Wer trug den Terror nach Paris?

Das berichteten alle Medien über die Terroranschläge von Paris:

  1. Am Freitagabend wurden
  2. mehr als hundert lebensfrohe Menschen
  3. mitten in Paris
  4. von islamistischen Gotteskriegern
  5. niedergeschossen bzw. niedergebombt.

Dabei trug sich folgendes zu:

  1. Am Freitagabend wurden
  2. mehr als hundert junge Leute
  3. auf brutale Weise
  4. von fanatischen jungen Menschen
  5. verletzt oder getötet.

Die Tatsache, dass die Attentäter einer islamistischen Terrorgruppe angehören, wurde von allen öffentlichen Stellen in den Mittelpunkt ihrer Nachricht gerückt. Warum?

Nach den Anschlägen von Paris fiel dem intellektuellen Präsidenten der Franzosen, Prof. Hollande, folgendes ein:

  1. „Wir brauchen mehr Polizei!“ und
  2. „Wir sind im Krieg“.

Die Verantwortung liegt jedoch nicht dort, wo Prof. Hollande sie sucht.

Wer trägt die Verantwortung für die Anschläge von Paris?

Junge Menschen sind heute, mehr denn je zuvor, unreif und verführbar. Ein wesentlicher Grund: Junge Menschen kennen –aus Mangel an Erfahrung und Erziehung– keine harten Normen und keine klaren Grenzen. Viele Eltern nehmen heute wie selbstverständlich an, dass die staatliche Bildung auch die Erziehung aller wichtigen, also auch der moralischen Werte beinhaltet, die für das friedfertige Zusammenleben aller Menschen vorausgesetzt werden.

Der Umgang mit beherrschenden Gefühlen, z.B. mit Aggression, dem Drang nach Vergeltung bei erlebtem Unrecht oder dem Gefühl der Ohnmacht wird heute kaum noch trainiert. Einerseits pflegen die Kinder schon früh durch die ganztägige Betreuung außer Haus ihren eigenen Tagesablauf. Dadurch läuft ihr Leben parallel zu dem ihrer Eltern ab, fern von deren Lebenswirklichkeit. Dieser modernen Lebenssituation entspricht jene, wenn Kinder in ein Internat gegeben werden.

Kinder können, wenn sie im Internat leben, ihre eigene Lebensauffassung entwickeln. Dort leben sie wie im Cocon, zurückgezogen, künstlich und virtuell, geleitet von selbst entwickelten Ideen, die meist Hirngespinste sind, und empfinden dabei ihre Probleme als weltbewegend. Menschen, die im Internat aufwachsen, neigen zu Idealismus und suchen ein Leben lang nach dem Kern, der das Leben lohnen lässt. Kinder, die mit ihren Eltern und Geschwistern in enger Verbundenheit und direkter Beziehung zur Lebenswirklichkeit der Eltern aufwachsen, trachten hingegen nach realistischen Zielen, haben seltener Motivationsprobleme und lassen sich nicht leicht beeinflussen.

Internatskinder müssen ihre Copingstrategien selbst entwickeln. Die Eltern oder Erzieher können ihnen nicht vorleben, allenfalls hypothetisch darüber berichten, wie man schwierige Lebenssituationen bewältigt. Dadurch, dass die Eltern das Gesagte nicht so vormachen können, dass es für sie erfahrbar wird, werden die Kinder in ihrer Auffassung bestärkt, dass das Leben ihrer Eltern ebenfalls ein virtuelles, also ein zumindest ebenso unechtes Leben ist.

Sind Migrantenkinder besonders anfällig?

Zur Einschätzung, dass das Leben ihrer Eltern nicht echt sei, können die Kinder von Migranten regelmäßig gelangen. Die Kinder werden in einem den Eltern fremden Kulturkreis sozialisiert, dessen Regeln sie kaum nachvollziehen können, auf die sie keinen Einfluss haben und auch keinen Einfluss gewinnen können. So fühlen sich die Kinder von Migranten nicht selten alleingelassen, ohne taugliche Vorbilder, den eigenen Eltern und jenem Kulturkreis fremd, dem sie vorgeblich entstammen. Auf diese Weise entsteht kein Selbstvertrauen, das notwendig ist, um ein Leben selbständig zu meistern.

Die deutschen Schulen, nicht nur die sog. Brennpunktschulen, sind heute voll von Versagern, nicht nur auf Seite der Schüler, die regelmäßig aufgrund ihrer Herkunft und unzureichender Sprachkenntnisse scheitern.

Die moderne Gesellschaft scheint irgendwie vergessen zu haben, dass die junge Generation die volle Aufmerksamkeit und Fürsorge der Elterngeneration benötigt, um erfolgreich in ein Leben starten zu können.

Die Eigeninteressen der Eltern, nicht nur ihre Medien- und sonstigen Süchte, dürfen heute allenthalben den Fürsorgeinteressen und den Erziehungspflichten entgegen gestellt werden. Das erscheint insoweit als absurde Entwicklung als heute die Menschen besser denn je in der Lage sind, ihre Fortpflanzung genau zu steuern.

Die Idee von der Selbstverwirklichung können junge Eltern nicht so leicht wieder aufgeben: Nach über zwei Jahrzehnten intensiver Entwicklung des Selbst und des Ego fällt es jedem schwer zu begreifen, dass man zugunsten eines anderen und überwiegend hilflosen Menschen komplett zurückstecken muss.

Die größte Unfreiheit in unserer Gesellschaft erleben junge Eltern, die erzwungener Maßen für ihr Kind da sein müssen und dabei voller Neid feststellen, wie frei ihre Kollegen und Freunde ohne Kinder über ihre Zeit verfügen können.

Auf diese Erfahrung sind junge Eltern weniger denn je vorbereitet, denn: Die Politik macht ihnen Glauben, dass sie binnen weniger Monate wieder voll berufstätig sein könnten und das Baby schon bald zu einhundert Prozent von der nächstgelegenen Kita übernommen werden könne. Wer diese Verheißungen vernimmt, muss das Recht haben, die Vernunftfrage zu stellen:

  • Wenn ich keine Zeit für Kinder habe, weshalb habe ich die Empfängnis nicht verhindert?
  • Wenn ich unbedingt Kinder haben wollte, weshalb nehme ich mir keine Zeit für sie?
  • Wer seine Kinder nicht versorgen kann oder nicht erziehen kann oder es regelmäßig nicht schafft, sie rechtzeitig zur Schule zu schicken, oder einfach keine Zeit für sie, weder für das eine noch für das andere erübrigen kann, weil alles andere einschließlich Handy viel wichtiger sind, weshalb hat diese Person nicht darauf verzichtet, sich fortzupflanzen?

Eltern sein funktioniert nur mit Verzicht. Wer das anders in Erinnerung hat, erinnert falsch. Zunächst muss man auf die gewohnten Freizeitaktivitäten verzichten, dann auf den Schlaf, schließlich verzichtet man auf die Berufschancen und am Ende auf eine schöne Rente. So lange man Kinder im schulpflichtigen Alter hat, muss man sogar auf den geliebten Urlaub am Meer verzichten, weil die Tarife zu Ferienzeiten regelmäßig in absurde Höhen wuchern.

Der Staat verführt junge Menschen dazu, Kinder in die Welt zu setzen. Mit diesen Versprechungen werden sie gelockt,

  • mit Kindergeld, das für die Versorgung alles Notwendigen ausreicht,
  • mit Elterngeld, das so hoch ausfällt wie der eigene Lohn,
  • mit extra Rentenanspruch für die Erziehungszeit,
  • mit Steuervergünstigungen und
  • kostenlosen Kitaplätzen.

Dabei wird regelmäßig vergessen zu erwähnen:

  • die Kinder brauchen deine Zeit,
  • die Kinder brauchen deine Zuwendung,
  • die Kinder brauchen deine Fürsorge,
  • sie brauchen deine Führung,
  • sie wollen deine Aufmerksamkeit und von dir lernen,
  • dich imitieren und so werden wie du,
  • bist du darauf vorbereitet?

Eltern, die nicht anwesend sind oder etwas Besseres zu tun haben, etwa ihrem Job nachzugehen, hinterlassen als Nachkommen opportunistische, bindungslose Robots, die ohne weiteres bereit wären, für die IS zu kämpfen, wenn es ihnen nur hinreichend nutzbringend erschiene. Jede Wette!

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2 Gedanken zu “Wer trug den Terror nach Paris?

  1. Wenn den Kindern nicht vorgelebt wird, wie das Leben geht,
    wenn ihnen nicht erklärt wird, wie das Leben nicht gehen kann,
    wenn sie keine Zeit mehr haben, für die eigenen Kinder,
    und viel lieber mit oder ohne Facebook-Profil ihrem Narzissmus frönen,
    wenn sie wie selbstverständlich die eigenen Interessen über alles andere stellen
    und von den Kleinsten schon annehmen, dass sie besser selbst entscheiden,
    was sie können, dürfen oder sollen,
    wenn sie als junge Eltern ihr Handy schieben und darüber ihr Kind vergessen,
    dann wissen sie nicht, was notwendig ist, um
    ein Leben mit Wert, mit Ziel und Würde zu leben,
    dann reflektieren sie nicht,
    was Kinder alles von ihren Eltern übernehmen
    und so weitermachen, wenn ihr eigenes
    längst erloschen sein wird.

    Wenn Ihr denkt, der Staat regle alles,
    von der Kohle für die Kita bis zur Fürsorge im Altersheim,
    von der Bildung für alle bis zur Inklusion gestörter Psychos,
    dann habt Ihr euch verrannt.

    Wenn Ihr denkt, der Staat schaffe das,
    von der Aufnahme unendlich vieler Flüchtlinge bis zur Integration aller Muslime,
    von der Versorgung aller Kinder mit H4 bis zur Rente mit 57,
    dann habt Ihr euch verrannt.

    Wenn Eure Kinder nur noch Eure Nebensachen sind,
    weil für die Hauptsache kaum noch Zeit bleibt
    und die Menschen ihr Leben
    viel lieber im Facebook vertwittern,
    dann habt Ihr euch verrannt.

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