Wie funktioniert der Sagnac-Effekt?

Licht wird im Punkt B (bei 12 Uhr) ausgesandt, es breitet sich in allen Richtungen gleichmäßig aus. Mit Hilfe von Spiegeln und Blenden werden zwei Teilstrahlen auf eine kreisförmige Bahn gelenkt und gegenüber von B wieder zusammengeführt. Das Bild, das auf einer Mattscheibe durch die Überlagung der Teilstrahlen (Intereferenz) entsteht, verändert sich, wenn man die Scheibe in Bewegung versetzt. Es bleibt gleich, so lange die Geschwindigkeit gleich ist.

Wer annimmt, dass die Geschwindigkeit der Lichtausbreitung von der Bewegung der Lichtquelle unbeeinflusst bleibt, kann das Messergebnis vorhersagen. Wer jedoch mit Albert Einstein annimmt, dass die Lichtgeschwindigkeit für jeden gleich sein müsse, weil nämlich die Experimente von Michelson und Morley die Notwendigkeit für das Relativitätsprinzip gezeigt hatten, liegt voll daneben.

Albert Einstein musste seine Theorie vom schizophrenen Licht, das auf der einen Seite -unabhängig von der Bewegung des Senders- konstant abstrahlt und auf der anderen Seite jeden Empfänger -unabhängig von dessen Bewegung- gleich schnell erreicht, im Jahr 1913 von George Sagnac korrigieren lassen. Beide Empfänger bleiben in konstantem Abstand zum Sender und dennoch können sie einen Laufzeitunterschied an der Phasenverschiebung bemerken:

Weil beide Empfänger am selben Ort stehen, lassen sie keinen Spalt Platz für die einsteinschen Spielereien mit der Zeit, die manche Menschen bis heute so faszinieren.

Angeblich, so wurde von seinen ersten Anhängern argumentiert, sei der Sagnac-Effekt nur mit Hilfe der allgemeinen Theorie zu lösen. Das Dumme daran war, dass diese zweite Theorie genau das Gegenteil der ersten behauptet und eigentlich nur etwas zur Gravitation der Massen beitragen sollte: Das Licht sei gar nicht total konstant, es folge bestimmten und -wenn mehr als zwei Objekte im Spiel sind- völlig unberechenbaren Bahnen.

Nun kommt hinzu, dass die Besonderheit des Sagnac-Effekts, nämlich dass die Rotation eine Beschleunigung (zum Zentrum hin) bewirkt, im Jahr 2003 als irrelevantes Kriterium erkannt wurde. Ruyong Wang et.al hatten das Licht durch unterschiedliche Schleifen aus Glasfasern geschickt und haben dabei äußerst geschickt den Anteil variiert, der gerade, also beschleunigungsfrei, verläuft.

WangSagnac

Professor Wang und seine Kollegen konnten mit präzisen Messungen belegen, dass die Phasenverschiebung Δz bzw. der Laufzeitunterschied aus beiden Richtungen von der Länge der Glasfaser (des optischen Weges) direkt abhängt: Δz~U. Das bedeutet, dass die Umlenkung und die Beschleunigung keine Rolle spielen und der Laufzeitunterschied auch bei der linearen Lichtausbreitung auftritt. Bei der geradlinigen Ausbreitung wird jedoch eine Messung unmöglich, weil der Phasenvergleich an unterschiedlichen Orten simultan stattfinden müsste.

Abstract

Die Lorentz-Kontraktion der Ehrenfest-Scheibe ist nur eine Hälfte der Vorgangsbeschreibung, die bei einer relativistischen Interpretation des Sagnac-Effekts erforderlich wird. Die zweite Hälfte sollte von der relativistischen Zeitdilatation kommen, die im Fall des Sagnac-Experiments jedoch versagt: Sie wurde erfunden, um den Unterschied von R/(c+v) und R/(c-v) durch das unterschiedliche Ablesen von Uhren wegzubügeln, um dem Nullexperiment im Michelson-Fall zu entsprechen.

Verständniskontrolle:

Die Anleitung im Video kann helfen, das Arbeitsblatt zu bearbeiten.
– There is a crossing of the two beams. Why?
– The higher the rotational speed the greater the distance  needed to meet the getter.
– In order to calculate the shift the difference of time is not the solution. Explain why!

 

Die Kontraktion des Umfangs: Ein Beobachterding?

Das Ehrenfest-Paradoxon benennt eine Konsequenz der relativistischen Betrachtung des Sagnac-Experiments: Der Umfang der Scheibe müsste schrumpfen, wenn diese rotierend beobachtet wird, jedoch würde am Radius der Scheibe keine Verkürzung zu bemerken sein, weil dieser jeweils unbewegt erscheint. Da der Umfang von Kreisen mit dem Zweifachen seines Radius anwächst, kann die Verkürzung in unserer Realität nicht stattfinden.

Die Zeitdilatation liefert den zweiten Grund für die Verkürzung des Umfangs relativistisch rotierender Scheiben: Würde eine Uhr am Rand der Scheibe montiert, wäre deren Anzeige nur mit der Verzögerung ablesbar, welche die Lichtgeschwindigkeit vorgibt. So würde die Zeitangabe beim Ablesen in der tangentialen Achse (wie auf der Fahrbahn hinter dem Autoreifen) die Datenausgabe der Kreisscheibe um einen zusätzlichen Faktor 1/sqrt(1-v²/c²)  verschieben. Weil sie das aber auf beiden Seiten gleich tun würde, ergibt sich aufgrun der Zeitdilatation kein Unterschied.

Besser von oben: Was wird gemessen?

An zentraler Stelle von oben betrachtet wird die Sachlage klarer: Die Dauer der kurzen Strecke ist mit L/(c+v), die der langen Strecke mit L/(c-v) zu bemessen. Die Differenz aus beiden Laufzeiten wird als die Ursache für die Phasenverschiebung z angesehen, die man mit dem Sagnac-Interferometer messen kann: λz= 2Lv/(c²-v²). Die Summe aus beiden Laufzeiten beträgt dann 2Lc/(c²-v²).

Wie große ist die gesamte optische Wegstrecke bestehend aus beiden optischen Pfaden?

Die gesamte optische Wegstrecke beträgt das c-fache der Laufzeitsumme, also 2Lc²/(c²-v²) = 2L/(1-v²/c²). Der Unterschiedsbetrag aus beiden Wegstrecken ist somit das β-fache bzw. v/c-fache der Gesamtstrecke.

Wie kann insgesamt eine größere Strecke durchlaufen werden als der Umfang der Scheibe erlaubt?

Bei der Ausleitung der beiden Teilstrahlen tritt einer zeitliche Überlappung auf: Nach der Ausleitung des Strahls auf dem kürzeren Pfad bleibt für diesen die Zeit nicht stehen, auch wenn das zugunsten der SRT angedacht wurde. Bis der andere Strahl den Messpunkt erreicht, dreht die Scheibe sich weiter und nötigt ihn damit, über den bereits abgemessenen Pfad zu laufen.

Warum muss der Umfang einer rotierenden Scheibe gekürzt werden?

An dieser Stelle eine Antwort von einem Lehrbeauftragten der SRT zu fordern, wäre vermutlich zu viel: Die SRT vermag das Ehrenfest-Paradoxon nicht zu zerstreuen, geschweige denn als perspektivisch bedingt aufzulösen. Dass demnach die SRT seit 1909 als widerlegt gelten muss, folgt nicht zwingend, denn auch die Logik lehnt manch relativistischer Denker als zu eindeutig .ab. Schließlich bestehe seiner Auffassung zufolge durch Einführung der Allgemeinen Relativität die Möglichkeit, nicht-euklidisch an das Problem der nichtflachen Scheiben heranzugehen, mit der Wirkung, dass die Fläche der Scheibe ihre Ebene verlassen dürfe.

Wenn man die SRT als Kalkül betrachtete, wäre sie damit widerlegt, weil sie eine Aussage ableitet, die zu einem Widerspruch führt. Wäre also die SRT in der Mathematik beheimatet, wäre sie getilgt. So gilt sie als physikalische Theorie, für die alle Optionen einer freien Weltanschauung gelten – und muteten sie noch so schizophren an.

Eine Scheibe hat genau einen Umfang?

Wenn man die von beiden Lichtstrahlen im Sagnac-Interferometer zurückgelegte Wegstrecke U‘ summiert, erhält man mit U’=UL+UR=U/(1-β²) das γ²-fache des statischen Umfangs U. γ² ist bekanntlich die Invariante der Lorentz-Transformation bzw. der Schlüssel zur Lösung der Gleichung 1/(1-b)=(1+b), die rechts mit γ² multipliziert wird.

  • Statisch betrachtet besitzt jeder Kreis einen eindeutigen Umfang U=2r π, der nur vom Radius r abhängt.
  • Dynamisch betrachtet besitzt jeder Kreis unendlich viele Umfänge, wenn man bereit ist, alle möglichen Versuche, den Kreis nachzuzeichnen mit ihm selbst gleichzusetzen.

Man darf den Ansatz zur Erfassung der Dynamik in einem Beispiel mit der Frage in Verbindung bringen, wie viele verschiedene Rundenzeiten auf dem Nürburgringe gefahren werden können.

Eine Scheibe kann viele Umfänge haben

Was zeichnet die Spezielle Relativitätstheorie als Lehre der Dynamik aus, dass wir einen eindeutigen Umfang auch in der Dynamik zur Geltung bringen wollen? Ist der dynamische Umfang eines Kreises überhaupt eindeutig?

Der Vorschlag der SRT lautet: U’= 2r π/(1-β²) = (2rπ) γ².

Der dynamische Umfang eines Kreises sei definiert durch die c-fache Dauer, die das Licht bei konstanter Ausbreitungsgeschwindigkeit c zum Durchlaufen seines Umfangs benötigt, dabei in Abhängigkeit von dessen Rotationsgeschwindigkeit ω=rcβ stehend.

Die Angaben zum dynamischen Umfang einer Scheibe belaufen sich je nach Anwendungsfall auf diese Größen:

  • Einstrahlig: Es ergibt sich entweder die Länge U/(1-β) oder die Länge U/(1+β).
  • Zweistrahlig: Die Länge U/(1-β²) gilt für den Umfang eindeutig.
  • Dreistrahlig oder höherstrahlig ergibt sich aus Mangel an Phantasie keine Länge.

Conclusion

Den dynamischen Umfang einer Scheibe kann man nicht unabhängig vom Anwendungsfall durchführen, daher muss man die Annahme seiner Eindeutigkeit verwerfen. Die Auszeichnung eines wohl bestimmten Anwendungsfalls erfordert eine Begründung, die nicht durch ein diktatorisches Prinzip gegeben werden kann. Daher ist der Versuch, einen dynamischen Umfang analog zum statischen Umfang einzuführen nicht zweckmäßig. In der Lehre der Dynamik würde er wegen der fehlenden Eindeutigkeit nur zur Verwirrung beitragen.

Das Ehrenfest-Paradoxon birgt keine Antinomie, sofern man eindeutig und korrekt formuliert: Die Verkürzung des dynamischen Umfangs rotierender Scheiben ist eine triviale Notwendigkeit, weil die Rechengröße, die dem Zeitbedarf für zwei umlaufende Lichtstrahlen entspricht, den der ruhenden Scheibe in Abhängigkeit von der Rotationsgeschwindigkeit mit γ² übersteigt. Allerdings hat das mit der vielfach verbreiteten mystischen Relativitätsauffassung (Ontologisierung) nichts zu tun.

Paul Ehrenfest hat 1909 die Überlegungen des Hendrik Antoon Lorentz widerlegt, dass geometrisch beschriebene Körper eine Längenverkürzung in der Richtung ihrer Bewegung erfahren können. Sie können es nicht, weil das die euklidische Geometrie nicht zulässt. Im Jahr 1912 erhielt Paul Ehrenfest den Ruf an den Lehrstuhl für theoretische Physik in Leiden, als direkter Nachfolger von Hendrik Antoon Lorentz. Einstein beschäftigte sich schon viel früher mit der Suche nach außereuklidischen Lösungen für seine Ideen.

Religionsstiftende Dynamik

Wenn man gewohnt ist, in Galileo-Systemen zu denken, wo das Je-Desto automatisch und unbemerkt abläuft, muss es verstören, dass es eine Unterscheidung zwischen statischer Strecke und dynamischer Strecke geben soll. Einstein nannte das erste „Ruhelänge“ und gab dem zweiten keinen Namen, nur die Kennzeichnung „im bewegten System gemessen“. Nehmen wir das Beispiel von Achilles und der Schildkröte, die Achilles vermeintlich nicht einzuholen vermag und stellen die Frage nach der Wegstrecke, die Achilles zurücklegen muss, bis er diese erreicht haben wird.

Sei R die anfängliche Strecke zwischen beiden, nimmt man R/(a-s),  um die Zeit zu bestimmen, bis der Abstand zwischen A und S null wird. Die Dauer selbst ergibt noch keine eindeutige Strecke, doch A hat dabei die Strecke aR/(a-s) zurückgelegt, die verglichen mit R um a/(a-s) größer ausfällt.

In dieser Formel steckt nichts drin, was Aufmerksamkeit rechtfertigt, selbst wenn man Achilles mag und seine Fähigkeit zu rennen bewundern möchte und daher auf diese Größe zu normieren wünscht, etwa mit β=s/a.

Wenn man nun den Rücken der Schildkröte mit der Erdkruste gleichsetzt, muss Achilles die Strecke L einmal in der Richtung der Erdbewegung durchrennen und dann wieder zurückkehren. L/(a-s)+L/(a+s) wäre die Gesamtzeit und die dynamische Länge von L würde sich zu L/(1-β²) errechnen, jedoch nur, wenn man Achilles zum Maß der Dinge macht.

Praktische Interferenzmessung

Gegeben ist ein Sagnac-Interferometer, das zwei Lichtstrahlen aus unterschiedlichen Richtungen unter Rotationseinfluss zur Interferenz bringt und die Verschiebung der Streifenmuster in Abhängigkeit von der Rotationsgeschwindigkeit sichtbar macht. Ein Lichtstrahl, der nach der Zeit L/(c+v)  austritt, wird laut Theorie die gleiche Frequenz und die gleiche Wellenlänge haben wie der andere, der nach der Zeit L/(c-v) ankommt. Die Differenz aus beiden Zeiten soll angeben, um welche Länge (in Einheiten ganzer Wellenlängen) beide Strahlen zueinander verschoben wurden.

Die Differenzdauer zu verwenden erscheint plausibel, wenn man sich vor Augen führt, dass die Interferenz erst mit dem Eintreffen des zweiten Strahls beginnt, also der zeitlich vorangehende Teil des ersten Strahls das Versatzstück bildet, das vor dem Messpunkt liegen wird.

How Sagnac shift works

Wie man ohne weiteres -auch ohne in das ggb-Arbeitsblatt zu blicken- erkennt, gibt es eine Überschneidung der beiden Laufzeiten. Wenn wir argumentieren wollen, dass der Versatzwert diejenige Strecke darstellt, die bei Interferenzbeginn wegen des Überstands verloren geht, liegen wir schwer daneben. Der Differenzbetrag gibt nämlich nur den Wert ab der ursprünglichen, nicht ab der aktuellen, der zu messenden Position an.

Zwischen dem Austritt des ersten Strahls und dem des zweiten Strahls bzw. dem Beginn der Interferenz bewegt sich der Getter (Strahlteiler) noch weiter auf den ursprünglichen Ort der Emission zu, d.h. er verkürzt den Zeitwert auf dem kürzeren Pfad weiter und vergrößert dadurch jenen Teil, der als Überstand der Messung entzogen wird. Während Δt=tL-tR wird der Abstand zwischen beiden Messpunkten um β(Δt) größer, so dass anstelle von Δz=βU‘ diese Formel zur Berechnung der Phasenverschiebung eingesetzt werden müsste Δz=(1+β)βU’=βU/(1-β).

Tatsächlich wurde das in keinem Lehrbuch aufgegriffen, weil das Ergebnis des Experiments die Aussage nicht unterstützen würde. Es gäbe große Probleme, die Formel mit dem (1+β)-fachen des ‚plausiblen‘ Wertes anzusetzen. Die Differenz ist mit β-Werten von 10-8 allerdings zu gering, um gemessen zu werden. Inzwischen dominieren Ringlaser den praktischen Einsatz, die selbst kleine Änderungen der Erdrotation nachweisen können.

Man sollte nicht einwenden, dass diese Differenz im praktischen Fall zu klein ausfällt, um relevant zu werden. Festzustellen ist vielmehr, dass eine Argumentationsgrundlage für den naiven Ansatz, einfach die Zeitspannen zu saldieren und mit c zu multiplizieren, nicht existiert.

Summary

  • Die Differenz der Laufzeiten, so wie sie heute an Schulen und Hochschulen vorgerechnet wird, kann die Phasenverschiebung im Sagnac-Interferometer nicht erklären.
  • Der Beitrag der Speziellen Relativitätstheorie zur Erklärung des Sagnac-Effekts ist null.
  • Der Sagnac-Effekt gilt heute als „purely classical“.

Welch eine geniale Idee, die Welt so zu beschreiben, dass alles, was der etablierten Theorie widerspricht, einfach ausgesperrt wird.

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2 Gedanken zu “Wie funktioniert der Sagnac-Effekt?

  1. Die Gesamtschule Eiserfeld verdient ein großes Lob für die Erklärung der Parallelverschiebung, weil sie

    1. ohne Werbebanner auskommt,
    2. keine neu zu erlernenden Fremdwörter einbaut und
    3. schöne Bilder zum Thema Parallelverschiebung

    anbieten kann.

    Eine Figur wird verschoben, indem man jeden Punkt der Figur nach derselben Pfeilvorschrift verschiebt. Der Pfeil gibt an, in welche Richtung und um wieviel Kästchen verschoben werden soll.

    Wenn man noch aus „Richting“ das i zugunsten eines u verschieben könnte und die Worte „wieviel Kästchen“ durch „wieviele Einheiten“ ersetzen könnte?

    Eine Figur wird verschoben, indem man jeden Punkt der Figur nach derselben Pfeilvorschrift verschiebt. Der Pfeil gibt an, in welche Richtung und wie weit verschoben wird.

    „Der Einstein ist ein armes Schwein“ könnte man denken, denn schon in der Schule geht er leer aus. Die affine Abbildung (Translation) lässt die Längen und die Winkel der verschobenen Figuren unverändert.
    Einstein denkt nämlich jede Verschiebeaktion als Auftrag an die Lichtgeschwindigkeit zur Übergabe der Information des Vorwärtsrückens aller einzelnen Liniensegmente bzw. Punkte der Figur an die nächstgelegene Stelle in Pfeilrichtung. Die Übergabe erfolgt seinen Annahmen zufolge Punkt für Punkt entlang der Pfeilrichtung. Sie erfolgt nicht parallel, wo viele oder alle Punkte auf einmal vorwärtsrücken, sondern seriell, wo alle Punkte nacheinander ziehen.
    Weil die Übergabe der Information höchstens mit der Geschwindigkeit xMax=c erfolgen kann, und c kleiner ist als unendlich, muss es Zeit kosten, bis die Eimer-Kette aus Information durchgerückt ist. Während dieser Zeitdauer, die der „Informationseimer“ bis ganz nach vorne braucht, rücken ja bereits einzelne Punkte in die gewünschte Richtung. Demnach muss die Länge während der Verschiebung verkürzt ausfallen, denn den Einrückern auf der einen Seite stehen die Noch-Nicht-Rücker der anderen Seite entgegen.

    /* An dieser Beschreibung wird bereits die volle Widersprüchlichkeit des Einstein-Denkens erkennbar: Dass die Länge verkürzt ist, kann überhaupt nicht auffallen, wenn sich alle (also auch der Einstein) an die vMax-Regel halten! Der Vergleich der Distanz zwischen beiden Endpunkten, L und R, mit einer Länge, die man mehrfach hintereinander setzen muss, gelingt nicht, ohne dafür Zeit aufzuwenden. Um einen Wert von L bis nach R zu übermitteln, wird die Zeitspanne dt angesetzt, die das Licht für die Strecke von L nach R benötigt. Daher müsste nach der Einsteinschen Logik (unter Anwendung von Vmax als Linealvorschrift) gelten, dass R nur in Abhängigkeit von L existiert, und zwar erst nach der Zeitspanne dt, die das Licht für die Strecke benötigt.

    Die Behauptung von einer Verkürzungsnotwendigkeit beinhaltet einen wegen der Annahme von der Begrenztheit der Informationsgeschwindigkeit unzulässigen Vergleich: Einstein unterstellt, dass die Längenangabe unabhängig vom Zeitbedarf für die Längsausdehenung mit Lichtgeschwindigkeit erfolgt sei, der für die vorgeblich richtige Messung der Länge anfällt.

    i) Einstein kann aber garnicht wissen, dass die existierende Länge zu groß ist, weil er sie nämlich mit den von ihm vorgegebenen Mitteln (der Ausbreitung des Längenmaßes selbst (!) mit Lichtgeschwindigkeit) überhaupt nicht vollständig, d.h. Anfang und Ende simultan abgreifend, nachmessen kann.
    ii) Da niemand, auch Einstein nicht, die eigene Geschwindigkeit wissen kann, muss seine Messung bei allen möglichen Geschwindigkeiten des zu vermessenden Stabes zur gleichen Länge kommen. Das kann Einstein aber nicht gewährleisten. Er glaubt sogar noch, es sei richtig, eine Verkürzung anzuordnen, obwohl er den Betrag der Verkürzung nicht kennen kann.

    Wer eine Strecke in Bewegung vermisst und dabei Anfangs- und Endpunkte zu unterschiedlichen Zeitpunkten abgreift (berührt, erreicht), weil er das eben nicht anders kann (und das heißt insbesondere, dass er die Bewegungsgrößen nicht kennt), kann keine Behauptung darüber aufstellen, welche Entfernung zwischen den beiden Punkten liegt, denn er hat eine unbekannte Bewegungsgröße in seine Messung eingeschlossen. Einstein kann die Ergebnisse aus den beiden Fällen „Messen mit Lichtgeschwindigkeit“ und „Messen mit Stockvergleich“ grundsätzlich nicht vergleichen! Diese Unmöglichkeit kann er nicht durch eine solche Annahme wie z.B. „Und sei unterstellt, dass ich wüsste, wie man das Problem löst“ schließen. Und schließlich: Wenn die Welt so aufgebaut wäre, wie Einstein sich das dachte, muss jedes Mal, wenn eine Nachricht durch den Draht geschickt wird, der Draht sich verkürzen.
    */

    Vielleicht war der junge Einstein niemals in der Kirche gewesen. Dort passiert es jeden Tag, dass man in der Kirchenbank sitzend, etwas einrücken muss, um Platz zu schaffen, für einen Mitmenschen, der sich dort ebenfalls niederlassen möchte. Selbst wenn eine Kirchenbank restlos gefüllt scheint, findet man noch ausreichend Platz für einen Nachrücker. Dazu muss allerdings zuerst die Information bis ganz nach hinten, an das ferne Ende gepostet werden, damit von dort her („Ziehen ist besser als Schieben“ der Golf kam von Volkswagen) Platz geschaffen wird. Was folgt für den Einstein aus dieser Erkenntnis aus der Kirchenbank? Seine Idee, dass die Verkürzung passiert, ist Nonsens, denn ebenso kann man argumentieren (ohne, dass es dadurch klüger wird), dass eine Verlängerung notwendig ist, weil zuerst Platz geschaffen werden muss, um den nachrückenden Punkten ihre Verschiebung zu ermöglichen.

    Einstein sollte eigentlich im Zusammenhang mit dem Ehrenfest-Paradoxon erkannt haben, dass die von ihm als starr gedachten Körper (die sich nicht verkürzen können bei Translation, weil sie starr bleiben müssen) in der Realität nicht vorhanden sein können. Und daraus sollte er wiederum gelernt haben, dass seine Erfindung von der Verkürzung der Längen überhaupt keine Relevanz für unsere Realität haben kann. Denn hier bei uns hier sind alle Körper so verwindungsfähig, dass ihre Längen nur näherungsweise zu bestimmen sind und keineswegs beständig sind. Warum konnte er die Hirngespinstigkeit seiner Theorien nicht erkennen?
    Stoßwellen durchlaufen Festkörper mit der Schallgeschwindigkeit. Im Kugelstoßpendel wird der Unterschied zwischen den beiden Geschwindigkeiten sichtbar. Also rücken die Teile am Ende des Körpers in Stoßrichtung weg, noch bevor es im Körper eng werden könnte, und schaffen Platz so für die nachrückenden Teile. Das gilt in der Festkörperphysik: Immer dann, wenn die Informationsgeschwindigkeit (Stoßwellengeschwindigkiet) größer ist als die Körpergeschwindigkeit, dehnen sich die Körper vorübergehend bei einer Beschleunigung aus.
    Da nun –nach den Annahmen der SRT, wo das Licht die Information überträgt- träge Körper die Lichtgeschwindigkeit nicht erreichen können, dehnen sie sich logischer Weise in allen relevanten Fällen bei Beschleunigung aus. Schwierig wird die Erklärung für die Verkürzungsbehauptung, wenn man eine Strecke nur absteckt, also leer lässt wie z.B. die Distanz zum Mond.

  2. Jetzt macht Georges Marc Marie Sagnac posthum doch noch Karriere. Und der verrückte Clown Einstein, der so viele Follower gefunden hatte, weil er so unterhaltsam war, in einer Zeit, als der Dadaismus erfunden wurde, erweist sich als Risikofaktor der modernen Physik, die sich, mit unser aller Steuermitteln alimentiert, Wissenschaft nennen darf, während sie ihren Etat dazu einsetzt, ihr selbstkonstruiertes Glaubenssystem zu schützen.
    Jetzt musste die Physikalisch-technische Bundesanstalt in Braunschweig zurückrudern, ganz offiziell sogar: Dass der Sagnac-Effekt eine wichtige Rolle spielt beim OPERA-Experiment wurde nun offiziell eingeräumt. (Nur, um eine Klage zu vermeiden),
    Denn die Laufzeit des Signals (sog. Neutrinos) hängt, wie man leicht einsieht, auch davon ab, ob der Empfänger sich auf die Signalfront zubewegt.
    Lesenswert sind die Kommentare von Dr. Wolfgang Engelhardt hier:
    http://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/ueberlichtschnelle-neutrinos/
    „Hat etwa ein Saboteur immer dann, wenn OPERA am Messen war, am Stecker gewackelt? Und das auch schon die drei Jahre vorher, als OPERA allein am Messen war? Man erträgt nur mit einem gehörigen Maß an Humor die Kapriolen ernsthafter Wissenschaftler, die den Steuerzahler nicht unerhebliche Summen Geld kosten. Gelächter ist vielleicht doch die angemessenste Reaktion.“

    Manche sagen, dass das Sagnac-Experiment besage „c ist richtungsabhängig“. Da stimmt ja nicht und viele meinen damit sogar, dass man Galileo’s c+v anwenden könne. Die statisch (ursprünglich als ruhend betrachtete) Strecke wird aufgrund der Bewegung des Empfängers kürzer. Das ist ein völlig trivialer Sachverhalt und ändert nicht daran, dass c eine konstante Grenzgeschwindigkeit ist, die unter bestimmten Bedingungen (Vakuum) auftritt.

    Die PTB teilte ursprünglich in 2013 mit, dass auch der Sagnac-Effekt einberechnet worden sei, und dass alles zuverlässig funktioniere. Ob die PTB den Unfug verstanden hat, den sie da mitverzapft haben, wissen wir nicht.

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