11. Februar war Weltverblödungstag

Der Test auf weltweite Verblödung war ein großer Erfolg. Am 11. Februar 2016 wurde vom internationalen LIGO-Konsortium die Bereitschaft der endmedialen Weltbürger getestet, Vorträge über vermeintlich wissenschaftliche Forschungsbefunde kritiklos mit Jubelrufen zu begleiten. Dabei konnte weltweit beobachtet werden, dass die aktivierten Medienmassen den Spekulationssalat dankbar akzeptierten und bereitwillig an die Endverbraucher weiterreichten, nicht ohne diesen mit Sensationseifer zu garnieren und aufgewärmten Einstein-hatte-Recht-Schmalz zu beträufeln.

Offensichtlich ist der Hype zwei Tage später schon wieder vorbei. Sensationen haben steile Flanken! Das Sensationsgeifern der Einstein- und Higgs-Follower ist mit einem wissenschaftlichen Anspruch schwerlich zu verbinden. Den staatlich finanzierten Forschern scheint es ein tiefes Bedürfnis, pflichtgemäß und termingerecht das zuvor angekündigte Forschungsergebnis zu vermelden.

The first detections will be quite dramatic for us,” says Rainer Weiss [on 15th September 2015], a theoretical physicist at the Massachusetts Institute of Technology in Cambridge who was one of LIGO’s founders. “The first thing we will need to sort out is whether we truly believe what we are seeing.

Having detectors on different continents is crucial for providing a rough estimate of the origin of the waves, says Fulvio Ricci, a physicist at the Sapienza University of Rome and the spokesperson for Virgo. Once they know that, astronomers will be able to look for other signs of that event using electromagnetic radiation, such as X-rays or visible light.

Einstein published his first papers on gravitational waves in 1916. Detecting these ripples a century later, Weiss says, would be of “enormous symbolic importance”.

Im modernen Wissenschaftsbetrieb, nicht nur in der Motorenentwicklung bei Volkswagen, sind Konformität und Medientauglichkeit zwingend zu erfüllende Nebenbedingungen. Die sich anschließende Laudatio und die Verleihung der Nobelpreise gelten als echte Alternative zu Bambi- und Oskar-Verleihung. Alle Menschen –vielleicht außer Richard Feynman- sind anfällig für exogen dargebotene Reize, die endogene Hormongaben mit verhaltenssteuernder Wirkung auslösen. Das Verhaltensmuster des Gefallen-Wollens gehört zum Kern unseres genetischen Programms. Dass es sich nutzen lässt, um Milliarden zu scheffeln, indem man die Menschen zu Like-Button-Pressern verblödet, ist eine bedeutsame wissenschaftliche Erkenntnis des 21. Jahrhunderts. Das genetische Programm sollte ursprünglich den Fortbestand der Menschen sichern, nicht etwa ihren geistigen Verfall bedingen.

Bringt die wissenschaftliche Lehre den Fortschritt?

Die Weltreligionen wurden erfunden, um den Menschen aus seinem genetisches Programm herauszuheben. Der Mensch sollte befähigt werden, freie Entscheidungen zu treffen, jenseits aller Instinkte, Triebe, Zwänge und Neigungen. Er sollte möglichst gut über sich selbst Bescheid wissen und seine Handlungen verantwortlich steuern können. Das rationale Menschenbild hat im Konsens der neuzeitlichen Gesellschaften zum Aufbau von arbeitsteiligen Volkswirtschaften geführt. In kürzester Zeit gelangen den Menschen enorme technische Fortschritte. Die Erfindungen der Maschinenbauer und Werkzeugmacher veränderten alles, das Leben und die Arbeit.

Die Lehrsätze und Formeln des Aristoteles und Euklid hatten die naturwissenschaftliche Ausbildung an den Schulen Europas über zwei Jahrtausende dominiert. Wissenschaftliche Fortschritte wurden über tausend Jahre hinweg damit nicht generiert. Die Formeln, die James Maxwell 1864 über den Zusammenhang von Elektrizität und Magnetismus veröffentlichte, waren eine Nacherzählung dessen, was Michael Faraday mit seinem Dynamo gezeigt hatte. Michael Faraday hatte J.C. Maxwell nicht einmal gekannt, als er 1831 die elektromagnetische Induktion in einem Trafo implementierte. Maxwells Formeln sind heute –als Lehrsatz– in Stein gemeißelt und für das Auswendiglernen formatiert. Für den technischen Fortschritt konnten sie keinen nennenswerten Beitrag liefern.

Bringt mediale Aufmerksamkeit den Fortschritt?

Die Berichterstattung am 11. Februar 2016, zur angeblichen Sensationsentdeckung der Gravitationswellen, wurde in keinster Weise kritisch beleuchtet.

  • Alle Medien versuchten etwas zu vermitteln, was sie selbst nicht verstanden haben konnten. (Am lächerlichsten erschien Klaus Kleber im heute-Journal)
  • Sie applaudierten begeistert, obwohl sie keine Ahnung davon haben, was sie da bewunderten oder bewundern sollten.
  • Alle versuchten sich dabei zu übertreffen, die Entdeckung als großartig zu empfinden und eine kindliche Aufregung zu verbreiten.

Wenn Menschenmassen gleichermaßen über etwas jubeln, was sie überhaupt nicht verstehen, sollte man Vorsicht und Kritik walten lassen. Wenn darüber hinaus der Jubel als weltweite Hysterie in Erscheinung tritt, gilt das umso mehr.

Es gibt ausreichend Grund zur Vermutung, dass die Mitteilung über die Entdeckung von Gravitationswellen am 14.09.2015 auf einem Irrtum beruht.

Zum Nachlesen in pdf-Kopie:

  • Bild der Wissenschaft, 12.02.2016, „Was Gravitationswellen verraten“,
  • Nature, 13.09.2015, „Hunt for gravitational waves to resume after massive upgrade“
  • The LIGO Scientific Collaboration and The Virgo Collaboration, „Properties of the binary black hole merger GW150914″

Was bekannt wurde:

Am Freitag, den 18. September 2015 begann die offizielle Messkampagne von LIGO.

AEI_OFFICIAL_STARTAm Montag, den 14. September war LIGO noch im Testbetrieb.

Der 14.09.2015 war der Tag des jüdischen Neujahrsfestes. Die Messphase sollte erst einige Tage später beginnen, denn nach einer fünfjährigen Pause war LIGO für 205 Millionen Dollar verbessert worden.

In jeder Röhre des LIGO Interferometers stecken fünf Laser. Ein Laser wird zur Kalibrierung der Messkurve genutzt, ein weiterer erzeugt die Testdaten, also diejenigen Muster, die später als Echos von Schwarzen Löchern ‚verstanden‘ werden sollen. Die gesamt Anlage wird daraufhin getunt, dass diese hypothetischen Muster wiedererkannt werden können. Das ist nicht vergleichbar mit einem Tiefbassfilter, der bestimmte Frequenzen verschwinden lässt, sondern wesentlich komplexer. Man entwickle einen Apparat, der einen Heuhaufen beleuchtet und sehr viele Fotos davon machen kann. Der Apparat wird trainiert, alle Muster von Halmen, Blättern, Blüten und Staub auszublenden. Es sollte nur das gesuchte Muster, das einer geraden und spitzen Nadel übrigbleiben. Dass es auch kurze Halme geben könnte, die das Bild einer Nadel abgeben, ist dabei durchaus relevant.

Eine falschpositive Meldung einer Gravitationswelle kann jedoch überhaupt nicht falsifiziert werden. Das hat die Wellensuche in LIGO und VIRGO mit der Teilchenmühle in CERN und der gesamten modernen Physik gemeinsam. In der Realität haben wir selbstverständlich den Anspruch, dass man aufgrund des Nadelbilds den Fundort bestimmen und das gesuchte Objekt aufspüren können sollte. Dadurch kann man die Behauptung prüfen, dass das Bild das gesuchte Objekt zutreffend darstellt. Die LIGO-Spezialisten haben als Ursprung des Bildes etwas doppelt Phantastisches gewählt. Als wäre es noch nicht schwierig genug, ein schwarzes Loch aufzuzeigen, dessen Eigenschaften sich, glaubt man Stephen Hawking, innerhalb der letzten zwanzig Jahre mehrfach fundamental geändert haben, zogen sie die Kollision und Verschmelzung von zwei solchen Gespinsten als Ursache heran, um dasjenige, was sie vermeintlich entdeckt haben, mit hinreichend ‚Masse‘ unterfüttern zu können.

Sie zeigen uns also ein Foto mit einem Yeti und behaupten, dass sowohl das Foto als auch der Yeti existierten:

  1. Das Foto existiert, weil es beweist, dass der Yeti existiert.
  2. Der Yeti existiert, weil das Foto es beweist.

Das Vorgehen nennt sich Zirkelschluss bzw. „circular reasoning“. Der Zirkelschluss hat in der Relativitätstheorie eine grundlegende, doktrinähnliche Bedeutung erlangt. Henri Poincaré hatte den Vorschlag gemacht, dass man die Länge einer Strecke anhand der Laufzeiten des Lichts, also mit Zeitmessungen bestimmt. Ob zwei Zeitintervalle gleichlang sind, sollte über die Messung der gleichen Länge entschieden werden, die jedoch wieder über Zeitmessung geeicht werden sollten, usw. Wir messen heute größere Distanzen mit Entfernungslasern. Dabei lesen wir die Distanz ab, die angezeigt wird. Wenn dort nur Symbole von Sanduhren zu erkennen wären, ohne die passende Zuordnung zu einer Längeneinheit, wäre das Gerät für uns nutzlos.

„GW150914 demonstrates the existence of stellar-mass black holes”

„The formation of such massive black holes from stellar evolution requires weak massive-star winds […] These observational results constrain the rate of stellar-mass binary black hole mergers in the local universe.”

Unsere gemeinsame Realität ist weit mehr als nur ein Spielplatz für Romanhelden, Teilchenpflücker oder Wellensucher. Unsere Realität ist der Knotenkiller und der Krampflöser. Erst dadurch, dass wir die Realität mit unseren eigenen Sensoren erfahren, weil wir darin entstehen und in ihr vergehen, können wir zweifelsfrei klären, was zutrifft und was nicht. Weil man erkennen kann, aus den Erfahrungen und Berichten anderer, dass man nach seinem Tod keinen Roman mehr verfassen kann, ist die freie Wahl der Beobachterperspektive –wie sie der Relativismus fordert– widersprüchlich zur Erfahrung.

Die nachfolgenden Lobesattacken entstammen dem, was „Bild der Wissenschaft“ aus dem Spekulationssalat anrichten konnte:

„Und heimliche Einspeisungen weniger Eingeweihter („blinde Injektionen“) wären zu diesem Zeitpunkt unsinnig gewesen.”

Es dauerte lange, bis das Signal interpretiert war und sich alle möglichen Störquellen ausschließen ließen.

Seine statistische Signifikanz beträgt 5,1 Sigma. (5 Sigma ist das etablierte Kriterium für eine physikalische Entdeckung.)

Das LIGO-Team konnte auch den finalen Spin (Drehimpuls) des Schwarzen Lochs bestimmen. Er beträgt 0,67. Das ist relativ hoch.

Denn der Raum um das Schwarze Loch ist nicht statisch, sondern wird quasi mit herumgezogen wie zäher Honig beim Umrühren.

sind LIGOs Messungen das beste indirekte Indiz für die Existenz Schwarzer Löcher.

 

GW150914 belegt, dass es stellare Schwarze Löcher mit über 25 Sonnenmassen gibt.

Widerlegt sind auch Modelle, die enge Paare Schwarzer Löcher bezweifelten

 Weltweit hagelt es Gratulationen und Pressemitteilungen.

Tatsächlich gibt es schon Hinweise auf ein zweites Ereignis.

Ein Triumph für die Wissenschaft

Die Entdeckung ist ein großer Triumph für das wissenschaftliche Weltverständnis und die Erklärung des Universums weit über die alltäglichen Sinneswahrnehmungen hinaus. Einmal mehr haben Menschen gezeigt, dass das kritisch-rationale Nachdenken über die erfahrbare Wirklichkeit zu kühnen, überprüfbaren Hypothesen führt (Einsteins Leistung).