Erdowahn?

Binnisch Diktator jetz oder glaubst du nischt? Isch, der Erdowahn, nix machen als böse Leute aus Militär mit Panzer mein Volk totmache?

So beginnen Diktatur:

KindlKaiserin

Und so gehen Diktatur weiter:AufdenHund

Wieviel habbe gelernt Mensche in Türkei über Diktatur?

Gehstu googlen nach

  • Benito Mussolini,
  • Adolf Hitler,
  • Francisco Franco oder
  • Joseph Stalin!

Vorsicht, alles böse!

Über Recep Tayyip Erdoğan werden wir schon bald wissen, dass auch er böse ist. Auch Wladimir Wladimirowitsch Putin bemühte sich darum, in den Kreis der großen und brutalen Diktatoren aufzusteigen.

Wenn es unseren türkischstämmigen Mitbewohnern, die man in Deutschland zu ihrer Haltung gegenüber der neuen Erdogan-Diktatur befragt hat, nicht gelingt, folgenden Zusammenhang zu verstehen, werden wir hier in Deutschland noch viel schwerere Konflikte erleben, die bis zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen reichen können.

Ich  finde die Mann gut [gemeint ist Staatspräsident Erdoğan].
Die Mann ist auf die richtige Weg!

Wenn die Interviewpartnerin folgendes gesagt hätte

Ich  finde den Staatspräsidenten Erdoğan nicht gut,
denn 
er ist auf dem falschen Weg!

, dann wäre sie in der Türkei vermutlich als Putschist oder Anhänger derselben verhaftet worden.

Zu dieser einfachen logischen Analyse sind die Anhänger von Erdogan nicht in der Lage. Sie sind nicht bereit,

  • die Gleichheit der rechtlichen Position aller Bürger eines Landes
  • als grundsätzlich und unveränderlich

anzuerkennen. Sie wollen nicht wahrhaben, dass ihre Meinungsfreiheit, die sie dazu nutzen, einem Präsidenten wie blind zu folgen, nicht mehr wert ist als die Meinungsfreiheit aller Anderen, die so ein Verhalten strikt ablehnen.

Die Grundlage des friedlichen Zusammenlebens ist, dass die Menschen die Gleichheit ihrer Rechte anerkennen. Wer einem anderen nicht zubilligt, was er für sich selbst in Anspruch nimmt, beschwört geradewegs den nächsten Konflikt herauf. Dabei lässt sich doch sehr leicht erkennen, dass solche Ansätze, die wie

  • „America first“,
  • „Jetz red i“,
  • „It’s me, Donald John Trump, I’m the greatest“,
  • „Britain first“

nur Verteilungskonflikte provozieren anstatt drängende Probleme zu lösen. Niemand kann willkürliche Maßnahmen durch Anwendung von solchen Grundsätzen begründen, die für und gegen jedermann gelten. Wie lässt sich die Position „Jetzt komm ich“ verteidigen, wenn nicht mit Fäusten?

Die Anerkennung aller Mitmenschen in all ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten ist die Grundlage der christlichen Lehre, die unsere abendländische Kultur mehr geprägt hat als viele gemeinhin angenommen haben. Wir merken erst, wenn wir mit primitiv denkenden Menschen aus fremden Kulturen zusammenkommen, dass die Anerkennung aller unserer Mitmenschen keine Selbstverständlichkeit ist. Dass unser kultureller Reichtum etwas mit der Aufklärung zu tun hat, ist ein weithin gepflegter Mythos. Machen wir doch den Lackmustest:

Konnte sich jemand vorstellen, dass die islamistische Propaganda des „Islamischen Staates“ oder die Parolen eines Donald Trump im 21. Jahrhundert die Menschen massenweise beeindrucken und in ihrem freien Handeln beeinflussen können?

In diesen Parolen werden nämlich vorwiegend Appelle an das instinktgesteuerte Reptilhirn vorgetragen. Das zu überwinden wäre die Aufgabe des abendländischen Christentums gewesen. Mit Aufklärung hat das, was wir gerade erleben, offensichtlich nichts zu tun. Wir beobachten fast überall auf diesem Planeten einen derben Rückfall in instinktgetriebenes Verhalten, das primitiven Tieren das Überleben sichert aber für vernunftbegabte Wesen nur hinderlich ist, wenn sie politische oder andere wichtige Entscheidungen treffen.

Aufklärung und Bildung alleine sind vermutlich nicht hinreichend, um den Menschen ein friedfertiges Miteinander zu sichern. Auch Wissenschaftler schlagen regelmäßig, z.B. auf researchgate, aufeinander ein, mit Worten zwar, aber mit beleidigender Absicht. Die Möglichkeiten, andere Menschen wie Abschaum zu behandeln, wurden mit dem Internet ganz entscheidend erweitert. Dadurch konnte vielfach der Eindruck entstehen, dass die  instinktgetriebene Brutalität als Norm gelten könne. Wenn primitive Menschen in drei von fünf Fällen beobachten oder selbst erleben, dass die Gewalt gewinnt, werden sie gewalttätiges Verhalten als überlegen erkennen und zu imitieren versuchen. Das ist nicht nur an den Kriegszügen des „Islamischen Staates“ zu beobachten, sondern auch auf U-Bahnhöfen mitten in Deutschland. Wenn der einst friedfertige Rentner von nebenan erwägt, eine Schusswaffe anzuschaffen, um sich gegen Einbrecher und andere Gewalttäter zur Wehr setzen zu können, sollte klar geworden sein, dass Radikalisierung überall möglich ist.

Ein Klima der Angst machte schon immer den Weg frei für radikale Lösungen. Diktaturen sind eine davon.

 

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