Was ist die Aufgabe der Religion?

Die erste Aufgabe der Religion ist, den Menschen Mut zu machen, damit sie ein Leben voller Zuversicht und Freude führen können. Ein erfülltes Leben anzustreben, ist vernünftig. Wer seine Potenziale ausschöpft, kann vielfachen Nutzen stiften und sein Leben zum Vorteil für sich und seine Mitmenschen einsetzen. Der Glaube an das eigene Potenzial verpflichtet die Menschen dazu, das Beste anzustreben.

Freiheit schließt die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis ein und benötigt konkrete Chancen zur Selbstverwirklichung. Dazu zählen

  • die Abkehr vom Befolgen eines vorprogrammierten Verhaltens,
  • das Abstreifen der tierischen Instinkte,
  • das Erkennen und die Kontrolle zwanghafter Verhaltensmuster und Rituale
  • und die Hinwendung zum Denken, das eine selbstbestimmte Orientierung ermöglicht.

Religionen sind am Übergang der menschlichen Entwicklung entstanden, als das Potenzial des menschlichen Geistes als gewaltiger Freiraum für selbstbestimmte Handlungen entdeckt wurde. Religionsstiftend war nicht etwa irgendein für den gemeinen Hirten unlesbarer Text auf Steintafeln, sondern der Auszug aus Ägypten und die Erkenntnis der Freiheit.

Die Selbstbestimmung verpflichtet den Menschen dazu, sich frei zu machen von allem, das seine Freiheit beschränken könnte.

In die Lehre der alten Religionen wurde alles aufgenommen, was die Gemeinschaft schützen oder stärken konnte: Verhaltensbestimmungen wurden erlassen, die das Zusammenleben der Menschen sichern und das Verhalten der Menschen in ordentliche Bahnen lenkte. Damit die Regeln klaglos befolgt wurden, wurde die Autorität einer höchsten Gottheit bemüht, der die gesamte Macht über Himmel und Erde, weit über alles Sichtbare hinaus, zugeschrieben wurde. Die Allmacht Gottes gab die Garantie für den bedingungslosen Gehorsam.

Ohne die Schrift hätte es keine staatstragende oder identitätsstiftende Religion gegeben.

Die Schrift ermöglichte erst, verbindliche Vorschriften zu setzen. Mit der Phrase „so steht es geschrieben“ wurde allem Geschriebenen eine höhere und faktische Bedeutung zugeordnet. Der Schrift selbst wurde göttliche Wahrheit zuerkannt, weil ihre Bedeutung nur den Priestern offenbart wurde. Unter der Auflage der Geheimhaltung gaben die Gelehrten ihr Wissen nur untereinander weiter.

Ein großes Problem stellte die altarabische Schrift dar: Es musste unklar bleiben, was Uthmans Gelehrten oder Mohammed für den Wortlaut des Koran hielten. Denn die arabische Schrift ist zutiefst mehrdeutig: Sie enthält überhaupt keine Vokale und einige Schriftzeichen für die Konsonanten sind mehrdeutig, so dass ein Zeichen fünf verschiedene Konsonanten darstellen kann.

Denn das Lesen aus der heiligen Schrift hatten sie so inszeniert, als ob man beim Vortrag den Geist desjenigen sehen musste, der die Zeichen niedergeschrieben hatte, und das war Gott.

Wie konnte es im 7. Jahrhundert nach Christus zu einer neuen Weltreligion kommen?

Im 7. Jahrhundert wurde

  • keine Schrift entwickelt oder erfunden und
  • keine neue Freiheit entdeckt, die nach einer neuen Ordnung verlangte.

Die Koransure 98 gibt einen Hinweis:

„Die Ungläubigen unter den Schriftbesitzern [d.h. alle Juden und Christen] konnten ihren Glauben ohne Beweis nicht finden: Ein Gesandter Gottes musste kommen und ihnen den wahren Inhalt der Bücher erklären. Und nachdem sie die neue Schrift zum Beweis erhalten hatten, nahmen sie verschiedene Glauben an. Dabei war ihnen nichts weiter befohlen worden, als Gott zu verehren, indem sie ihren Glauben aufrichtig ausüben, das rituelle Gebet einhalten und die Läuterungsgabe abführen. Das ist der wahre Glaube!“

Der Vorwurf Mohammeds an die Juden und Christen lautete damals, sie hätten die Heilige Schrift verfälscht, um ihren Vorteil daraus ziehen zu können. Seine Argumentation wird jedoch erst klar, wenn man „Schrift“ durch „Wort Gottes“ ersetzt. Alles Geschriebene ist zu Zeiten Mohammeds Gesetz. Mohammed wirft den Schriftbesitzern die Falschbeurkundung und die Vorteilsnahme aus ihrem Status als Glaubensgelehrte vor. Für Mohammed spielt es eine große Rolle, dass man die Einheit im Monotheismus nur glaubhaft vertreten kann, wenn man genau eine Glaubenslehre vertritt.

Der Glaube ist für Mohammed die Verehrung Gottes, mehr nicht. Er war bereit, seine Idee von der Einheit der monotheistischen Religion mit Waffengewalt durchzusetzen. So bezeichnete lange Zeit das Wort ‚Islam‘ nicht die Glaubenslehre, sondern die Bereitschaft, das eigene Leben im Kampf gegen Ungläubige zu opfern.

  1. Diejenigen Staaten, die unter dem Einfluss der christlichen Religion entwickelt wurden, konnten das höchste Maß an persönlicher Freiheit in ihrer Gesellschaftsordnung etablieren, während sie den höchsten technologischen Entwicklungsstand erreichten.
  2. Diejenigen Staaten, die unter dem Einfluss der muslimischen Religionen entwickelt wurden, erlauben bis heute keinen nennenswerten Umfang an persönlicher Freiheit und weisen regelmäßig den primitivsten kulturellen und technologischen Entwicklungsstand auf.

Die Erfahrung zeigt, dass der Mensch für seine Weiterentwicklung die individuelle Freiheit benötigt. Wenn eine Glaubenslehre maßgeblich dafür gebraucht wird, das Verhalten seiner Anhänger zu steuern, spricht man von einer Sekte. Wenn eine Sekte das Ziel ausgibt, alle Andersgläubigen entweder zu bekehren oder zu bekämpfen, erhebt sie einen totalitären Anspruch. Der Glaube und das religiöse Gehabe verkommt dabei zu einem Instrument der Macht, das lediglich dazu dient, ein Herrschaftssystem auszubreiten oder zu stabilisieren.

Der Islam entstand, weil die biblische Urvaterfigur Abraham, der das Leben der arabischen Nomaden abbildete, im Glaubensverständnis der Juden und Christen im 6. Jahrhundert keine Rolle spielte. Diese Fehldeutung der Schriftbesitzer ließ sich in den Augen Mohammeds nicht mehr korrigieren und musste nach seiner Auffassung mit Gewalt bekämpft werden. Es war schließlich die alles überragende Erkenntnis Mohammeds, dass ursprünglich den arabischen Stämmen der Halbinsel die Gotteserkenntnis offenbart wurde und folglich ihnen allein das Bündnis mit Gott zustehen konnte. Dabei erschien ihm logisch, dass nur ein arabischer Mann die Kontrolle über die göttliche Offenbarung wahren konnte: Über die Exegese der Schrift und Gottes Botschaft bestimmt in der direkten Nachfolge Abrahams der selbsternannte Prophet Mohammed.

Selbstbestimmung im Islam, wozu?

Die Selbstbestimmung hatte Mohammed bereits für sich exklusiv reklamiert: Die arabischen Stämme durften in der Frage der Offenbarung nicht mehr mit ihren multiplen Gottheiten flirten, sondern mussten den unitären Gott Abrahams anbeten, und zwar täglich und das gleich fünfmal.

Unterdrückung und Gewalt war von Anfang an notwendiger Bestandteil des Islam, denn nur auf diese Weise lässt sich solch ein System des Zwangs und der Unterdrückung überhaupt einsetzen.

Der Kampf gegen die Ungläubigen und die Durchsetzung des eigenen Machtanspruchs legten die ursprüngliche Wortbedeutung von ‚Islam‘ fest. Die Versprechungen Gottes, dass jedem, der sich opfert, eine umfassende Belohnung im Paradies zuteil würde, zeigten Wirkung. Sie konnten diese Wirkung jedoch langfristig nur behalten, wenn für

  • ausreichend viele Nachkommen gesorgt war,
  • das Bildungsniveau niedrig blieb und
  • die Fähigkeiten der Menschen, zu eigenen Entschlüssen zu kommen, systematisch unterdrückt wurden.

Die umfassende mentale Kontrolle erzielte man durch das fünffache tägliche Pflichtgebet, wodurch der Gläubige mit detailliert vorgeschriebenen körpersprachlichen Ausdrucksformen die bedingungslose Unterwerfung vollziehen musste. Im Zuge der Ritualisierung erlernt man nämlich die Bedeutung dessen, was man aufsagen soll, als die eigene Handlung verstehen. So kann ein System der bedingungslosen Unterwerfung aufgebaut werden, weil keine sprachlichen Ausdruckformen für inneren oder äußeren Widerspruch existieren.

Totalitäre Orthodoxie

Alle orthodoxen Glaubenslehren scheinen totalitär, sie fordern die Aufgabe des freien Willens und die Kapitulation des Verstandes. Die erschreckende Erkenntnis aus der religiös vermummten ‚Hinwendung zu Gott‘ ist jedoch, dass sie die Evolution der Menschheit massiv behindert hat. Sie hat die gesellschaftliche Entwicklung blockiert, weil sie keinen Platz für Veränderungen der Rollenbilder ließ. Die Selbstbestimmung wurde blockiert, weil die Menschen dumm gehalten wurden. Die natürliche Neugierde der Jüngsten wird zerstört, wenn alte Männer wissenschaftliche Fragen mit Koranversen zu beantworten versuchen. Die Frauen werden systematisch unterdrückt, um die Ausbreitung des totalitären Regimes mit Hilfe der biologischen Reproduktion durchsetzen zu können.

Mit welcher Leichtigkeit und mit welcher Selbstverständlichkeit es heute, im 21. Jahrhundert, den Terrorgruppen Boko Haram, Al Kaida, Al Shabaab und Islamischer Staat gelingt, allein mit dem Hinweis auf den Propheten Mohammed und seinen Dschihad weltweit Kämpfer zu rekrutieren, sollte überall Erstaunen und Entsetzen hervorrufen. Auf Seiten der Rekruten ist dazu eine gehörige Menge an Bildungsarmut und Verzweiflung notwendig, aber auch extreme Brutalität und Gewaltbereitschaft. Wenn man das dem Islam zugrundeliegende System von Gehorsam orthodox auffasst, nämlich als Pflicht, den Verstand abzugeben, wird der Erfolg des islamischen Terrormodells offenkundig.

Die weltweit aktiven Terrormilizen benutzen das gleiche Einfallstor, durch das bereits der Prophet Mohammed geritten kam, den bedingungslosen Gehorsam, welcher das Individuum von der Bürde seines Verstandes befreit und ihm jegliche Verantwortung abnimmt.

Es wundert niemanden, dass die islamischen Länder mit Demokratie nicht viel anfangen können. Schließlich hat die individuelle Freiheit, die des Verstandes und des Gewissens in ihrer Kultur und in ihre Sprache keine Übersetzung.

Der Islam ist eine Sekte?

Offensichtlich ist es den vielen Verantwortlichen entgangen, dass der Islam keine Religion ist, sondern eine Sekte. Die Kriterien einer Sekte sind bereits erfüllt in der Kombination aus bedingungsloser Unterwerfung (mit verstandesbefreiender Wirkung) und dem totalitären Anspruch, das gesamte Leben des Menschen, und nicht etwa nur sein Seelenleben, mit Bestimmungen, Anschauungen und Ritualen durchsetzen zu wollen. Der Islam zielt darauf ab, den Menschen ihren freien Willen zu nehmen, indem er ihnen mit detaillierter Penetranz ihr privatestes Leben vordiktiert. Dadurch wird den Gläubigen eine Unmündigkeit antrainiert, die sie hilflos werden lässt, selbständig zu urteilen oder Konflikte zu lösen. Der Islam zielt darauf ab, die individuelle Verantwortung und das Gewissen des Einzelnen durch kollektive Regelwerke zu ersetzen. Dadurch brauchen die Individuen keine komplizierten Abwägungen oder Entscheidungen mehr zu treffen, die ihnen ohnehin niemand zutraut.

Damit wird auch deutlich, dass der Islam seinen Anhängern keinen Freiraum lassen kann, weil er ihnen die Selbstbestimmung nicht zutraut.

Wenn wir in Europa den Begriff Religion so verstehen wollen, dass alle Menschen Kinder Gottes sind, folgt eine einleuchtende Maßnahme für alle: „Erkenne dein Potenzial und nutze es!“. Der Gott als Schöpfer wird bestimmt nicht wollen, dass wir ihn ständig anbeten, vor ihm niederfallen oder ihn bejubeln. Ein Gott würde es bevorzugen, wenn die Menschen klug genug wären, ihre Zeit sinnvoll zu nutzen.

Ausgehend von dem zentralen Ansatz des Islam, nämlich den Menschen eine heile Welt zu versprechen gegen die Zusage,

  • auf die eigene Freiheit,
  • auf ein eigenes Gewissen und
  • einen eigenen Verstand zu verzichten,

kann niemand, der von sich behauptet, einen funktionalen Verstand zu besitzen, Islamunterricht an deutschen Schulen befürworten. Auch die Betonung des barmherzigen Gottes im Islam ist ein Trugschluss: Barmherzigkeit braucht man nur dort zu erbitten, wo es nicht gerecht zugeht.

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Ein Gedanke zu “Was ist die Aufgabe der Religion?

  1. „Dadurch brauchen die Individuen keine komplizierten Abwägungen oder Entscheidungen mehr zu treffen, die ihnen ohnehin niemand zutraut.“

    Hier ist Vorsicht geboten:
    Der leichtfertige Einsatz der modernen Medien bedingt das Risiko einer systematischen Abhängigkeit der Menschen. Im Mittelalter war das gemeine Volk von der Kirche physisch und seelisch abhängig. Gegen ihren Willen und ohne ihre Unterstützung konnte niemand etwas ausrichten. Die potenzielle Abhängigkeit des gemeinen Volkes von der Verfügbarkeit ihrer elektronischen Helfer ist viel größer: Die wenigsten würden den Weg zur Schule oder zur Arbeit finden, könnten eine Aufgabe „mit der Hand“ erledigen oder durchrechnen. Je mehr solche Helfer überall (z.B. CAS-System im Mathe-Abi) zum Einsatz kommen, desto weniger Wissen und Können braucht der Menschen selbst einzubringen. Dadurch wird der Mensch perfekt ersetzbar, durch einen anderen Nichtskönner oder einen Robot. Dadurch sinkt aber auch das Anspruchsniveau der Menschen und eine Abwärtsspirale droht:
    Den Lehrer braucht niemand mehr um eine Erläuterung zu bitten, denn der ist nur der Moderator, der Arbeitsblätter verteilt. Vom Chefentwickler für den Brandschutz (des BER) kann niemand Fachkompetenz verlangen, denn es gibt niemanden, der sie überprüfen könnte. Das Fachwissen schlummert digital kodiert in den Softwarebibliotheken weniger Spezialunternehmen. Wer kann überprüfen, ob die Dieselfahrzeuge von Volkswagen giftig sind?

    Die Abhängigkeit der Menschen ist längst eingetütet. Sie schreitet täglich weiter voran. Die Open-Source-Ansätze sind keine Lösung, denn die Open-Source-Produkte verlieren schlagartig ihre Qualität, wenn sie unattraktiv (oder nicht mehr cool) sind. Alle Programme verlieren ihren Wert dadurch, dass sie auf den weiterentwickelten Plattformen nicht mehr lauffähig sind oder einfach nicht mehr cool und modern erscheinen.
    Jetzt, wo die diversen Versuche, Obsoleszenz zu erzwingen (Vista: Air, Win8: Kacheln) nicht mehr fruchten, kommt neuerdings die Paranoia zum Zuge: Mit der Angst vor dem Datenklau und den Botnets kann man jeden dazu bringen, die neuesten SW-Produkte einzusetzen. Die eleganteste Form der Abhängigkeit ist die Cloud, ohne die man nicht einmal mehr eine Email schreiben kann, weil dort einfach alles liegt.
    Das zwingend zu vermeidende Gefühl, von gestern zu sein, wird heute nicht mehr für den Absatz von SW missbraucht, stattdessen droht man ganz offen und konkret mit er Angst: Keine Sicherheitpdates mehr! Kein Schutz mehr gegen die Intruder aus aller Welt. Der Angriff auf meine Daten und meine Rechner ist jedermann erlaubt, wie es inzwischen als normal angesehen wird, in fremde Wohnungen und Häuser einzudringen, ganz ohne Recht und Einladung. Was normal ist, bestimmt die Technik und das, was der Mensch beherrschen kann. Wenn die Intruder nicht abgewehrt werden können, muss man eben aufrüsten. Bisher, also in dem Land, in dem ich aufgewachsen bin, galt es als verboten, gemein und böse, wenn man anderen Menschen Schaden zufügte. Man brauchte auf dem Land keine Haustür zu verriegeln, weil niemand etwas davontrug.

    Dass die Menschen inzwischen Kompetenz verlieren, und zwar reihenweise, zeigt sich an den Produkten, die man für Geld kaufen kann. Die wirft man nach spätestens zwei Jahren weg.
    Noch nie in der Geschichte der Architektur waren die neugebauten Eigenheime so schlicht, so kantig, so trist und so uninspiriert wie heute. Alles, was darin verbaut wird, stammt aus der industriellen Fertigung, ist normgerecht hergestellt und benötigt eine bauaufsichtliche Zulassung. Wer sich mit Industrieprodukten von früh bis spät umgibt, wird früher oder später zu einem solchen. Das beweisen die Trends in der Architektur seit langem.

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