungsbild ausnahmslos aller physikalischer Prozesse nicht vom Bewegungszustand des Bezugssystems abhängen: Wir dürfen also niemals in der Lage sein, unseren Bewegungszustand zu detektieren. Was muss man also unternehmen, um jede Abhängigkeit vom Bewegungszustand los zu werden?

Einstein: Nichts, eigentlich. Weil ja nichts existiert, was davon abhängt: Haste keine Decke brauchste keine Lampe.

Bornmax: Dann erklär mir bitte, Einstein, wozu Du diese Zange brauchst, diese Gamma-Zange? Nein, diesen Gamma-Hammer.

Gamma-Hammer: How to kill Euklid

Gamma-Hammer

Einstein: Der Wert für Gamma fällt aus der LT heraus, wenn man ct einsetzt anstelle von x und ct‘ anstelle von x‘.

  • Was hat er dabei für eine Bedeutung?
  • Warum kommt da überhaupt ein eindeutiger Wert heraus?

Einstein: Der Wert bedeutet nichts anderes als das, was hingeschrieben wurde: Die Gleichung, umformuliert, einfachere Darstellung.

Bornmax: Wenn die Gleichung als Frage formuliert worden wäre, was hätte man fragen müssen? So etwas wie:

  • Unter welchen Bedingungen ist die Invarianz der LG erfüllt?

Einstein: Und was kommt da als Antwort heraus?

Bornmax: So etwas wie: Unter genau dieser Bedingung ist die Invarianz der LG erfüllt?

Einstein: Und was kommt in den Umkehrschluss?

Bornmax: Vielleicht so etwas wie: Unter allen anderen Bedingungen ist die Invarianz der LG nicht erfüllt?

Einstein: Falsch! Der Umkehrschluss hält nicht! Es muss heißen: Wenn die Invarianz der LG nicht erfüllt ist, sind die Bedingungen dafür nicht erfüllt.

Bornmax: Weisst du, Einstein, das sollte eigentlich genügen, um die Nützlichkeit deiner Überlegungen in Frage zu stellen. Sie kommen ziemlich hingebogen daher. Aber was noch wichtiger ist: Sie helfen nicht beim Verstehen. Denn sie sagen nichts über das Wie, nichts über die physikalischen Vorgänge, die dafür sorgen, dass das alles so funktioniert.

Im Gegenteil: Einstein, Du wirfst ein paar Formeln hin und meinst, damit sei etwas bewiesen und wir als Leser hätten jetzt die Aufgabe, diesen Salat zu verstehen. Einstein, deine Nicht-Theorie war aus der Zukunft gefallen. Heute würde man sie nicht einmal mehr bemerken, ohne vorgeschaltete PR, wegen der unendlichen Weiten des world wild web, in dem alle unentwegt reden und sich zeigen, aber niemand mehr zuhört.

Willst du wissen, was meine Auffassung vom Gamma-Hammer ist?

  • Damit kann man sogar Euklid erschlagen, wenn man dürfte.
  • Damit wäre man in der Lage, jeden Weg von Hamburg nach Hamburg über Berlin abzukürzen.
  • Man könnte sogar jedes Statikproblem alter Autobahnbrücken lösen, indem man die verrosteten Nieten dilatiert.

Wenn klar ist, dass die Bedingung “LG-Invarianz” etwas kostet, was genau kostet sie genau?

Sie kostet eine Schrumpfung der Koordinaten von A (ruhend=nomot) nach A’ (bewegt=mot) um den Faktor Gamma². Das Quadrat ist wichtig. Nur unter der Bedingung, dass die langen Lichtwege um Gamma² eingekürzt werden, kann man LG-Inv-Theorie auf eine LG-Not-Inv-Theorie im Galileo Style abbilden. Wie macht Einstein (nach Poincaré, Lorentz und Voigt) das? Er nimmt eine Seitenlänge γ vom Quadrat γ², um nach A'(mot) überzusetzen und eine andere, um wieder zurück zu kommen nach A(nomot). Einstein findet das prima, weil er auf diese Weise eine schöne Symmetrie zwischen den Bezugssystemen A und A’ formulieren kann.

Die Bewegung des Bewegten muss relativ sein.

Das Koordinatensystem wird immer so ausgerichtet, dass +x die Richtung des Vektors v annimmt.

Die beiden Gleichungen 𝑥′= γ(𝑥−𝑣𝑡) und 𝑥= γ(𝑥′+𝑣𝑡′) geben ein eindeutiges Verhältnis x/x‘ an, nämlich γ(𝑥′+𝑣𝑡′)/γ(𝑥−𝑣𝑡), das für alle Gammas invariant bleibt: 𝑥(𝑥−𝑣𝑡)=𝑥′(𝑥′+𝑣𝑡′).

Eliminiere vt, um Galileo Style zu erfüllen

Eliminiere vt, um Galileo Style zu erfüllen

Dabei wird jetzt das 𝑥′, das wir vom Galileo Style mit 𝑥′=(𝑥−𝑣𝑡) kennen, um γ verlängert, während das große 𝑥 um γ geschrumpft wird. Letzteres kann man an der Formel nicht sofort ablesen. Aus dem Verhältnis beider Gleichungen lässt sich jedoch die Invariante
𝑥(𝑥−𝑣𝑡)=𝑥′(𝑥′+𝑣𝑡′)
ableiten, die für jedes γ gilt. Wird also am 𝑥′ herumgeschraubt, muss, weil die Fläche aus 𝑥′ und (𝑥′+𝑣𝑡′) gleich bleibt, auch an (𝑥′+𝑣𝑡′) gedreht werden, jedoch in entgegengesetzter Richtung. Erhöht man 𝑥′ um γ, muss (𝑥′+𝑣𝑡′) um γ schrumpfen. Anstelle von (𝑥′+𝑣𝑡′) kann man 𝑥/γ schreiben, wenn man für 𝑥′ das γ-fache nimmt.

Richtig wäre gewesen, so war uns gesagt worden, das große x um γ² zu schrumpfen, damit die Auflage für den Galileo Style erfüllt wird. Jetzt wird also das große x lediglich um γ geschrumpft und das 𝑥′ nur um γ erhöht. Ist das als Verstoß zu werten?

yRc

Man könnte vermuten, dass aus der etwas großzügigen Vorgabe zur Flächenerhaltung zum Zweck der Anpassung von γ² keine Punkt-Lösungen resultieren können, weil viel zu viele Lösungen existieren. Aber es ist nicht einmal ein Verstoß gegen die Vorgaben, weil die zweifache γ-Anpassung zur Anpassung um γ² hinführt. Aber werden wir auch im γ² landen?

Der Betrag von vt muss verschwinden.

An dieser Stelle sollte man verstehen, wie der Wert für γ² in die Formeln der LT hineingezwängt wird. Wenn das Verhältnis von d𝑥/d𝑥′=((𝑥′+𝑣𝑡′)/γ²)/(x’ γ) genau (1+𝑣/c)/γ bzw. (1+β)/γ entspricht, wird die Anforderung des Galileo erfüllt, dass der Betrag von vt als Restbetrag verschwindet. Wenn vt im System A'(mot) nicht verschwindet, könnte man dort den Bewegungszustand detektieren.

Mit γ²=(1/1-β²) scheint das zu laufen. Das ist eine Antwort, die unter der Bezeichnung Gamma-Hammer bereits existiert. Neu ist jetzt, dass der Gamma-Hammer mit einer Wurzel daher kommt.

Schwierig wird es nur, wenn man in’s Detail geht.

vtElim2

Wir machen das jetzt einmal und nehmen die Bedingung, welche für das Verschwinden des vt-Anteils herhalten musste, nämlich die Nullsetzung, und fragen, wie das mit der Flächenerhaltung
𝑥(𝑥−𝑣𝑡)=𝑥′(𝑥′+𝑣𝑡′)
aus der LT zusammenpasst. Wegen der Fächenerhaltung müssen alle durch γ modifizierten x-Werte zusammen wieder eine Fläche mit der gleichen Größe bilden. Dabei zeigt sich, dass diese nur dann die Fläche erhalten, wenn t=t’ gilt.

Allerdings ist auch hier immer noch eine Ausrede möglich. Die Bedingung, die genutzt wurde, um γ² zu bestimmen muss ja nicht wörtlich gelten. Es könnte ja genügen, wenn man nur das gleiche Verhältnis zwischen dem Verminderungsteil dx= x(1-1/γ) und dem Erweiterungsteil dx’=x'(γ-1) ansetzt, ganz so wie im Auflösungsfall, wo vt=0. Allerdings bleibt dann eine Restgröße hängen, so dass vt nicht auf 0 gebracht wird. So sollte also abzuleiten sein, dass der Bewegte seine Bewegung erkennen kann und das Prinzip der Relativität nicht gilt.

Unter uns: Das Prinzip des Galileo kann nicht in der LT gegolten haben, weil man den Wert für den Gamma-Hammer erst einholen und einsetzen muss, um irgendetwas rechnen zu können.  Da steckt nun einmal die Geschwindigkeit v als Bewegungsmaß drin, die -egal wie man es dreht- jedem der beiden -völlig gleichberechtigten- Bezugssysteme mitgeteilt werden muss!

An dieser Stelle wäre es vielleicht angebracht, zu melden, dass wir keinen Irrgarten besuchen wollten, sondern lediglich zwei Postulate (Rel,LG-Inv) und zwei Constraints überprüfen wollten, die dafür zu erfüllen sind (LT-Fläch-Inv,&gamma²).

Inklusion ist überall

Jeder kann an der Funktionszeichnung des Gamma-Hammers erkennen, was die Zeitdilatation machen muss, nämlich aus einem groß T das klein t machen. Damit ist das alles einer Theorie äquivalent, die ausschließlich ein t benutzt. Das sind bekanntlich die Emissionstheorien. Weshalb wird die SRT nicht als Emissionstheorie anerkannt (wir haben doch heute überall die Inklusion), wenn sie doch genau so funktioniert: Damit cT, das in der Funktionszeichnung und gemäß Dreiecksungleichung länger ist als ct, mitkommt, braucht es mehr Zeit. Diese wird ihr auch genehmigt, denn der Gamma-Hammer plättet sie hernach wieder weg.

Da schreibt jemand zwei Gedanken auf: A und B. Ob die sich vertragen, weiß er nicht. Aber sicher ist, dass sie unverträglich aussehen. Also sucht er nach Mitteln, um sie verträglich zu machen. Er findet den Gamma-Hammer und schlägt mit B auf A so lange ein, bis A damit so weit verbeult ist, dass die Bedingungen für B ausreichend zur Geltung kommen können.

Widerstreitende Eigenschaften: In einer Theorie?

Die Natur wird in der LT so beschrieben, genau so, wie die sich bis dato widersprechenden Befunde gezeigt haben:

  • Michelson-Morley (MM1881) als LG-Rel-Befund,
  • Fizeau (F1851) und später Sagnac (S1913) als LG-NotRel-Befund.

Wenn man MM1881 und F1851 zusammenfasst, dann ist das so, als ob man Wasser und Öl vereinigt: Das geht zwar, aber es kommt weder Öl noch Wasser heraus. Auch wird es schwierig, sich mit Rama die Hände zu waschen oder ein Steak damit zu braten. Damit MM1881 erklärt werden kann, muss eine Emissionstherie 2.0 gerechnet werden, die den (wegen v zu) großen “T”-Zeitbedarf klein rechnet. Damit F1851 erschlagen wird, muss die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit gelten. Dass beides nur schwer harmoniert, zeigt sich an den Mühen, die uns die Längenkontraktion bei simultaner Zeitdilatation bereitet, die beide ohne Querverkopplung und ohne jeglichen Datenaustausch aphysikalisch funktionieren. Das sieht zwar klasse aus, ist aber leider völlig absurd.

Einstein, Deine Theorie ist keine Theorie, schon deshalb nicht, weil die Mixtur aus zwei widerstreitenden Theorien keine Theorie ergibt. Das ist immer so, wegen unserer Logik. MM1881 wird erklärt durch eine Emissionstheorie, F1851 durch eine Nicht-Emissionstheorie. MM1881 wird erklärt durch eine Nicht-Äthertheorie, F1851 durch eine Ätherheorie. MM1881 wird erklärt durch eine XX-theorie. F1851 durch eine Nicht-XX-Theorie. Wenn es nun eine Theorie gibt, die vorgeblich beides erklärt, dann wird sie entweder

  • den Widerspruch zwischen beiden Fällen als scheinbar aufgedeckt und eliminiert haben oder
  • den Widerspruch zwischen beiden Fällen verdeckt haben, unter einem Ungetüm an Unverständlichkeiten oder
  • den Widerspruch nicht erkannt haben und immer noch in ihrem Rumpf herumtragen.

Such es Dir aus, was zutrifft.

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2 Gedanken zu “Frag den Einstein

  1. https://www.aip.org/history/exhibits/einstein/essay-einstein-relativity.htm
    John Stachel: „But here he ran into the most blatant-seeming contradiction, which I mentioned earlier when first discussing the two principles. As noted then, the Maxwell-Lorentz equations imply that there exists (at least) one inertial frame in which the speed of light is a constant regardless of the motion of the light source. Einstein’s version of the relativity principle (minus the ether) requires that, if this is true for one inertial frame, it must be true for all inertial frames. But this seems to be nonsense. How can it happen that the speed of light relative to an observer cannot be increased or decreased if that observer moves towards or away from a light beam? Einstein states that he wrestled with this problem over a lengthy period of time, to the point of despair.“

  2. Die Annahme, dass die Uhr ein wenig langsamer gehen solle, weil das Licht noch ein wenig Zeit brauche, bis es am Ziel ankommt, ist die dümmste Aussage in der Geschichte der Wissenschaft.
    http://www.pitt.edu/~jdnorton/teaching/HPS_0410/chapters/Special_relativity_clocks_rods/index.html

    Wenn Zeit nach dem jeweiligen Zeitbedarf definiert wird, lässt sich kein Zeitmaß bestimmen, das unabhängig vom Bewegungszustand gelten könnte.

    Auch die Aussage, dass eine Geschwindigkeit (Verhaltnis aus Strecke und Dauer) unveränderlich sei, wird komplett sinnlos: Wenn die Zeitmaße variieren, je nach Beobachter und dessen Bedarf, ist die Aussage eines einzelnen Beobachters niemals überprüfbar: Denn dieser (und jeder andere) Beobachter hätten das Recht, erst dann auf die Stoppuhr zu drücken, wenn das Licht da ist!

    Der Schizophrenie sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt.
    https://bornmax.files.wordpress.com/2015/11/einsteinsrt_at.pdf

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